Wirtschaftsstandort Münsterland – Auftaktveranstaltung des Projekts „Enabling Innovation Münsterland“

Ministerin Svenja Schulze gemeinsam mit den Landräten der Kreise des Münsterlandes, der Bürgermeisterin der Stadt Münster, der Regierungsvizepräsidentin und dem Vorstand des Münsterland e.V. / V.l.: Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Dr. Olaf Gericke, Wendela-Beate Vilhjalmsson, Dr. Christian Schulze Pellengahr, Dr. Kai Zwicker, Dr. Klaus Effing, Klaus Ehling, Dorothee Feller. (Foto: Arne Pöhnert)

Greven. Die Innovationsregion Münsterland wird greifbar: Die Auftaktveranstaltung des Projekts „Enabling Innovation Münsterland“ brachte in der CLOUD/Factory Hotel in Münster über 350 Gäste aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, die sich von zündenden Ideen, wichtigen Trends und potenziellen Kooperationspartnern in der Region inspirieren ließen. Ziel von „Enabling Innovation Münsterland“ ist es, die Konturen der Innovationsregion Münsterland zu schärfen und Innovationskompetenzen im Netzwerk voranzutreiben.

Die Bedeutung von regionaler Innovationskompetenz betonte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in ihrer Keynote: „Es ist wichtig für Regionen, die eigenen Kompetenzen zu erkennen und in diese auch gezielt zu investieren. Nur dann werden Innovationen vorangetrieben und die Region kann Alleinstellungsmerkmale entwickeln.“

„Mit Enabling Innovation stärken wir den Wirtschaftsstandort Münsterland“, sagte Klaus Ehling, Vorstand des Leadpartners Münsterland e.V. „Wir wollen die Bildung thematischer Netzwerke fördern, damit Innovationen schneller marktreif werden und unsere Region neue Wege gehen kann.“

Um das Münsterland zur Schmiede für neue Ideen zu machen, haben die Enabling-Projektpartner in Expertengesprächen, Unternehmensbefragungen und durch umfangreiche Recherche Innovationskompetenzfelder des Münsterlandes herausgearbeitet. Diese stellten sie bei der Auftaktveranstaltung vor: Großes Potenzial hat das Münsterland in den Bereichen Digital Solution (digitale Lösungen), Life Sciences (Lebenswissenschaften), Engineering Pro (Ingenieursleistungen), Materials and Surfaces (Werkstoffe und Oberflächen) und Sustainable Eco (Nachhaltigkeit).

Beispiele aus diesen Bereichen konnten die Gäste auf einem „Markt der Innovationen“ erleben und testen, wie etwa einen Roboter der Firma CLK GmbH, einen Elektroroller („Scrooser“) mit Steuerungselektronik aus dem Münsterland oder ausgewählte Proben aus dem Food-Lab der FH Münster. Für einen literarischen Blick in die Zukunft sorgte der Erfolgs-Autor und ehemalige „Guardian“-Journalist Martin Walker: er brachte das Publikum mit Passagen aus seinem Zukunftsthriller „Germany 2064“ zum Nachdenken über Gegenwart und Zukunft. Ein weiteres Highlight war für das Publikum ein Blindstorming zum Thema „Megatrends im Münsterland“ von Andreas Steinle (Zukunftsinstitut): Mit Masken auf den Augen konnten die Teilnehmer zukünftige Entwicklungen im Kopf durchspielen.

Matthias Günnewig, Geschäftsleiter der Technologieförderung Münster GmbH, sieht die Region bereits auf einem guten Weg: „Mit der Entwicklung der Innovationskompetenzfelder stellen wir Prozesse und Technologien in den Mittelpunkt. Inhaltlich werden wir Maßnahmen entwickeln, die unseren Unternehmen helfen, schneller und interdisziplinärer Produkte und Leistungen als Antwort auf die großen Trends der Gesellschaft zu entwickeln.“

„In einzelnen Bereichen ist das Münsterland schon sehr stark“, sagt auch Bernd Büdding, Projektleiter beim Münsterland e.V. „Jetzt geht es darum, die richtigen Akteure zusammenzuführen, damit Synergien entstehen. Wir müssen unsere Stärken stärken.“

Regionale Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen sind nun dazu aufgefordert, mit „Enabling Innovation Münsterland“ zusammenzuarbeiten und sich inspirieren zu lassen. Dazu können sie an Infoveranstaltungen und Workshops zu den Innovationskompetenzen der Region teilnehmen, oder sich neu vernetzen. Einen besonderen Stellenwert haben die sogenannten regionalen „Fokusprojekte“. Sie sollen helfen, die Infrastrukturen für Innovationen in der Region zu verbessern und langfristig zu stärken. Dazu zählen zum Beispiel eine münsterlandweite FabLab-Struktur mit Angeboten zur Erprobung von 3D-Druck, die Planungen für ein „Haus der Bionik“ in Bocholt oder die Entwicklung eines Konzepts für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum unter Einsatz von Telemedizin. Diese Projekte sollen dabei helfen, das Münsterland in den Innovationskompetenzfeldern langfristig voranzubringen.

www.muensterland.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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