Arbeitsmarkt Kreis Höxter

Kreis Höxter. Im Kreis Höxter konnte die Arbeitslosigkeit vor dem Hintergrund der Herbstbelebung und der saisonalen Einflüsse etwas stärker reduziert werden als im Kreis Paderborn. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 110 oder 2,9 Prozent auf 3.622 zurück. Erfreulich war dabei insbesondere der weitere Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 55 oder 13,5 Prozent.

Die Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit (1.042) gingen im Oktober deutlich über die Zahl neuer Arbeitslosmeldungen (936) hinaus. Allein 322 Abmeldungen waren auf den Beginn betrieblicher und schulischer Ausbildungen zurückzuführen.

Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird im Kreisgebiet jetzt um 125 oder 3,3 Prozent unterschritten.

Die Arbeitslosenquote ging gegenüber September von 5,0 auf 4,9 Prozent zurück, im Oktober 2013 lag die Quote bei 5,1 Prozent. Am günstigsten ist die Quote im Geschäftsstellenbezirk Warburg mit 4,7 Prozent (Vorjahr 5,2 %). Hier konnte die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 64 oder 6,1 Prozent auf 979 reduziert werden. Der Vorjahreswert wird um 102 oder 9,4 Prozent unterschritten. Im Geschäftsstellenbezirk Höxter beträgt die Quote 5,0 Prozent (Vorjahr ebenfalls 5,0 %). Die Arbeitslosigkeit ging im Oktober bei 2.643 Betroffenen um 46 oder 1,7 Prozent gegenüber September zurück, der Vorjahreswert wird um 23 oder 0,9 Prozent unterschritten.

„Typische jahreszeitliche Entwicklungen wie der Beginn betrieblicher und schulischer Ausbildungen und eine verhaltene Herbstbelebung führten im Oktober im Kreis Höxter zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit, besonders bei den jüngeren Arbeitslosen“, so Agenturchef Rüdiger Matisz zu den neuen Arbeitsmarktdaten. „Das ist erfreulich, da wir uns zusammen mit dem Jobcenter eine signifikante Senkung der Jugendarbeitslosigkeit zur Schwerpunktaufgabe gemacht haben. Mit einer Jugendarbeitslosenquote von 4,1 Prozent ist da schon ein recht guter Wert erreicht“, ergänzt der Agenturchef. „Die aktuelle Abnahme der Gesamtarbeitslosigkeit bewegte sich eher im unteren Bereich der langjährigen Oktober-Entlastung, gleichwohl sprechen die aktuellen Marktwerte für einen nach wie vor stabilen und aufnahmefähigen Arbeitsmarkt. Die Kräftenachfrage fiel mit 262 Stellenmeldungen eher verhalten aus. Trotz konjunktureller Unsicherheiten ist auch im November nochmals ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu erwarten“, hofft Matisz auf eine weitere Entlastung des Arbeitsmarktes im Kreis Höxter.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III – Arbeitslose) ging die Arbeitslosenzahl im Oktober um 68 oder 4,4 Prozent auf 1.464 zurück. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 6 oder 0,4 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung (SGB II – Arbeitslose) konnte die Arbeitslosigkeit im Oktober um 42 oder 1,9 Prozent auf 2.158 abgebaut werden. Die Vorjahreszahl wurde hier um 119 oder 5,2 Prozent unterschritten. Aktuell entfallen 59,6 Prozent der Arbeitslosen im Kreis Höxter auf den Bereich der Grundsicherung (Vorjahr 60,8 %).

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) ging im Kreis Höxter um 55 oder 13,5 Prozent auf 351 zurück. Vor Jahresfrist waren 421 Jugendliche arbeitslos. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,1 Prozent, im Vorjahr waren es noch 4,9 Prozent.

Bei den Älteren (über 50 Jahre) war im Oktober ebenfalls ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die Zahl reduzierte sich um 49 auf 1.298, das sind 10 mehr als im Oktober 2013. Die Arbeitslosenquote bei den Älteren beträgt zurzeit 5,3 % (Vorjahr 5,5 %).

Leicht abgenommen hat im Kreis Höxter die Langzeitarbeitslosigkeit, und zwar um 9 oder 0,7 Prozent auf 1.312. Die Vorjahreszahl wird allerdings um 104 oder 8,6 Prozent überschritten.

Die Kräftenachfrage – im Oktober wurden 262 freie Stellen gemeldet – blieb im Kreis Höxter deutlich hinter dem Septemberwert zurück (minus 128), unterschritt die Vorjahreszahl allerdings nur um 13 oder 4,7 Prozent. Der Bestand an unbesetzten Stellen lag am Monatsende mit einem Wert von 1.181 um 139 oder 13,3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Ein Großteil der Kräftenachfrage entfällt auf die Zeitarbeitsunternehmen (283 Stellen), aber auch das Verarbeitende Gewerbe (207), das Baugewerbe (192), das Gesundheits- und Sozialwesen (144), der Handel (98) und die Gastronomie (57) haben derzeit erheblichen Kräftebedarf.

www.arbeitsagentur.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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