Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht it´s OWL

Paderborn. Am Dienstag informierte sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft über Potenziale und Lösungen der Digitalisierung aus dem Spitzencluster it´s OWL. Im Innovation Lab von Wincor Nixdorf konnte sie intelligente Bedienterminals für Banking und Handel ausprobieren. Im Gespräch mit den Start Up-Unternehmen verlinked (Paderborn) und Khador (Bielefeld) wurde deutlich, wie Gründer aus dem Cluster erfolgreich Geschäftspotenziale der intelligenten Fertigung nutzen und welche Unterstützung sie benötigen.

Die Ministerpräsidentin zeigte sich beeindruckt: „Im Innovation Lab ist deutlich geworden, wie Wincor Nixdorf bei der Produktentwicklung zehn Jahre in die Zukunft schaut. So entstehen die passenden Lösungen für die Märkte von übermorgen. Es ist unglaublich spannend, wie sich die Benutzung von Bankautomaten und Selbstbedienungsterminals im Handel verändern wird.“

Im Spitzencluster it´s OWL forscht Wincor Nixdorf an intelligenten Benutzerschnittstellen für Selbstbedienungsterminals. So sollen beispielsweise Smartphones und Tablets eingesetzt werden, um die Automaten zu bedienen. Eine weitere Alternative kann die Überprüfung der Zugangsberechtigung zu Bankautomaten über Eye-Tracking sein. In einem zweiten Projekt arbeitet das Unternehmen daran, das Prüfen und Sortieren von Banknoten zu automatisieren. Zudem werden Software-Lösungen entwickelt, um Manipulationen an Geldautomaten zu verhindern. Die neuen Funktionen konnte die Ministerpräsidentin im InnovationLab ausprobieren.

Eckard Heidloff, Vorstandsvorsitzender Wincor Nixdorf: „Die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei it´s OWL ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Entwicklungsarbeit.“

Software für die Maschinenkommunikation und individualisierte Lautsprecher

Aus dem Spitzencluster it´s OWL heraus sind mittlerweile 25 Unternehmensgründungen und 24 Geschäftskonzepte entstanden. Die verlinked GmbH aus Paderborn entwickelt beispielsweise mit sieben Mitarbeitern in Paderborn Softwarelösungen für die Kommunikation von Maschinen. Die Bielefelder Gründer der Khador GbR produzieren individualisierte Lautsprecher mit hoher Klangqualität. Das Konzept wurde im Juni mit dem zweiten Platz im Businessplan-Wettbewerb startklar ausgezeichnet.

Im Gespräch mit der Ministerpräsidentin wurde deutlich, dass OstWestfalenLippe ein guter Standort für die Start Ups ist und die Zusammenarbeit bei it´s OWL erhebliche Mehrwerte bietet. Dr. Benjamin Nagel, Geschäftsführer verlinked, erläutert: „Wir konnten aus der Mitarbeit in den Projekten und Gespräche mit den Clusterunternehmen viele Impulse für unser Produkt und wichtige Kunden gewinnen.“ Nikolai Soentgerath, Geschäftsführer Khador GbR ergänzt: „Wir finden in der Region ein tolles Umfeld für unsere Unternehmensgründung und viele Angebote, damit wir uns das nötige Gründungswissen aneignen.“

Co-Working-Spaces und Grundfinanzierung für Gründer

Dennoch gibt es weiteren Unterstützungsbedarf: „Es fehlt noch an Co Working Spaces, in denen wir zum Beispiel auf Maschinen und Infrastruktur zugreifen können. Das würde uns sehr helfen,“ unterstreicht Soentgerath. Und sein Mitgründer Stephan Fischer ergänzt: „Wir müssen noch andere Jobs übernehmen, um unseren Lebensunterhalt zu sichern. Eine Grundfinanzierung für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren würde uns extrem helfen, damit wir uns voll auf unser Geschäftskonzept und die Gründung konzentrieren können.“

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft versprach: „Das sind zwei interessante Ansätze, die wir in der Landesregierung prüfen werden.“ Der Besuch in Paderborn habe ihr noch mal deutlich gemacht, dass it´s OWL funktioniert. „Durch die Zusammenarbeit im Netzwerk entstehen viele Innovationen, die Unternehmen und Gründern alleine nicht gelingen würden. it´s OWL ist ein vorbildliches Beispiel, wie Wirtschaft und Wissenschaft in einer Region ihre Kräfte bündeln können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.“

www.its-owl.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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