NRW geht in die Offensive bei Industrie 4.0

Hannover. Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft diskutierten am 13. April vor ca. 100 Teilnehmern auf der Hannover Messe den Stellenwert von Industrie 4.0 für den nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau.

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark – NRW nutzt Chancen von Industrie 4.0“ diskutierten NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Wolf D. Meier-Scheuven, Clustersprecher ProduktionNRW und Geschäftsführer BOGE Kompressoren Otto Boge GmbH & Co. KG, Gerd Hoppe, Mitglied der Geschäftsleitung von Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, sowie Dr. Beate Stahl, Projektleitung VDMA Forum Industrie 4.0.

Die von ProduktionNRW organisierte Podiumsdiskussion fand traditionell am Nachmittag des ersten Messetags auf dem gut besuchten Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein- Westfalen statt. Die Diskussionsrunde beschäftigte sich mit dem Zukunftsthema Industrie 4.0 und beleuchtete verschiedene Perspektiven, die für den Mittelstand wichtig sind.

Ideales Umfeld für Industrie 4.0 in NRW

Industrie 4.0 ist das Megathema der Hannover Messe, das die gesamte Branche bewegt, und ist das Zukunftsthema für Nordrhein-Westfalen. Die enge Verzahnung von Produktion, Wissenschaft, Forschung und Dienstleistungen sowie die Nähe zu Absatz- und Beschaffungsmärkten sind ein großes Plus für den Standort Nordrhein-Westfalen und bilden ein ideales Umfeld für den Entwicklungsprozess von Industrie 4.0. Nordrhein-Westfalen hat die besten Chancen, an der Spitze dieser Entwicklung zu stehen und seine Position als weltweiter Top-Anbieter für Industrie 4.0 weiter auszubauen.

„Die Unternehmen des nordrhein-westfälischen Maschinenbaus geben mit ihren Innovationen Impulse für die zahlreichen Branchen, die ihre Produkte einsetzen. Sie schaffen die Grundlage für digitalisierte Kommunikation und liefern Technologien, um Ressourcen in den Bereichen Energie und Klima, Ernährung und Mobilität effizienter zu nutzen. So leistet die Branche einen großen Beitrag dazu, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden auszubauen“, erklärt Duin.

Hoppe unterstrich die Katalysatorfunktion von Industrie 4.0-Entwicklungen: „Industrie 4.0 gibt Unternehmen die Möglichkeit, eine adaptive Produktionsumgebung aufzubauen sowie neue Produkte und Eigenschaften umzusetzen, die es erlauben, weltweit eine Spitzenposition einzunehmen.“ Dabei sei Industrie 4.0 kein Wert an sich, betonte Stahl, sondern müsse sich auf Produktions-, Produkt- und Dienstleistungsebene auszahlen, um insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen nutzbringend umgesetzt zu werden.

NRW stark im Zusammenspiel

Industrie 4.0 lebt vom Schulterschluss entlang der Wertschöpfungskette und vom Blick über den Tellerrand hinaus. „Bedeutende Innovationen gelingen selten im Alleingang“, erklärte Meier-Scheuven. „Vernetzung innerhalb und außerhalb traditioneller Branchendefinitionen – national und international – ist insbesondere bei der Umsetzung einer Industrie 4.0 eine wichtige Erweiterung der eigenen Möglichkeiten.“ Wie gelungene Vernetzung funktionieren kann, zeigen die Cluster ProduktionNRW und das Spitzencluster it’s OWL auf der Hannover Messe Industrie mit der Präsentation von neuen Lösungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren.

Um NRW auf dem Feld von Industrie 4.0 weiter voranzubringen, fördert NRW Start-ups und junge Unternehmen. „Mit unserer Innovationsstrategie möchten wir Erfinder unterstützen, Gründungen erleichtern und nicht zuletzt den Technologie- und Wissenstransfer speziell im Mittelstand fördern und Hochschulen in die Lage versetzen, Forschungs- und Entwicklungsprojekte erfolgreich umzusetzen“, nennt Duin einige Ansätze in der politischen Weichenstellung des Landes in Bezug auf Forschung & Innovation.

Das Fazit der Diskussionsrunde: Der nordrhein-westfälische Maschinen- und Anlagenbau ist sowohl auf Unternehmens- als auch auf Forschungsseite hervorragend positioniert, um die Chancen einer Industrie 4.0 nutzen zu können. Dabei muss der Maschinenbau schnell und offensiv die sich bietenden Chancen ergreifen, um ganz vorne mitspielen und gleichzeitig alle Möglichkeiten der Vernetzung nutzen.

www.vdma.org

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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