Gewerbeflächenentwicklung hat hohe Priorität

Gewerbeflächenentwicklung: WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers und Mathias Kersting als WFM-Aufsichtsratsvorsitzender haben die Bilanz für das Jahr 2017 vorgestellt.
WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers und Mathias Kersting als WFM-Aufsichtsratsvorsitzender haben die Bilanz für das Jahr 2017 vorgestellt. Angesichts des Flächen-Engpasses ist das Gewerbeflächen-Entwicklungskonzept der Stadt ein guter Schritt nach vorne. (Foto: WFM/Martin Rühle)

Gewerbeflächenentwicklung: Mit einer durchschnittlichen Bilanz im Immobiliengeschäft hat die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) das Jahr 2017 beendet. Das Ergebnis von 16 verkauften Grundstücken und 61 ver­mittelten Immobilienobjekten ist angesichts des eingeschränkten Flächenangebots ein guter Wert. 15 Unternehmen mit zirka 100 Beschäftigten unterstützte die WFM bei der Neuansiedlung am Wirtschafts­standort Münster.

Des Weiteren konnte sie die Betreuung von 63 münsterischen Firmen mit fast 900 Mitarbeitern bei Immobiliengeschäften und weiteren Projektabwicklungen erfolgreich abschließen. So sind 2017 durch Mitwirkung der WFM knapp 720 Arbeits­plätze gesichert und zirka 270 Stellen neu geschaffen worden.

„Angesichts der großen Nachfrage von Investoren und Unternehmen hätten bei höherer Verfügbarkeit mehr Objekte vermarktet werden können“, erklärte WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers. „Die Stadt Münster lebt seit Jahren von der Dynamik ihrer leistungsstarken Wirtschaft. Wir benötigen deutlich mehr Manövriermasse, um weiter zu profitieren“, mahnte Robbers an. Exemplarisch nannte er den münsterischen Büromarkt mit einer historisch niedrigen Leerstandsquote von nur noch 2,0 Prozent.

Der WFM-Aufsichtsratsvorsitzende Mathias Kersting betonte, dass „der Gewerbeflächenentwicklung neben dem Wohnungsbau eine hohe Priorität eingeräumt werden muss, um die Zukunftsfähigkeit der prosperierenden Stadt Münster zu gewährleisten.“ Das Gewerbeflächen-Entwicklungs­konzept der Stadt bezeichnete er als einen guten Schritt nach vorne. „Die Wirtschaftsförderung, die 2017 aus den Möglichkeiten das Beste herausgeholt hat, benötigt langfristige Handlungsoptionen.“

Der WFM-Immobilienservice vermittelte 2017 insgesamt 61 Büro-, Hallen-, Handels-, Praxis- und Laborflächen mit einem Volumen von 19.371 Quadratmetern (Zehn-Jahres-Durchschnitt: 65/ca. 21.000 m²). Das Kerngeschäft in allen Sparten lag auf dem kleinteiligen Segment; der Durchschnitt bei 317,55 Quadratmetern pro Transaktion.

Mit 16 verkauften Grundstücken liegt die WFM im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Das abgesetzte Volumen von zirka 8,3 Hektar lag deutlich unter dem Durchschnittswert von zirka 11,4 Hektar. Die gefragtesten Standorte waren der Hansa-BusinessPark und das Gebiet Östliche Münsterstraße in Wolbeck mit jeweils vier Grundstücken.

Die WFM begleitet ihre Kunden bei der Beantragung von Fördermitteln für Unternehmens- und Gründungsberatungen sowie für die berufliche Weiterbildung. Insgesamt brachten 375 genehmigte Anträge zirka 382.000 Euro Fördermittel ein. Davon wurden Unternehmen und Gründer mit Beratungsbedarf in 106 Fällen mit fast 274.000 Euro gefördert. Nach 269 Anträgen zur Weiterbildungsförderung wurden 108.000 Euro genehmigt.

Das Interesse an der Existenzgründung hat noch nicht wieder den Wert vergangener Jahre erreicht. In konjunkturell guten Zeiten suchen Menschen die Festanstellung. 2017 erreichte die WFM mit 154 Erstberatungsgesprächen zumindest das Vorjahresniveau. Interessant: Die Existenzgründungswoche 2017 verzeichnete mit zirka 1.200 Teilnehmern mehr Resonanz als in den Vorjahren.

www.wfm-muenster.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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