Gewerkschaften lehnen Hundts Vorstoß für Tarifeinheit in Firmen ab

Berlin (dapd). Die Gewerkschaft ver.di und der Marburger Bund haben einen Vorstoß von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt zur Schaffung einer Tarifeinheit in den Betrieben scharf kritisiert. „Tarifpluralität ist der verfassungsrechtlich vorgesehene Normalfall. Wer auch immer meint, er müsse mit einem Gesetz den Grundsatz der Tarifeinheit festschreiben und die Koalitionsfreiheit aushebeln, befindet sich auf dem Holzweg“, sagte der Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Rudolf Henke, am Dienstag in Berlin.

„Ein Zwangsgesetz zur Tarifeinheit wäre nicht nur rechtswidrig und freiheitsfeindlich.“ Hundt hatte sich am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin für eine gesetzliche Regelung zur Tarifeinheit in den Unternehmen ausgesprochen. Während der Laufzeit eines repräsentativen Tarifvertrages müsse Friedenspflicht bestehen, forderte er. Auch die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wehrt sich gegen den Vorstoß Hundts. „Wir lehnen einen gesetzlichen Eingriff in die Tarifautonomie und das Streikrecht ab. Da, wo Tarifeinheit wünschenswert ist, wollen wir das mit gewerkschaftlichen Mitteln erreichen“, sagte ver.di-Sprecher Christoph Schmitz der Zeitung „Neues Deutschland“ (Mittwochausgabe).

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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