Zur vom DIHK in Auftrag gegebenen Studie „Autonomes Fahren“ von KE-Consult gab DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben eine Erklärung ab. (Foto: AutoPhotography/ pixabay)
Zur vom DIHK in Auftrag gegebenen Studie „Autonomes Fahren“ von KE-Consult gab DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben eine Erklärung ab. (Foto: AutoPhotography/ pixabay)

DIHK Studie Autonomes Fahren

„Die Studie zeigt: Automatisiertes und am Ende der Entwicklung autonomes Fahren bringt nicht nur der Logistikbranche, sondern allen Unternehmen spürbare Vorteile. Der Straßenverkehr wird kostengünstiger, zuverlässiger, sicherer und umweltfreundlicher. Touren können optimiert, Waren schneller und pünktlicher zum Kunden gebracht werden. Daher plädiert der DIHK dafür, diese Technologie zügig voranzutreiben.

Deutschland hat das Know-How, um bei der Entwicklung und Einführung dieser neuen Technik eine Führungsposition einzunehmen. Allerdings braucht die Wirtschaft hierfür die Unterstützung der Politik bei den Rahmenbedingungen – beispielsweise über eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung.

Studie Autonomes Fahren

Durch automatisiertes bzw. autonomes Fahren lassen sich die Nutzungskapazitäten auf unseren Autobahnen um zehn Prozent steigern, an Verkehrsknoten lassen sie sich der Studie zufolge sogar verdoppeln: Das trägt – zusammen mit dem Ausbau des Verkehrsnetzes – dazu bei, Staus zu vermeiden. Auch das Bild des Berufskraftfahrers wird sich dadurch wandeln. Da sich der Prozess hin zum vollautonomen Fahren aber noch über viele Jahre hinziehen wird, bleiben Berufskraftfahrer in den kommenden Jahrzehnten weiterhin wichtige Fachkräfte.

Selbst bei sehr vorsichtiger Schätzung ergeben sich laut Studie für unsere Volkswirtschaft bis 2030 positive Effekte von rund 8 Mrd. Euro jährlich. Langfristig ist bei weiteren technischen Fortschritten mit jährlichen Kostensenkungen von mindestens 15 Mrd. Euro jährlich zu rechnen. Das entspricht etwa der Summe, die Wirtschaft und Bürger jährlich für Kfz-Steuer und Lkw-Maut zu zahlen haben. Die CO2-Emissionen verringern sich dabei zugleich um 6,2 Mio. Tonnen. Dies entspricht den CO2-Emissionen einer Großstadt mit 700.000 Einwohnern.

Autonomes Fahren wird noch weitere positive Wirkungen haben: So ergeben sich für dünn besiedelte ländliche Räume neue Perspektiven: Der öffentliche Nahverkehr kann beispielsweise speziell auf die Bedürfnisse von Menschen ohne Führerschein, wie Azubis oder Senioren, ausgerichtet werden. Durch die verbesserte Mobilität erhöht sich die Attraktivität dieser Regionen auch als Wirtschaftsstandort. Dadurch sinkt auch der Druck auf die Ballungsräume. In den Städten müssen weniger wertvolle Innenstadtflächen für parkende Pkw vorgehalten werden. Diese Flächen können künftig anders, beispielsweise für Gewerbe, genutzt werden.“

www.dihk.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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