Konjunktur auf der Ems-Achse ist robust

Die Konjunktur im Gebiet der Wachstumsregion Ems-Achse zeigt sich im vierten Quartal 2015 weiter robust. Trotz internationaler Krisenherde und innenpolitischen Herausforderungen liegt der Konjunkturklimaindex der Ems-Achse-Region weiterhin bei 112 Punkten. Damit liegt er nur leicht unter dem langjährigen Durchschnitt von 115 Punkten. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Umfrageauswertung der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, der IHK für Ostfriesland und Papenburg und des Wachstumsregion Ems-Achse e.V.

Die Komponenten des Konjunkturklimaindex, Geschäftslage und Geschäftserwartungen, entwickelten sich unterschiedlich. Die Geschäftslage erfuhr nach den Rückgängen der beiden Vorquartale eine Aufwärtsbewegung. Per Saldo bezeichneten 29 % der Betriebe die Geschäftslage als gut (Vorquartal: 22 %). Die Erwartungen sind wie im Vorquartal abermals leicht gesunken. Aktuell wiegen sich positive und negative Erwartungen nahezu auf. Unter dem Strich blicken 4 % der Betriebe negativ auf die kommenden Monate. Die große Mehrheit (65 %) geht jedoch von einer etwa gleich bleibenden Entwicklung aus.

Die größten Risiken für die weitere Entwicklung sehen die Unternehmen auf der Ems-Achse in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (46 %). Zum einen bereiten die internationalen Verwerfungen sowie die daraus resultierende Flüchtlingskrise Sorgen. Zum anderen stoßen die zunehmenden Regulierungen am Arbeitsmarkt und die geplante Reform der Erbschaftsteuer auf Skepsis. Zuletzt hatte die Bundesregierung Reformen im Bereich Werkverträge und Zeitarbeit diskutiert. An zweiter und dritter Stelle nennen die Betriebe den Fachkräftemangel (43 %) und eine möglicherweise schwächelnde Inlandsnachfrage (40 %) als Risiko. Die Inlandsnachfrage ist zu einer wesentlichen Stütze der Konjunktur geworden. Ein Rückgang des Binnenkonsums würde ein Risiko darstellen. Weitere größere Risiken sehen die Unternehmen in den Arbeitskosten (37 %) und in der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise (34 %). Bei der Auslandsnachfrage sehen nur 15 % der Unternehmen Probleme. Der Wechselkurs und die Finanzierungsbedingungen bereiten noch weniger Unternehmen Sorgen (jeweils 8 %).

www.emsachse.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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