MEMA gewinnt seit zehn Jahren an Bedeutung

Meppen. Etwa 140 Gäste aus Wirtschaft, Politik und dem Bildungsbereich waren der Einladung zur Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre MEMA-Netzwerk“ ins Kreishaus gefolgt. Das Metall- und Maschinenbaunetzwerk (MEMA) der Emsland GmbH hat seit seinem Startschuss im Mai 2004 „eine Dynamik entwickelt, die wir nie vermutet hätten“, sagte Landrat Reinhard Winter bei der Begrüßung.

 

Mehr als 10.000 Teilnehmern aus 1000 Unternehmen haben an 330 Veranstaltungen in den vergangenen zehn Jahren teilgenommen, zog der Landrat Bilanz. Die durchgängigen Aktivitäten des Netzwerks, die sich mittlerweile über die Grenzen des Emslandes entlang der Ems-Achse ausgeweitet haben, stärke die regionale Wertschöpfungskette, so der Landrat weiter.

Als Partner von MEMA seien unter vielen anderen die Koninklijke Metaalunie, die Hochschule Osnabrück und die Hochschule Emden/Leer zu nennen. Besonders sei aber die ehrenamtliche Tätigkeit der Unternehmer im Netzwerk hervorzuheben. „Ein Netzwerk muss von denen gelebt werden, die täglich in der Praxis sind“, leitete Winter zu Ralf Saatkamp als ehrenamtlichem Lenkungskreissprecher des MEMA-Netzwerks über.

„Die Idee der offenen Betriebsbesichtigungen bildet das Fundament des Netzwerks“, zeigte sich Saatkamp, der als der Inhaber von System Trailers Fahrzeugbau GmbH einen mittelständischen Betrieb in Twist leitet, überzeugt. Besonders lobte er den wöchentlich erscheinenden Newsletter, in dem MEMA-Netzwerkmanager Maik Schmeltzpfenning freie Kapazitäten, arbeitssuchende Fachkräfte, die Möglichkeit, gemeinsame Messestände zu buchen und natürlich die Veranstaltungen bekannt macht.

Wie jede MEMA-Veranstaltung hatte auch die Jubiläumsfeier einen informativen Teil. „Maschinenbau im internationalen Wettbewerb – bleibt der Mittelstand auf der Strecke?“, so lautete der Vortrag von Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Verbandes Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Den starken Einfluss des Wirtschaftswachstums der sogenannten BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China – beleuchtete der Frankfurter. Inwieweit sich der deutsche Mittelstand in der Weltwirtschaft behaupten könne, war nicht nur wesentlicher Bestandteil seiner Ausführungen, sondern auch der anschließenden Podiumsdiskussion zwischen Wiechers, Saatkamp, Ralf Sempf, Leiter von Einkauf und Materialwirtschaft sowie Mitglied der Geschäftsleitung der MEYER WERFT GmbH Papenburg, sowie Franz-Josef Paus, Inhaber der Hermann Paus Maschinenfabrik GmbH in Emsbüren. Die Mischung aus Exzellenz der Produkte und Produktionsprozesse, umfassendem Service und maßgeschneiderter Technologie zeichne den Mittelstand aus, betonte Wiechers. Paus ergänzte, dass insbesondere die persönliche Bindung an den Geschäftspartner ein Pfund sei, mit dem Mittelständler wuchern könnten und das ihnen die Wettbewerbsfähigkeit sichere.

„Die wichtigsten Stunden sind die nach einer Veranstaltung, wenn man noch zusammensitzt“, mit diesen Worten aus Landrat Winters Ansprache folgten die MEMA-Netzwerkpartner im Anschluss an die Diskussion zu einem Austausch im Foyer des großen Sitzungssaals.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur kommenden Veranstaltungsreihe „10 Betriebsbesichtigungen im Jubiläumsjahr“ sind im Internet unter www.mema-netzwerk.de zu finden.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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