GERRY WEBER Geschäftsjahr 2016/17

GERRY WEBER International AG vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17
Deutliche Einsparungen von operativen Kosten im Rahmen des Programms FIT4GROWTH realisiert. (Bild: nattanan23/ pixabay)

Halle/Westfalen. Die GERRY WEBER International AG erzielte nach Vorlage vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 einen Konzernumsatz in Höhe von EUR 880,9 Mio. Somit liegt der Rückgang von 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr innerhalb der gesteckten Ziele von -2 % bis -4 % im Vergleich zum Vorjahresumsatz. Das vorläufige operative Konzernergebnis (EBIT reported) für den Berichtszeitraum in Höhe von EUR 10,3 Mio. liegt ebenfalls im erwarteten Rahmen von EUR 10 bis 20 Mio. Bereinigt um die einmaligen Sondereffekte resultierend aus dem Programm zur Neuausrichtung FIT4GROWTH beträgt das bereinigte EBIT (adjusted) EUR 19,9 Mio.

Zusammensetzung Konzernumsatz

Der Umsatz der GERRY WEBER Gruppe setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen des GERRY WEBER Core-Bereiches mit den Marken GERRY WEBER, TAIFUN, SAMOON und talkabout sowie dem Umsatz der Tochtergesellschaft HALLHUBER. Dabei verminderte sich der Umsatz der GERRY WEBER Core-Marken im Berichtszeitraum von November 2016 bis Oktober 2017 um 4,4 % auf EUR 686,6 Mio. (Vorjahr: EUR 717,6 Mio.). Das Vertriebssegment GERRY WEBER Core-Wholesale trug dabei EUR 294,0 Mio. (Vorjahr: EUR 298,4 Mio.) zum gesamten Core-Umsatz bei, das GERRY WEBER Core-Retail-Segment EUR 392,6 Mio. (Vorjahr: EUR 419,2 Mio.).

Der GERRY WEBER Core-Wholesale-Umsatz entwickelte sich mit -1,5 % im Vergleich zum Vorjahr stabiler als ursprünglich aufgrund des schwachen Marktumfeldes für die Modeindustrie in Deutschland erwartet. Dies spricht nicht nur für den Erfolg unserer FIT4GROWTH Maßnahmen zur Stärkung des Wholesale, sondern auch für die Attraktivität unserer neuen Kollektionen. Der Umsatz des GERRY WEBER Core-Retail-Bereiches wurde auch im letzten Geschäftsjahr 2016/17 durch die Schließung weiterer 68 Geschäfte belastet (Vorjahr: 75 Geschäfte). Entsprechend dem Umsatzrückgang im deutschen Modeeinzelhandel von rund 2 % verminderten sich auch die GERRY WEBER Core-Retail-Umsätze auf vergleichbarer Fläche um 1,9 %.

Neben den GERRY WEBER Core-Marken trug die 100-prozentige Tochtergesellschaft HALLHUBER mit EUR 194,3 Mio. (Vorjahr: EUR 183,2 Mio.) rund 22,1 % zum Konzernumsatz der GERRY WEBER Gruppe bei.

Ergebnissituation

Trotz der erfolgreichen Umsetzung des Programms zur Neuausrichtung FIT4GROWTH und den damit verbundenen Kosteneinsparungen bei den Personal- und Sachkosten ist es nicht gelungen, das operative Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern. Die gesunkenen GERRY WEBER Core-Retail-Umsätze sowie Investitionen in die Qualität und Wertigkeit der Produkte sowie in die IT-Infrastruktur und Logistik führten zu einer Belastung des operativen Ergebnisses. Darüber hinaus lagen die Sonderbelastungen im Rahmen des Programms FIT4GROWTH, unter anderem aus den Filialschließungen, mit EUR 9,6 Mio. über dem budgetierten Wert von EUR 6,0 Mio. und belasteten das Konzern-EBIT zusätzlich.

Folglich haben wir zwar das ausgegebene Ziel, ein EBIT von mindestens EUR 10 Mio. erzielen zu wollen, erreicht, liegen aber aufgrund der höher als erwarteten Sonderbelastungen aus FIT4GROWTH am unteren Ende der prognostizierten Ergebnisspanne.

Die finalen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 sowie die Planung für das gerade angelaufene Geschäftsjahr 2017/18 hat der Vorstand auf der Bilanzpresse-konferenz am 27. Februar 2018 in Halle/Westfalen erläutert.

www.gerryweber.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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