Creditreform: Ertraglose Unternehmen in Deutschland, Sommer 2018

6,8 Prozent der deutschen Unternehmen erwirtschafteten im Zeitraum 2014 bis 2016 Jahr für Jahr Verluste. Trotz der günstigen Konjunkturlage bleibt ein nennenswerter Anteil der Unternehmen ertragsschwach. Dieses Ergebnis einer Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung basiert auf einer Längsschnittanalyse von 10.616 (bilanzierungspflichtigen) Unternehmen aus Deutschland.

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Spiekermann & CO AG zählt zu den besten zehn Vermögensverwaltern

Spiekermann & CO AG überzeugte
Thomas Acker (m.), Vorstand der Spiekermann & CO AG, nimmt die Auszeichnung von Jörg Richter (l.), Chef des Analysehauses Dr. Richter IQF, und Ralf Vielhaber, Geschäftsführer und Herausgeber des Fuchsbriefe-Verlages, entgegen. (Foto: Hagenhoff Werbeagentur)

Osnabrück. Am 20. November 2017 wurden die besten Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum gekürt. Das erfreuliche Ergebnis für die Spiekermann & CO AG mit Hauptsitz in Osnabrück: Platz neun und ein „sehr gutes“ Rating. Als Sprecher des Vorstands nahm Thomas Acker die Auszeichnung der Private Banking Prüfinstanz (PBPI) in Berlin entgegen.

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Kleine Zinsen – große Sorgen

(v. l.) Karsten Pohl (Leiter Private Banking der Volksbank Paderborn-Höxter- Detmold), Wirtschaftsclub- Vorsitzender Thomas Sprehe, Wolf-Dieter Jordan (Geschäftsführer OWL Vorsorge- und Versicherungsservice GmbH) und Georg Ilskens (Geschäftsführer Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter). (Foto: Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter)
(v. l.) Karsten Pohl (Leiter Private Banking der Volksbank Paderborn-Höxter- Detmold), Wirtschaftsclub- Vorsitzender Thomas Sprehe, Wolf-Dieter Jordan (Geschäftsführer OWL Vorsorge- und Versicherungsservice GmbH) und Georg Ilskens (Geschäftsführer Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter). (Foto: Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter)

„Wir erleben eine spannende Situation schon seit Jahren“, umschrieb Thomas Sprehe, Vorsitzender des zurzeit 193 Mitglieder zählenden Wirtschaftsclubs Paderborn + Höxter die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB). Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Wirtschaftsclubs informierte er sich im Volksbank-Forum über die aktuelle Situation auf den Kapitalmärkten, die Geldpolitik und auch über Anlageideen für Unternehmen und Privatanleger. Karsten Pohl, Leiter Private Banking der Volksbank Paderborn-Höxter- Detmold referierte hierzu in seinem Vortrag „Kleine Zinsen – große Sorgen“.

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BVR-Präsident Uwe Fröhlich zum Vorschlag einer vertieften Wirtschafts- und Währungsunion

Berlin. Zum Bericht der fünf Präsidenten von Kommission, Europäischer Zentralbank, Eurozone, Europäischem Parlament und Rat zu einer vertieften Wirtschafts- und Währungsunion sagt BVR-Präsident Uwe Fröhlich: „Wir begrüßen den Antritt der europäischen Institutionen, den Euro dauerhaft auf eine stabile Grundlage zu stellen.

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Wachstums-Optimismus im Euroraum steigt

Das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum ist im März weiter gestiegen. Damit sendet es ein klares Wachstumssignal. Dieses resultiert in erster Linie von der Binnenwirtschaft, das außenwirtschaftliche Umfeld ist hingegen noch belastet. Die EZB dürfte ihre Wertpapierkäufe daher fortsetzen.

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Kollaps der Inflationsrate gruselig für die EZB

Verbraucherpreise (Foto:Bankhaus Lampe, Reuters EcoWin)
Verbraucherpreise (Foto: Bankhaus Lampe, Reuters EcoWin)

Im Zuge des rasanten Rohölpreisverfalls ist die Inflationsrate im Euroraum im Dezember in den negativen Bereich abgerutscht. Aufgrund des tiefer als erwartet ausgefallenen Preistals haben wir unsere Inflationsprognose für 2015 von 1,0% auf 0,4% gesenkt. Ein Deflationsumfeld liegt zwar nicht vor, EZB-Staatsanleihekäufe sind aber wahrscheinlicher geworden.

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Zinssenkung für EZB-Chef Mario Draghi kein großes Thema

Zinssenkung für EZB-Chef Mario Draghi kein großes Thema Frankfurt/Main (dapd). Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nicht kurz vor einer Zinssenkung, würde im Notfall aber weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik ergreifen. Das ist der Eindruck, den EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag auf seiner monatlichen Pressekonferenz in Frankfurt am Main hinterlassen hat. Nach Draghis Worten rechnet die EZB ungeachtet schwacher Frühindikatoren für das zweite Halbjahr mit einer Konjunkturerholung. Der Euro verlor knapp einen halben Cent. In seinen einleitenden Bemerkungen zur Pressekonferenz war der EZB-Präsident hinsichtlich des Wirtschaftswachstums etwas optimistischer als später bei der Beantwortung von Journalistenfragen. In der verlesenen Erklärung prognostizierte Draghi, dass die EZB mit einer Rückkehr des Wirtschaftswachstums in der zweiten Jahreshälfte rechnet – wenn es für dieses Szenario auch gewisse Risiken gebe. Auf Nachfrage verwies der EZB-Präsident aber darauf, dass sich die Wirtschaftsschwäche des vierten Quartals fortgesetzt habe und die Inflation deutlich unter zwei Prozent gesunken sei. „Wir beobachten die hereinkommenden Daten genau und sind bereit, zu handeln“, sagte Draghi. Andererseits versuchte der EZB-Präsident den Eindruck zu verwischen, dass niedrigere Zinsen im EZB-Rat derzeit ein heißes Thema sind. In der schriftlichen Erklärung Draghis hieß es, dass die EZB weiterhin eine wachstumsfördernde Politik betreiben und das wichtigste Element dieser Politik, die sehr großzügige Liquiditätsversorgung der Banken, so lange wie erforderlich fortführen werde. Bei der aktuellen Sitzung war es aber laut Draghi mehr oder weniger Konsens, nicht auf die Zinsen zu schauen. Trotzdem sei darüber aber diskutiert worden. Der Rat hatte den Leitzins auf seinem Rekordtief von 0,75 Prozent belassen. Konjunktur im Euroraum weiter abgeschwächt Entgegen früheren Hoffnungen der EZB hat sich die Konjunktur im Euroraum in letzter Zeit weiter abgeschwächt. Der von Markit erhobene Einkaufsmanagerindex der Eurozone-Privatwirtschaft sank im März auf 46,5 Zähler von 47,9 im Vormonat und signalisierte damit eine beschleunigte wirtschaftliche Talfahrt. Markit-Chefökonom Chris Williamson fasste seinen Eindruck so zusammen: „Italien und Spanien steckten im März noch immer tief in der Krise, Frankreich sackte in beschleunigtem Tempo ab und auch in Deutschland kam das Wachstum fast zum Erliegen – was bedeutet, dass sich auch der letzte Hoffnungsschimmer zu verflüchtigen beginnt.“ Auch die Daten zum Geldmengenwachstum und zur Kreditvergabe machen wenig Hoffnung auf eine baldige Erholung. Die breite Geldmenge M3 wuchs im Februar mit der niedrigsten Rate seit August 2012, und die Kreditvergabe an Unternehmen liegt seit Monaten unter Vorjahresniveau. Alleine das stetig beschleunigte Wachstum der Geldmenge M1, das sind die Bankeinlagen von Privatanlegern und Unternehmen, gibt Hoffnung auf einen Konjunkturaufschwung. Was der EZB nicht gefallen kann, sind die wieder verstärkten Unterschiede der finanziellen Situation in den Eurozone-Ländern. Die Kreditzinsen in einigen Peripherieländern entfernen sich weiter von denen Deutschlands, und auch die Kreditvergabe lief stark auseinander. Zwar ist die EZB seit längerer Zeit der Ansicht, dass die rückläufige Kreditvergabe maßgeblich auf einer fehlenden Nachfrage beruht, doch gilt das nicht für kleinere Unternehmen in Südeuropa. Der EZB-Präsident verteidigte außerdem die Rolle der EZB bei der Rettung Zyperns. Eine Vergabe von Notkrediten an Banken sei nur dann erlaubt, wenn diese Banken überlebensfähig seien. Da dies im Falle der zyprischen Banken nicht der Fall gewesen sei, habe die EZB handeln müssen. Die EZB hatte mit ihrem Ultimatum an Zypern den Verhandlungen über eine Rettung des Inselstaates den entscheidenden Impuls gegeben. Sie drohte damit, den zyprischen Banken keine weitere Notkredite zur Verfügung zu stellen. Laut Draghi hat aber weder die EZB noch die EU-Kommission oder der Internationale Währungsfonds vorgeschlagen, Sparer mit weniger als 100.000 Euro an der Rettung zu beteiligen. Das hatte der erste Rettungsplan vorgesehen, der zu einem Aufschrei der Zyprer führte und vom Parlament abgelehnt wurde. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Allianz-Deutschland-Chef warnt EZB vor einer anhaltenden Niedrigzinspolitik

Allianz-Deutschland-Chef warnt EZB vor einer anhaltenden Niedrigzinspolitik Osnabrück (dapd). Der Vorstandsvorsitzende der Allianz Deutschland, Markus Rieß, warnt vor einer dauerhaften Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank habe mit ihren extrem niedrigen Leitzinsen zwar maßgeblich zur Beruhigung der Märkte in der Schuldenkrise beigetragen. „Als Dauerzustand richten Niedrigzinsen aber mehr Schaden an als sie nützen“, sagte Rieß der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die realen Vermögen der Sparer würden so entwertet und Investitionsentscheidungen der Unternehmen fehlgeleitet. „Die EZB muss deshalb rechtzeitig den Ausstieg aus ihrer sehr lockeren Geldpolitik finden.“ Die EZB hatte ihren Leitzins am 5. Juli 2012 auf den Rekord-Niedrigwert von 0,75 Prozent gesenkt. Die europäischen Währungshüter versuchen damit, günstige Voraussetzung für ein stärkeres Wirtschaftswachstums in der Euro-Zone zu schaffen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

EZB lässt Leitzins unangetastet auf Rekordtief

EZB lässt Leitzins unangetastet auf Rekordtief Frankfurt/Main (dapd). Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Leitzins in der Eurozone auf seinem bisherigen historischen Tiefstand belassen. So liegt der Hauptrefinanzierungssatz weiterhin unverändert bei 0,75 Prozent, wie die EZB nach einer Sitzung des Notenbankrats am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Ökonomen hatten eine solche Entscheidung im Vorfeld bereits erwartet. Und auch für den Rest des Jahres rechnen die Experten mehrheitlich nicht mit einer weiteren Senkung – trotz anhaltender Rezession im Euroraum und geringer Inflation. Diese Ansicht könnte mit der Einschätzung zusammenhängen, dass die EZB selbst gegenwärtig an der Wirksamkeit noch niedrigerer Zinsen zweifelt. Trotzdem gab der deutsche Aktienmarkt unmittelbar nach der EZB-Veröffentlichung kurzfristig nach. Der Euro reagierte dagegen kaum auf die Notenbank-Entscheidung. Der Hauptrefinanzierungssatz ist der Zins, zu dem sich Banken Geld von der EZB leihen können. Zuletzt war er im Juli vergangenen Jahres gesenkt worden. Zentralbank-Präsident Mario Draghi wollte sich um 14.30 Uhr zu der Entscheidung äußern. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Draghis Geldflut wirkt

Draghis Geldflut wirkt Frankfurt/Main (dapd). Eigentlich arbeiten Notenbanken gerne im Hintergrund und steuern von dort die Geschicke ihrer Währung. 2012 war es anders. Die Europäische Zentralbank (EZB) erlebte das aufregendste Jahr ihrer Geschichte. Sie senkte die Leitzinsen auf ein Rekordtief, pumpte zur Stabilisierung der Banken seit Ende 2011 eine Billion Euro in den Markt und erklärte sich bereit, notfalls unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten zu kaufen. Für 2013 allerdings rechnen Experten mit einer Beruhigung – falls sich die Krise nicht plötzlich verschärft. Ob amerikanische Hedgefonds oder deutsche Stammtischbesucher – viele Skeptiker wetteten zu Jahresbeginn 2012 sogar gegen die Gemeinschaftswährung. Und sie unterschätzten die EZB, die unter ihrem neuen Präsidenten Mario Draghi so aktiv wurde wie nie zuvor. Die Euroskeptiker unter den Hedgefonds verloren Millionen, am Stammtisch war die Sache meist mit einem Kasten Bier oder ein paar Scheinen geregelt. Am Donnerstag (10. Januar) tritt der Rat der EZB erstmals in diesem Jahr zusammen, um über die Leitzinsen zu entscheiden. Die Frage ist, ob die Zinsen noch weiter sinken werden. Wenn nicht diesen Monat, dann vielleicht bei einer der nächsten Sitzungen. Vereinzelt meinen Ökonomen, dass die EZB versuchen könnte, mit noch niedrigeren Zinsen die Rezession in der Eurozone zu bekämpfen. Zurzeit können sich Banken für gerade einmal 0,75 Prozent Zinsen bei der EZB Geld leihen. Wenn die Banken Geld bei der EZB parken, bekommen sie dafür gar keine Zinsen mehr. Der Anreiz, das Geld lieber den Kunden zu leihen, ist also groß. Eine weitere Zinssenkung könnte bedeuten, dass Banken der EZB Geld geben müssten, um ihre Mittel dort zu parken. Ferdinand Fichtner vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ist skeptisch, dass es so weit kommt. „Vor solchen unkonventionellen Maßnahmen würde die EZB zurückschrecken“, sagt er. Er ist ebenso wie der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, der Ansicht, dass die Notenbank dieses Jahr den Ball flachhalten wird. „Wir glauben, dass die Eurozone dieses Jahr an einer weiteren Leitzinssenkung vorbeischlittern wird“, sagt Krämer. Dafür gebe es drei Gründe. Die akute Finanzkrise sei auf dem Rückzug, was etwa aus sinkenden Zinsen für Eurokrisenstaaten hervorgehe. Zweitens hätten einige Konjunkturindikatoren ihren Tiefpunkt durchschritten, etwa der wichtige Ifo-Index, der die Geschäftserwartung deutscher Unternehmen misst. Drittens hätten Mitglieder des EZB-Direktoriums, darunter der Deutsche Jörg Asmussen, mehrfach angedeutet, dass die Zinsen nun niedrig genug seien. Die Ökonomen bezweifeln nicht, dass die Medizin der EZB für die kränkelnde Eurozone wirkt. „Wir haben ganz gute Chancen, dass die akute Krise vorbei ist“, sagt Fichtner. „Es wird sich bestätigen müssen, ob die erreichte Stabilität hält.“ Krämer rechnet damit, dass die Politik der EZB weiterhin wirken wird: „Das Jahr 2013 wird geprägt sein von einem Rückzug der Staatsschuldenkrise und einer Konjunkturerholung.“ Begeistert ist der Commerzbanker aber nicht. „Das Perfide ist, dass sich das noch lange gut anfühlen wird“, sagt er. Dabei schwäche die EZB mittelfristig den Euroraum, weil sie den Krisenstaaten erlaube, auf Reformen zu verzichten. Ein Beispiel sei Italien, wo der Geldsegen der Notenbank die Zinsen sinken lasse, auch ohne dass die Regierung die verkrusteten Verhältnisse aufbreche. Die Experten erwarten wegen der niedrigen Zinsen und der steigenden Geldmenge, dass mittelfristig die Preise steigen werden. „Jetzt schon von einer Blase zu sprechen, wäre viel zu früh“, schränkt Krämer aber ein. Preissteigerungen über das gesunde Maß hinaus, etwa bei Immobilien, seien aber in den kommenden Jahren denkbar. Die niedrigen Zinsen werden die Verbraucher nach Ansicht der Experten im Portemonnaie zu spüren bekommen, wenn die Preise etwas schneller steigen als bisher. „In der Zukunft rechne ich mit einer Preissteigerungsrate von zwei Prozent und vielleicht etwas mehr“, sagt DIW-Ökonom Fichtner. „Wenn die Löhne mithalten, tut uns das nicht weh.“ Dann sei es auch kein Drama, wenn „die Inflation mal bis an die drei Prozent herankommt“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)