Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet Bielefeld steigt geringfügig auf 11.887 arbeitslose Personen. (Bild: niekverlaan/ pixabay)
Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet Bielefeld steigt geringfügig auf 11.887 arbeitslose Personen. (Bild: niekverlaan/ pixabay)

Arbeitslosigkeit im Dezember

Bielefeld. „Der Winter sorgt für einen leichten Dämpfer am Arbeitsmarkt. In OWL stieg die Arbeitslosigkeit saisonbedingt leicht an. Der Arbeitsmarkt im Stadtgebiet Bielefeld zeigt sich im Dezember hingegen robust. Mit einer Zunahme um nur 5 Personen, sind in Bielefeld fast genauso viele Menschen arbeitslos gemeldet wie im November.

Besonders freut uns, dass zum Jahresende 2018 der Arbeitslosenbestand in Bielefeld um 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. Mit Einsetzen der Frühjahrsbelebung erwarten wir für die nächsten Monate moderate Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit, wenn auch weniger stark als in den Vormonaten. Auch im neuen Jahr geht es aber am Arbeitsmarkt weiter aufwärts.“

Daten zur Arbeitslosigkeit

Im Dezember befanden sich 11.887 Personen in der Erwerbslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit blieb damit beinahe konstant (+5 gemeldete Arbeitslose) im Vergleich zum Vormonat. Das Niveau der Arbeitslosigkeit in der Stadt Bielefeld liegt deutlich unter dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Dezember 2017 betrug der Rückgang 9,0 Prozent (-1.175 Personen). Die Quote der Arbeitslosigkeit in der Leineweberstadt liegt in diesem Monat unverändert bei 6,7 Prozent.

Nach besonderen Personengruppen am Arbeitsmarkt betrachtet zeigt sich der Dezember unterschiedlich ausgeprägt. In fast allen Personengruppen ist die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr deutlich gesunken. Im direkten Vergleich der Dezembermonate 2017 und 2018, reichte die Spanne der Rückgänge von

-14,0 Prozent bei den Ausländern, -13,4 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen bis -10,2 Prozent bei der Gruppe der unter 25-Jährigen. Unter den schwerbehinderten Menschen nahm im Vorjahresvergleich hingegen die Arbeitslosigkeit um 1,0 Prozent zu.

Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage

Im Dezember wurden der Arbeitsagentur und dem Jobcenter von den Betrieben in der Stadt Bielefeld 596 Stellen zur Besetzung bekannt gegeben. Das waren 0,2 Prozent (-1 Stelle) weniger als im November. Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Stellenmeldungen um 31,9 Prozent (279 Stellen) niedriger aus. Insgesamt ist der Bestand an freien Stellen, die der Arbeitsagentur und dem Jobcenter zur Vermittlung zur Verfügung stehen, mit 3.601 niedriger als im Vorjahr (-84 Stellen oder -2,3 Prozent).

Unter den neu gemeldeten 596 Arbeitsstellen im Dezember wurden von Arbeitgebern besonders die Berufsbereiche Verkehr und Logistik (ohne Fahrer) mit 55 Stellen, Berufe in der Unternehmensführung und -organisation mit 54 Stellen, Führer von Fahrzeugen und Transportgeräten (44 Stellen), Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe mit 38 Stellen, sowie Mechatronik,- Energie-, und Elektroberufe mit 38 Stellen nachgefragt. Von den insgesamt 596 Stellenmeldungen entfallen 35,7 Prozent auf die Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit).

Entwicklungen bei Jobcenter und Arbeitsagentur

SGB III (Arbeitslosenversicherung): In der Stadt Bielefeld waren im Dezember im Rechtskreis SGB III bei der Agentur für Arbeit Bielefeld 3.410 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 75 Personen oder 2,2 Prozent mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Zahl der Arbeitslosen um-2,5 Prozent (-87 Personen).

SGB II (Grundsicherung „Hartz IV“): Beim Jobcenter in der Stadt Bielefeld waren im Dezember 8.477 Arbeitslose gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl derjenigen, die auf die Grundsicherung angewiesen sind, um 0,8 Prozent (-70 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Menschen in der Grundsicherung stark zurückgegangen (-11,4 Prozent oder -1.088 Personen).

Der Blick in den Agenturbezirk

Die Arbeitslosigkeit nahm im Bezirk der Agentur für Arbeit Bielefeld, zu dem das Stadtgebiet Bielefeld und der Kreis Gütersloh zählen, im Dezember geringfügig ab.

• Arbeitslosenzahl (Dezember 2018, Agenturbezirk): 19.524
• Veränderung gegenüber Vormonat: -10 bzw. -0,1 %
• Veränderung gegenüber Vorjahresmonat: -2.137 bzw. -9,9 %
• Arbeitslosenquote (Dezember 2018, Agenturbezirk): 5,0 %
• Arbeitslosenquote (Vorjahreswert): 5,7 %

Der Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe

Mit dem Beginn des Winters im Dezember stagnierte die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Ostwestfalen-Lippe. So stieg in unserer Region die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Vergleich zum November 2018 leicht um 0,8 Prozent auf 55.422 Personen. Das sind insgesamt 447 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote verbleibt bei 4,9 Prozent. Mit diesem Stand liegt sie 0,5 Prozentpunkte unter dem Ergebnis für den Dezember 2017.

Der Vergleich mit dem Vorjahresmonat stimmt positiv. Im Dezember 2017 waren noch 8,1 Prozent oder 4.867 Menschen mehr ohne Arbeit registriert. Damit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Region Ostwestfalen-Lippe weiter über NRW-Schnitt. In NRW konnte die Zahl der arbeitslosen Menschen von Dezember 2017 zu Dezember 2018 um 7,2 Prozent reduziert werden.

Erfreulich ist, dass der zu beobachtende Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin fast alle Personengruppen betrifft. Demnach profitierten von der guten Entwicklung Jugendliche, Langzeitarbeitslose oder auch Ausländer, deren Arbeitslosigkeit aufgrund der Fluchtmigration zugenommen hatte.

Die Zahl der offenen Stellen, die von den Jobcentern und Arbeitsagenturen in OWL angeboten werden konnten, lag auch im Dezember auf einem hohen Niveau. Gleichwohl lag der Bestand mit 20.787 freien

Stellen um 403 Stellen niedriger, als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig sank die Zahl der von den Arbeitgebern in der Region gemeldeten neuen Stellen im Dezember. Dabei zeigen sich allerdings starke Unterschiede zwischen den Regionen in OWL.

Die günstigste Arbeitslosenquote in unserer Region findet sich im Agenturbezirk Paderborn (4,5 Prozent), gefolgt von den Bezirken Herford (4,7 Prozent), Bielefeld (5,0 Prozent) und Detmold (5,7 Prozent). Alle Regionen liegen damit deutlich unter dem Landesschnitt von 6,4 Prozent.

www.arbeitsagentur.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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