Zehn Jahre Sozialgesetzbuch II: MaßArbeit zieht Bilanz

Über eine erfolgreiche Bilanz im Jahr 2014 freuen sich (von links) Landrat Michael Lübbersmann, MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf sowie Siegfried Averhage, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit (von links). (Foto: Landkreis Osnabrück)
Über eine erfolgreiche Bilanz im Jahr 2014 freuen sich (von links) Landrat Michael Lübbersmann, MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf sowie Siegfried Averhage, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit (von links). (Foto: Landkreis Osnabrück)

Osnabrück. Weniger Arbeitslose, weniger Bedarfsgemeinschaften, mehr Integrationen von Frauen auf dem ersten Arbeitsmarkt: Die MaßArbeit schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück. Zudem kann die kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises Osnabrück eine weitere postive Zwischenbilanz ziehen, denn vor zehn Jahren wurde das Sozialgesetzbuch II eingeführt: „Die Entscheidung des Landkreises, als Optionskommune die Betreuung der Langzeitarbeitslosen zu übernehmen hat sich als richtig erwiesen. Durch die dezentrale Organisationsstruktur sind wir nah an den Menschen“, sagt Landrat Michael Lübbersmann.

Im Durchschnitt des Jahres 2014 lag die Arbeitslosigkeit im Landkreis Osnabrück bei 7.728 Personen. Davon sind 51 Prozent „Kunden“ der Arbeitslosenversicherung nach dem SGB III und damit der Agentur für Arbeit, während 49 Prozent Arbeitslosengeld II beziehen und zur MaßArbeit gehören. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate sank die Zahl der Arbeitslosen im SGB II von 3722 auf 3562. Auch bei den Bedarfsgemeinschaften konnte die MaßArbeit eine postive Entwicklung feststellen. Hier gab es einen Rückgang von 7.865 auf 7580.

Ein Grund für den Erfolg sieht Lübbersmann in der individuellen Arbeit vor Ort in den acht Außenstellen, die Beratung und Qualifizierung aus einer Hand ermöglichten: „Wir liefern keine Angebote von der Stange, sondern entwickeln maßgeschneiderte Lösungen für die Integration in den Arbeitsmarkt“, betont der Landrat. Die guten Ergebnisse seien allerdings nicht allein auf die Tätigkeit des sogennaten Eingliederungsbereichs zurückzuführen, ergänzt Siegfried Averhage, Leiter des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Arbeit: „Entscheidend ist, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Bereich Leistungsgewährung reibungslos funktioniert.“

Einen weiteren Erfolgsfaktor sieht Averhage im engen Kontakt zu den Unternehmen durch den ArbeitgeberService der MaßArbeit: „Die Unternehmen bekommen bei der Suche nach den geeigneten Mitarbeitern schnelle und unbürokratische Unterstützung. Das ist gerade für viele kleine und mittlere Betriebe eine große Entlastung.“

Als ein erfolgreiches Beispiel für die zielgruppenorientierte Förderung ist die Initiative „Frauen. Leben. Job. – Start in den Beruf mit Kindern“ zu nennen, die die MaßArbeit 2012 gestartet hat. Daten, die dieses Urteil belegen: Zwischen 2007 und 2014 wurden 28.600 Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt vorgenommen. Darunter waren mehr als 11.000 Vermittlungen von Frauen. Darüber hinaus waren insbesondere die Vermittlungszahlen von alleinerziehenden Frauen im vergangenen Jahr so gut wie noch nie zuvor, berichtet MaßArbeit-Vorstand Sabine Ostendorf. 2014 wurden 500 Alleinerziehende Frauen in den Arbeitsmarkt integriert. Lag die Zahl der Alleinerziehenden, die Anfang 2014 Arbeitslosengeld II bezogen, noch bei rund 2000, war diese bis zum Jahresende auf rund 1800 gefallen. „Um Kinder und Berufseinstieg unter einen Hut zu bekommen müssen die Angebote genau auf die Situation der Frauen abgestimmt werden. In diesem Zusammenhang haben sich Teilzeitausbildung und Teilzeitqualifizierungen bewährt“, sagt Ostendorf.

Ein weiteres Bespiel für die maßgeschneiderte Förderung von Zielgruppen zeigt sich bei jungen Menschen. Im vergangenen Jahr unterstützte die MaßArbeit 463 von ihnen erfolgreich bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz. Die Arbeitslosenquote bei den unter 25-Jährigen liegt derzeit bei 0,4 Prozent. Seit Anfang 2013 gibt es in allen Außenstellen zudem Mitarbeiter, die sich gezielt um die Vermittlung von Arbeitslosen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen kümmern. Bei der Suche nach dem passenden Arbeitsplatz gehe es vor allem darum, die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen dieser Menschen zu erkennen und passgenau in Arbeit zu vermittlen, erläutert Ostendorf.

www.landkreis-osnabrueck.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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