Gründerschmiede geht nach bewährtem Konzept in dritte Runde

Die von der TFM betriebene Gründerschmiede ist Teil des dreijährigen Verbundprojekts Gründergeist@Münsterland.
Team-Meeting in der Gründerschmiede Münster: Die Leiterin Gabriele Felder erklärt Teilnehmern die wesentlichen Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit. (Foto: Technologieförderung Münster GmbH)

Münster. „Das Konzept hat sich bewährt. Nach zwei Durchgängen mit fast 30 Teilnehmern starten wir in die dritte Runde.“ Die Existenzgründungsberaterin der Technologieförderung Münster GmbH (TFM), Gabriele Felder, Leiterin der  Gründerschmiede, freut sich über die große Resonanz an der 2016 eröffneten Einrichtung. Sie adressiert höherqualifizierte Menschen, die sich ernsthaft mit der beruflichen Selbstständigkeit befassen, von ihrer künftigen Unternehmung bislang aber nur eine vage Vorstellung haben. Für das kommende halbe Jahr liegen zehn Anmeldungen vor, zwei Plätze sind noch offen.

„Ein Unternehmen zu gründen und sein eigener Chef zu sein – das will von Grund auf gelernt sein. Mit Tipps von Fachleuten und dem Austausch unter Gleichgesinnten lässt sich zum Beispiel bei der Strategie- und Businessplanentwicklung wechselseitig voneinander profitieren“, weiß die Leiterin der Gründerschmiede aus dem Technologiehof. Studierende und Absolventen, Techniker und Meister oder Zielgruppen mit ähnlichen Qualifikationen: Sie sollen für das Thema Gründung sensibilisiert werden und haben ein halbes Jahr lang Zeit, ihre Interessen auszuloten, Geschäftsideen zu entwickeln und sich mit Fragestellungen für eine Unternehmensgründung zu befassen. Jeder Schritt erfolgt auf kreative Art und Weise in der Gruppe oder im Einzelgespräch.

Ein Vorteil für die Teilnehmer an der Gründerschmiede ist die Flexibilität. Für die Präsenz gibt es keine festen Zeiten. „Hier kommen zum Beispiel Menschen in Elternzeit, Berufstätige, Arbeitssuchende und Studierende zusammen, wenn es ihnen am besten passt. Des Weiteren verpflichtet die Beteiligung in der Gründerschmiede niemanden zur Gründung eines Unternehmens. „Wir hatten eine Teilnehmerin, die mit einem Hochzeitsplanspiel ,Herz im Spiel‘ an den Markt gegangen ist. Ein anderer Mitstreiter hat abgebrochen, das Ziel der Selbstständigkeit verworfen und eine Festanstellung vorgezogen“, sagt Gabriele Felder. „Alles ist möglich.“

Die von der TFM betriebene Gründerschmiede ist Teil des dreijährigen Verbundprojekts Gründergeist@Münsterland. Es wird von Münsterland e.V. gesteuert und will das hiesige Gründungsklima verbessern. Finanzielle Mittel kommen vom Land NRW und vom europäischen Fonds für Regionalentwicklung. Weitere Gründerschmieden haben die Wirtschaftsförderungen der münsterländischen Kreise eingerichtet. Angeschlossen sind auch die Transferagentur der Fachhochschule Münster, die Arbeitsstelle Forschungstransfer der Universität Münster sowie die IHK Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster.

Für den Fall, dass sich in Münsters Gründerschmiede ein Team mit Potenzial formiert hat, steht jenen Mitgliedern im Technologiehof ein weiterführendes Angebot zur Verfügung. Die im September 2014 eröffnete Gründergarage will dafür sorgen, dass Gründungsvorhaben bzw. Start-ups weiter an Substanz zulegen. Vorhanden ist der Platz zum Arbeiten, zum Erfahrungsaustausch, zur Kontaktbildung und zur Informationsgewinnung – immer mit fachkundiger Begleitung.

www.wfm-muenster.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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