Damit ein E-Bus auch Strom tanken kann wurden in Düstrup zwei Schnellademasten errichtet. (Foto: Stadtwerke Osnabrück / Uwe Lewandowski)
Damit ein E-Bus auch Strom tanken kann wurden in Düstrup zwei Schnellademasten errichtet. (Foto: Stadtwerke Osnabrück / Uwe Lewandowski)

Bauarbeiten an der E-Bus-Endwende in Düstrup fertig

Osnabrück. Fahrstrom per Haube: Die Stadtwerke-Arbeiten für den Bau der neuen E-Bus-Endwende in Düstrup stehen kurz vor dem Abschluss. Künftig werden hier die E-Busse der neuen M1-Linie über einen Stromabnehmer auf dem Fahrzeugdach und eine Ladehaube am Mast geladen.

„Wir werden mit den Arbeiten in Düstrup früher fertig als ursprünglich geplant“, sagt Joachim Kossow, Stadtwerke-Projektleiter für die E-Bus-Einführung. Im August hatten die Arbeiten an der Düstruper Straße begonnen. Zunächst wurde eine neue Einstiegshaltestelle gebaut und in Betrieb genommen. Anschließend folgte die neue Endhaltestelle mit den beiden für die E-Busse benötigten Schnelllademasten. Für die dafür erforderliche Stromversorgung wurde in dieser Woche östlich der Straße „Am Gut Sandfort“ ein neues Ladestationsgebäude aufgestellt. Diese Station wird Anfang Dezember an den bestehenden Trafo der SWO Netz GmbH angeschlossen und geht dann in den Testbetrieb. Zudem folgen noch die Arbeiten an der Mobilitätsstation in Düstrup, die den Fahrgästen künftig eine bessere Verknüpfung zwischen den Verkehrsmitteln ermöglicht.

Änderung in der Linienführung

Im Zuge der bereits abgeschlossenen Bauarbeiten ändert sich ab kommenden Montag, 12. November, die Linienführung der Busse. Die Linie 41 endet an der bisherigen Endhaltestelle an der Düstruper Straße, nimmt dann den Kreisverkehr und setzt an der gegenüberliegenden Einstiegshaltestelle wieder ein. Von dort führt der neue stadteinwärtige Linienweg direkt über die Düstruper Straße zum Kreisel Voxtrup. Die Haltestelle „Am Heidkotten“ wird nur durch die Einsatzwagen bedient, die Haltestelle „Spitze“ wird auf der Düstruper Straße neu eingerichtet. Die Haltestelle „Spitze“ auf der Meller Landstraße wird von der Linie 41 nicht mehr bedient, aber weiterhin von den Linien 81, 82 und N4 in Richtung Neumarkt angefahren.

„Grünes Licht“ in Haste

Am anderen Ende der neuen E-Buslinie in Haste liegen die Stadtwerke allerdings hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Mittlerweile liegt die Plangenehmigung für den Bau der neuen Endwende am Östringer Weg vor. Am kommenden Mittwoch, 14. November, werden die Stadtwerke die dort benötigte Trafostation errichten. Der genaue Montagetermin für die Lademasten steht noch nicht fest. „Klar ist aber, dass wir aufgrund der Verzögerungen den ursprünglich anvisierten Termin für den Betriebsstart der neuen E-Buslinie M1 nicht halten können“, erläutert Kossow. Die M1 wird in Betrieb gehen, sobald auch in Haste die neue Endwende inklusive Schnellladestationen steht.

E-Bus-Angebot wird wachsen

Mitte Oktober war der erste der 13 von den Stadtwerken bestellten E-Busse vom Typ VDL Citea SLFA-181 Electric in Osnabrück eingetroffen. Hersteller und Systempartner für die komplette Ladeinfrastruktur ist die VDL Bus & Coach bv aus den Niederlanden. In den kommenden Tagen und Wochen werden sukzessive die nächsten Fahrzeuge aus dem VDL-Werk im belgischen Roeselare per Tieflader angeliefert. Im Laufe dieses Monats starten auch die Testfahrten im Osnabrücker Stadtgebiet.

Hintergrund

Die neue E-Buslinie M1 zwischen Düstrup und Haste soll im ersten Quartal 2019 in Betrieb gehen. In den kommenden Jahren sollen weitere Busachsen im Stadtgebiet schrittweise elektrifiziert werden. Die sukzessive Elektrifizierung des Nahverkehrs in Osnabrück ist ein wesentlicher Baustein des gemeinsamen Projekts „Mobile Zukunft“ von Stadt und Stadtwerken Osnabrück. Hierzu gehören nachhaltige Mobilitätskonzepte, die Förderung der umweltfreundlichen Nahmobilität, Förderung der E-Mobilität sowie die Stärkung des Radverkehrs und die Förderung des ÖPNV.

www.swo.de/e-bus

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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