Seehofer fordert von Nachfolgekandidaten Harmonie

Seehofer fordert von Nachfolgekandidaten Harmonie München (dapd). Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer warnt vor einem Machtkampf um seine Nachfolge. Diese Frage solle „nicht im Konflikt, sondern im Einvernehmen“ gelöst werden, sagte Seehofer dem „vbw-Unternehmermagazin“. Er fügte hinzu: „Streit wird nicht goutiert – das sollte die CSU für alle Zeiten bedenken.“ Der Ministerpräsident hatte bereits im September angekündigt, er werde im Falle seiner Wiederwahl 2013 die gesamte Legislaturperiode im Amt bleiben. Im Jahr 2018 sei aber definitiv „Schluss“. Einen vorzeitigen Verzicht auf den CSU-Vorsitz lehnt Seehofer ab. Er mahnte in dem am Samstag veröffentlichten Interview: „Eine Trennung von CSU-Vorsitz und Ministerpräsidentenamt zur Unzeit geht schief. Darauf zu vertrauen, eine Ämtertrennung verdopple die Schlagkraft, ist blauäugig. Sie halbiert sie eher.“ Mehr als vier mögliche Nachfolger denkbar Der 63-Jährige fügte hinzu: „Wenn Sie das Land richtig regieren und die CSU weiter zu einer stabilen Partei formen wollen, müssen beide Ämter in einer Hand liegen.“ Er bekräftigte zugleich, dass zum Kreis seiner möglichen Nachfolger sowohl Bundesagrarministerin Ilse Aigner und Bayerns Finanzminister Markus Söder als auch die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer und Innenminister Joachim Herrmann zählen. Es sei aber „möglich, dass sich innerhalb von einigen Jahren noch weitere Persönlichkeiten herausbilden“. Dabei komme es nicht auf „brave Gefolgschaft“ an, sagte Seehofer. Er fügte hinzu: „Dann wäre man nicht als Regierungschef geeignet. In dieser Verantwortungsstufe sollte man zwar menschlich fairen Umgang pflegen, aber in erster Linie müssen Sie Führung zeigen und Orientierung geben.“ Er wolle jedoch „Harmonie zwischen denen, die die politische Bühne verlassen wollen und denen, die noch stärker ins Rampenlicht wollen“. Freundliche Worte für die FDP Seehofer versicherte zugleich trotz des Streits mit der FDP über die Studiengebühren, dass er die schwarz-gelbe Koalition nach der Landtagswahl 2013 fortsetzen will. Bayern stehe in allen Belangen so gut da wie nie zuvor. Der CSU-Chef fügte hinzu: „Ein erfolgreiches Team soll man nicht wechseln. Deshalb bin ich dafür, dass diese Regierung sich bei den Wählern um eine Vertragsverlängerung bemüht.“ Dann habe der Wähler das letzte Wort. Seehofer bestritt, sich bereits Gedanken über Alternativen zur FDP zu machen: „Wir haben zu akzeptieren, was die Wähler entscheiden. Darüber zu spekulieren, was wäre wenn, ist verlorene Zeit.“ Der CSU-Chef betonte: „Mit meinem Zeitbudget gehe ich sehr effizient um.“ dapd (Politik/Politik)

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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