Deutschland und Schweden: Keine Hektik bei neuer Bankenaufsicht

Berlin (dapd). Kurz vor dem EU-Gipfel in Brüssel mahnen Deutschland und Schweden bei der geplanten Reform der Bankenaufsicht ein besonnenes Vorgehen an. „Qualität geht vor Schnelligkeit“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend beim Besuch des schwedischen Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt in Berlin. Das bedeute nicht, „dass wir nicht zügig arbeiten“.

Aber am Ende der Bemühungen müsse eine bessere Bankenaufsicht stehen als die, die es bisher gebe. Reinfeldt äußerte sich ähnlich. Der Gipfel findet am Donnerstag und Freitag in Brüssel statt. Eine bessere Bankenaufsicht ist ein Schwerpunkt des Treffens. Sie soll die Kreditinstitute so scharf kontrollieren, dass diese sich nicht mehr verzocken können. Reinfeldt stimmte der Idee einer Bankenaufsicht grundsätzlich zu, und mahnte ebenfalls zur Ruhe. „Es ist besser, es richtig zu machen, als es zu überstürzen“, sagte er. Gleichzeitig betonte er aber auch, es sei für sein Land „sehr wichtig, dass schwedische Steuerzahler und schwedische Banken nicht für die Verluste von Banken anderer Länder einspringen“. Merkel wollte Reinfeldt auch die deutschen Vorstellungen „der nächsten Schritte zur Fortentwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion“ präsentieren, wie sie vor einem Arbeitsessen sagte. Schweden sei nicht Teil der Eurozone, es gebe aber eine enge Abstimmung zwischen beiden Ländern. Merkel betonte erneut, es brauche in der Eurozone eine „engere fiskalische und eine engere wirtschaftspolitische Abstimmung“. Im Anschluss wollten die beiden Politiker das Fußball-Länderspiel Deutschland-Schweden im Berliner Olympiastadion verfolgen.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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