Mehr Frauen in OstWestfalenLippe in Managementpositionen

Bielefeld. Der Anteil an Frauen in Top- und Mittelmanagementpositionen in ostwestfälisch-lippischen Unternehmen ist von 2006 bis 2014 von 11,9 Prozent auf 18,2 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kompetenzzentrums Frau und Beruf der OstWestfalenLippe GmbH.

„Es ist für Frauen und Unternehmen gleichermaßen eine erfreuliche Entwicklung in OstWestfalenLippe. Dennoch gibt es noch viel zu tun, um das weibliche Fachkräftepotenzial für Unternehmen weiter zu heben. Die Förderung und Entwicklung von Fachkräften ist eine der wichtigsten Aufgaben für Unternehmen, um dem prognostizierten Fachkräftemangel als Folge des demografischen Wandels entgegenzuwirken“, betont Agnieszka Salek, Leiterin des Fachbereichs Frau und Beruf der OstWestfalenLippe GmbH.

Die Studie umfasst 21.200 Managerinnen und Manager in OstWestfalenLippe, davon 3.800 Frauen. Berücksichtigt wurden Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 2 Mio. Euro.

Im Top-Management waren es 2006 noch 6,6 Prozent Frauen. 2014 lag die Quote bei 10,3 Prozent. Im mittleren Management stieg der Frauenanteil im gleichen Zeitraum von 17,4 Prozent auf 25,2 Prozent. Damit ist der Frauenanteil in mittleren Managementpositionen mehr als doppelt so groß wie im Top-Management.

Im Top- und Mittelmanagement liegen die Kreise Minden-Lübbecke (19,8 Prozent), Herford (19,3 Prozent) und die Stadt Bielefeld (18,4 Prozent) über dem OWL-Durchschnitt (18,2 Prozent), während die Kreise Lippe und Höxter mit jeweils 17,9 Prozent und der Kreis Gütersloh mit 17,0 Prozent leicht darunter liegen.

„Unternehmen, die auf qualifizierte weibliche Fach- und Führungskräfte setzen, steigern ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Bewältigung des demographischen Wandels und positionieren sich als attraktive Arbeitgeber. Viele Unternehmen in OstWestfalenLippe sind dabei, die dafür notwendigen Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen, um das Fachkräftepotenzial von Frauen besser ausschöpfen zu können. Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf unterstützt Unternehmen in der Region aktiv, Angebote auch für Frauen zu entwickeln“, so Salek.

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf OstWestfalenLippe hat das Ziel, die beruflichen Chancen von Frauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in OstWestfalenLippe nachhaltig zu verbessern. Deshalb steht der Dialog mit der Wirtschaft im Mittelpunkt des Handelns, um das bisher ungenutzte weibliche Fachkräftepotential zu heben. Träger des vom Land NRW finanzierten Kompetenzzentrums ist die OstWestfalenLippe GmbH.

Die Studie ist als Download verfügbar unter www.ostwestfalen-lippe.de.

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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