GERRY WEBER kündigt nach schwierigem Geschäftsjahr 2014/15 Neuausrichtung an

Halle/Westfalen. Der Konzernumsatz der GERRY WEBER International AG betrug nach Vorlage vorläufiger Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 (1. November 2014 – 31. Oktober 2015) EUR 920 Mio. und das operative Ergebnis (EBIT) EUR 79 Mio. Entsprechend liegen Umsatz- und Ergebnis im Rahmen der Markterwartung.

Zum Konzernumsatz steuerte die im Februar 2015 erworbene Tochtergesellschaft HALLHUBER EUR 115 Mio. bei und erfüllte damit den beim Kauf erwarteten Umsatzbeitrag. Dabei trugen nicht nur die neu eröffneten eigenen Geschäfte zum Umsatzwachstum bei, sondern auch das Wachstum auf vergleichbarer Fläche von rund 3,2 %. HALLHUBER hat seit der Akquisition 57 neue Verkaufsflächeneröffnet und betrieb zum 31. Oktober 2015 insgesamt 275 in Eigenregie geführte Flächen.

Der Umsatz der GERRY WEBER Core Marken (GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON) betrug EUR 805 Mio. und reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr 2013/14 um rund 5,4 %. Das GERRY WEBER Core Retail Segment (ohne HALLHUBER) erzielte aufgrund des Flächenwachstums einen Umsatz von EUR 440 Mio. Dies entspricht einem Anstieg von rund 8,7 % im Vergleich zum Vorjahr 2013/14. Der Umsatz auf vergleichbarer Fläche verminderte sich hingegen um 4,4 % und folgte somit der allgemeinen negativen Marktentwicklung in Deutschland. Der vergleichbare Umsatz im deutschen Modeeinzelhandel verminderte sich im GERRY WEBER Geschäftsjahr um rund 2 %.

Das operative Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 134,2 Mio. auf EUR 115 Mio. HALLHUBER trug EUR 10 Mio. zum Konzern-EBITDA bei. Dabei ist zu berücksichtigen, dass HALLHUBER erst seit Februar 2015 in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Die Reduzierung des operativen Ergebnisses des Konzerns (EBIT) von EUR 108,9 Mio. auf EUR 79 Mio. beruht vor allem auf dem Rückgang der margenstarken Umsätze aus dem Wholesale Geschäft sowie der vergleichbaren GERRY WEBER Core Retail Flächen.

Ferner wirkte sich die erstmalige Einbeziehung von HALLHUBER negativ auf die EBIT- Marge aus, da HALLHUBER im Vergleich zu den GERRY WEBER Core Marken aufgrund der überdurchschnittlichen Expansion noch eine niedrigere operative Marge erzielt. Die EBIT-Marge des Konzerns reduzierte sich entsprechend von 12,8 % auf rund 8,6 %.

Vor dem Hintergrund des nicht zufriedenstellenden Geschäftsverlaufes der letzten Monate und des anhaltend herausfordernden Marktumfeldes für die Modeindustrie hat der Vorstand beschlossen, ein Programm zur Neuausrichtung der GERRY WEBER Gruppe aufzusetzen. Der Vorstand wird anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 26. Februar 2016 detailliert über das Programm, dessen Ziele und einzelne Maßnahmen berichten.

Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG, sagt: „Mit dem Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres 2014/2015 können wir nicht zufrieden sein. Unser Ergebnis sowie die anhaltend schwierige Lage der deutschen und internationalen Textilindustrie zeigen sehr deutlich, dass unser Unternehmen weiterhin vor grundlegenden Herausforderungen steht. Die seit Sommer 2015 angeschobenen Maßnahmen reichen angesichts der derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen nicht aus, um uns für die Zukunft optimal aufzustellen. Der Vorstand ist entschlossen, die gesamte GERRY WEBER Gruppe wieder zurück auf die Erfolgsspur zu bringen und die dafür notwendigen, weitergehenden Maßnahmen konsequent zu ergreifen. Daher erarbeiten wir aktuell ein Programm zur Neuausrichtung der GERRY WEBER Gruppe und werden anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 26. Februar 2016 detailliert über das Programm, dessen Ziele und einzelne Maßnahmen berichten.“

www.gerryweber.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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