Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ist einer der bedeutendsten Verbandsdienstleister und bietet das größte Branchennetzwerk der Investitionsgüterindustrie in Europa. (Foto: 350543/ pixabay)
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) ist einer der bedeutendsten Verbandsdienstleister und bietet das größte Branchennetzwerk der Investitionsgüterindustrie in Europa. (Foto: 350543/ pixabay)

VDMA NRW Umsatzprognose NRWMaschinenbau für 2019

Düsseldorf. Der VDMA NRW erhöht seine Umsatzprognose für 2018 und rechnet auch für das kommende Jahr mit einer Umsatzsteigerung. Zu Beginn des Jahres hatte der VDMA NRW für die Maschinenbauer in NordrheinWestfalen ein Umsatzwachstum von nomal 2 Prozent prognostiziert.

Aufgrund der guten Auftragseingänge erhöht der Verband nun diese Prognose auf plus 3 Prozent für 2018 und rechnet mit einem Umsatz von 43,9 Milliarden Euro (2017: 42,6 Milliarden Euro).

In den ersten sechs Monaten konnte das Umsatzvolumen um 4,2 Prozent zulegen. „Wir freuen uns über das gute Ergebnis für 2018,“ erklärt Siegfried Koepp, Vorstandsvorsitzender des VDMA NRW. „Die positive Entwicklung in diesem Jahr übersteigt unsere Erwartungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die aktuellen geopolitischen Entwicklungen auf die Branche auswirken werden.“

Der Auftragseingang ist 2018 vielversprechend gestartet und der VDMA NRW rechnet weiterhin mit einem positiven Verlauf. Im ersten Halbjahr 2018 konnten die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent zulegen. Insgesamt stehen die Auftragseingänge auf einem breiten Fundament und basieren auf einer guten Auftragslage, die sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland gespeist wird.

VDMA Schätzung 2019

Die gute Auftragslage und der hohe Auftragsbestand sorgen dafür, dass die Maschinenbaufirmen auch im kommenden Jahr mit Produktionszuwächsen rechnen können. Ein Unsicherheitsfaktor für den Maschinen- und Anlagenbau ist die steigende Zahl an politischen Risiken. So lange die Unwägbarkeiten rund um den Brexit bleiben und die Handelskonflikte weiter eskalieren, steigen auch die Risiken für die Maschinenbauindustrie in NRW. Daher rechnet der VDMA NRW für 2019 – von einem hohen Niveau ausgehend – mit einem Umsatzzuwachs von 1 Prozent auf 44,3 Milliarden Euro.

Zahl der Arbeitsplätze im NRW-Maschinenbau angestiegen

Ende Juni beschäftigte der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau 196.475 Mitarbeiter in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten. Verglichen mit dem Juni des vergangenen Jahres nahm die Zahl der Beschäftigten um 2,4 Prozent bzw. 4.681 Personen zu. Damit liegt die Zahl der durchschnittlich im NRW-Maschinen- und Anlagenbau beschäftigten Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2018 um 2,0 Prozent oder 3.857 Personen über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Branche erwartet für die kommenden Monate mehr Einstellungen als Entlassungen. Zunehmend problematisch sei mittlerweile die fehlende Verfügbarkeit von Fachkräften, betont Koepp.

Freier Handel sichert Export

Als Technologieführer mit einer starken Exportorientierung ist der nordrheinwestfälische Maschinenbau nach wie vor erfolgreich auf den Weltmärkten unterwegs. Die Exporte des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus betrugen 2017 ingesamt 29,9 Milliarden Euro und waren damit einer der wichtigsten Eckpfeiler der Wirtschaft nicht nur in NRW, sondern auch bundesweit.

Jede fünfte deutsche Maschine wird in Nordrhein-Westfalen produziert und der Maschinenbau ist die exportintensivste Branche Nordrhein-Westfalens. Rund 70 Prozent der hier produzierten Maschinen und Anlagen gehen in den Export. Traditionell stehen hier die Lieferungen ins europäische Ausland mit mehr als Hälfte der gesamten Maschinenexporte aus Nordrhein-Westfalen an erster Stelle; dahinter die Regionen Asien mit über 24 Prozent und Amerika mit 16 Prozent.

Der wichtigste Absatzmarkt des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus ist der chinesische Markt. Ausfuhren nach China haben im ersten Halbjahr 2018 um 20 Prozent auf 1,66 Milliarden Euro zugenommen. Damit hat die Volksrepublik die Vereinigten Staaten, die bisher der wichtigste Markt waren, abgelöst. Die Exporte in die USA haben im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zugelegt. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen Frankreich mit 800 Millionen Euro (+3,9 Prozent), die Niederlande mit 636 Millionen Euro (+7,3 Prozent) und das Vereinigte Königreich mit 600 Millionen (-3,1 Prozent). Letztere sind damit von der vierten auf die fünfte Stelle im Exportrang gefallen.

In seiner Kampagne „Danke, Freihandel.“ weist der VDMA zusammen mit seinen Mitgliedsfirmen auf die Bedeutung von offenen und freien Märkten für Handelsströme hin, die Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Mehr dazu unter: https://www.dankefreihandel.com und https://www.facebook.com/DankeFreihandel

vdma.org

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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