IHK-Konjunkturumfrage Kreis Herford: Zukunftserwartungen positiv

Herford. Die Stimmung in der heimischen Wirtschaft insgesamt hat sich gegenüber dem Herbst nochmals verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in ihrer Frühjahrskonjunkturumfrage, an der sich 284 Unternehmen mit 14.509 Beschäftigten aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beteiligten. „Das Konjunkturklima im Kreis Herford ist insgesamt positiv. Allerdings sind die Einschätzungen der Unternehmen in den einzelnen Branchen sehr differenziert zu betrachten“, unterstrich IHK-Vizepräsident Dirk-Walter Frommholz heute (26.02.2014) bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse.

„Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist für die Wirtschaft im Witte-kindskreis gegenüber dem Herbst deutlich von 126 Punkten auf aktuell 130 gestiegen. Damit liegt er über dem Niveau von Ostwestfalen mit 127 Punkten“, erklärte Frommholz. 

In der Industrie vermelden aktuell 29 Prozent eine gute Geschäftslage (Herbst: 30 Prozent), unzufrieden mit dem Verlauf ihrer Geschäfte sind dagegen 18 Prozent (Herbst: sechs Prozent). „Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage haben sich gegenüber dem Herbst verschlechtert, allerdings sind die Erwartungen deutlich gestiegen“, betonte der IHK-Vizepräsident und erläuterte: 51 Prozent rechnen mit eine Verbesserung ihrer Geschäftslage (Herbst: 50 Prozent), während nur vier Prozent von einer Verschlechterung ausgehen (Herbst: 13 Prozent). Deutliche Impulse würden durch die Auslandsumsätze erwartet. Bei Investitionen und Beschäftigung blieben die Unternehmen verhalten optimistisch. „Als größtes Risiko für die Konjunktur wird die Inlandsnachfrage angesehen: Hier zeigen sich sicherlich die Einschätzungen der Möbelindustrie und von deren Zulieferern“, hob Frommholz hervor. 

„Der Handel im Wittekindskreis ist in Summe weiterhin auf einem guten Kurs“, berichtete IHK-Vollversammlungsmitglied Rainer Döring. Dabei schätzten die Händler die Lage im Großhandel besser ein als im Einzelhandel. Die Erwartungen seien insgesamt erfreulich optimistisch, im Großhandel nochmals positiver als im Einzelhandel. „Die Ertragslage hat sich deutlich verbessert und auch hier sind die Erwartungen erfreulich“, bilanzierte Döring. Zudem wollen 14 Prozent der Händler Personal aufbauen, nur vier Prozent abbauen.

„Die Dienstleister haben eine sehr gute Konjunktur und die Erwartungen bleiben ausgesprochen optimistisch“, zog Döring hierfür ebenfalls ein positives Fazit. Die Ertragslage sei weiterhin stabil (Saldo +16; Herbst 2013 +8). Die Ertragserwartungen legten auch deutlich zu (Saldo +30, Herbst +9). „Und die Dienstleister suchen weiterhin Fachkräfte“, hob Döring hervor.

Nach Angaben des stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführers Harald Grefe lag der Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes 2013 im Kreis Herford um 2,1 Prozent über dem Vorjahresergebnis und stieg auf gut 5,6 Milliarden Euro. Dabei sei der Auslandsumsatz um 7,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gewachsen und der Inlandsumsatz um 0,1 Prozent auf 4 Milliarden Euro. Grefe: „Damit erzielte der Kreis neben der Stadt Bielefeld ein Wachstum, während Ostwestfalen einen Rückgang von 1,7 Prozent verzeichnete“. Die Zahl der Industriebeschäftigten sei leicht um 0,7 Prozent auf 24.557 gestiegen und befinde sich damit in etwa auf dem Niveau Ostwestfalens mit einem Wachstum von 1,1 Prozent.

www.ostwestfalen.ihk.de 

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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