Berlin (dapd). Jeder zehnte deutsche Haushalt hat einer Umfrage zufolge schon einmal illegal eine Haushaltshilfe beschäftigt. Insgesamt seien das mehr als vier Millionen Haushalte, ergab eine repräsentative Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, die der Nachrichtenagentur dapd vorliegt. Zunächst hatte die „Welt Kompakt“ (Montagausgabe) vorab aus dem Zahlenwerk berichtet. Die Hälfte der betroffenen Haushalte habe demnach bereits mehrmals Schwarzarbeiter beschäftigt. Weitere elf Prozent könnten sich zudem vorstellen, künftig illegal einen Helfer zu engagieren. Dabei steigt die Tendenz zur unangemeldeten Beschäftigung den Angaben zufolge mit dem Alter. Während vier Prozent der unter 30-Jährigen bereits Schwarzarbeiter angestellt hätten, erreiche der Anteil bei den über 60-Jährigen 13 Prozent. Insgesamt waren im Juni 242.743 Minijobber in deutschen Haushalten bei der Minijobzentrale gemeldet. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Berlin will im EU-Haushaltsstreit den Briten den Rabatt kürzen
Brüssel (dapd). Deutschland will in den EU-Haushaltsverhandlungen Abstriche bei der Regionalförderung schlucken, fordert aber zugleich eine Kürzung des Briten-Rabatts. „Keiner darf sich hinter bestehenden Privilegien verstecken“, sagte Staatsminister Michael Link am Montag bei Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. „Es darf nicht sein, dass einige Bereiche von Anfang an aus der Diskussion herausgenommen werden.“ Großbritannien hatte in den 1980er Jahren einen Rabatt auf seine EU-Beiträge herausgeschlagen und verteidigt die Vorzugsbehandlung erbittert. Die deutsche Position als größter Nettozahler sei klar, sagte Link: „Unser Beitrag muss fair und angemessen sein, deswegen bedarf es einer Korrektur.“ So scheint klar, dass die Förderung insbesondere für ostdeutsche Regionen zum Teil zurückgefahren wird. Für Einzelheiten sei es aber noch zu früh, sagte Link. EU-Ratsvorsitzender Herman Van Rompuy hat für den 22. November zu einem Sondergipfel zum Haushalt nach Brüssel eingeladen. Dabei soll das Gesamtbudget für die nächsten sieben Jahre festgezurrt werden. Berlin verlangt, dass im Kommissionsvorschlag von rund 1.090 Milliarden Euro für die Jahre 2014 bis 2020 noch 100 Milliarden Euro eingespart werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass das Geld künftig wirksamer zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung eingesetzt wird. „Wir müssen den Mut haben, den EU-Haushalt zu einem echten Pakt für Wachstum und Beschäftigung zu machen“, sagte Link. dapd (Wirtschaft/Politik)
Weiterer Rückschlag für die deutsche Wirtschaft
München (dapd). Die Talfahrt der deutschen Wirtschaft hält an: Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser für die deutsche Konjunktur, ging von 102,3 Punkten im August auf nun 101,4 Punkte zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das ist der fünfte Rückgang in Folge. Experten hatten mit einem gleichbleibenden Wert gerechnet. Der Ifo-Index steht damit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang 2010. Für die Erhebung befragt das Ifo-Institut monatlich etwa 7.000 Firmen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)
Kundenzufriedenheit als Erfolgsfaktor
Kreis Gütersloh. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Unternehmens.Kreis.GT informierten sich jetzt rund 50 Unternehmerinnen und Unternehmer über den Erfolgsfaktor „Kundenzufriedenheit“ bei der Paul Kuhn GmbH Baumaschinen und Baugeräte in Verl.
Göring-Eckardt: Frauenquote bei den Grünen gut aufgehoben
Berlin (dapd). Für Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) ist ihre Partei bei der Frauenförderung gut aufgestellt. Auch wenn bei der Urwahl der beiden Spitzenkandidaten nur drei Frauen und zwölf Männer antreten, seien die jungen Frauen durchaus in den Landtagsfraktionen und in der Bundestagsfraktion präsent, sagte Göring-Eckardt am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. „Bei den Grünen ist das mit den Frauen ganz gut aufgehoben, inklusive der Quote.“ Göring-Eckardt (46), die selbst auch kandidiert, hält einen Generationenwechsel an der Spitze der Grünen nicht für nötig. Auch stehe ihr Amt als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nicht ihrer Kandidatur entgegen, sagte sie. „Allerdings, wenn ich Spitzenkandidatin werde, dann werde ich dieses Amt ruhen lassen, damit es nicht zu Verwechslungen und zu Vermischungen kommt.“ Die Grünen bestimmen derzeit in einer Urwahl ihr Spitzenduo für die Bundestagswahl 2013. Neben Göring-Eckardt bewerben sich Parteichefin Claudia Roth (57), die Fraktionsvorsitzende Renate Künast (56) und zwölf Männer, darunter Künasts Ko-Vorsitzender Jürgen Trittin (58). dapd (Politik/Politik)
Neue Produkte und Themen im Fokus
Melle/Köln. Vom 23. bis 27. Oktober öffnen sich die Kölner Messehallen für die bedeutendste Messe der Bürobranche in Europa. Neben der Präsentation von neuen Möbelideen werden Themen in den Mittelpunkt gestellt, die für zukünftig veränderte Arbeitswelten immer größere Bedeutung einnehmen werden.
Steinbrück verteidigt seine Sponsorenwerbung bei Post und Telekom
Berlin (dapd). Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat seine Bitte um finanzielle Unterstützung für ein Schachturnier an die Vorstandschefs von Post und Telekom unter dem Briefkopf seines Ministeriums verteidigt. „Es kann nicht sein, dass sich Telekom und Post unter Druck gesetzt fühlten – schließlich haben sie sich ja gegen ein Sponsoring entschieden“, sagte Steinbrück der „Bild“-Zeitung (Onlineausgabe).
SPD-Linke hadert mit Rentenkonzept der Parteiführung
Berlin (dapd). Der SPD-Vorstand kann sich einer Mehrheit für sein Rentenkonzept nicht sicher sein. Der SPD-Arbeitnehmerflügel und der Parteinachwuchs forderten am Montag vor allem einen Verzicht auf die geplante Senkung des Rentenniveaus auf 43 Prozent des Nettodurchschnittsverdienstes. Auch die vom Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel angestrebten Änderungen bei der Rente mit 67 stellte die Kritiker nicht zufrieden.
Opposition rügt Hebelung des Rettungsschirms ESM
Passau (dapd). Die Opposition im Bundestag kritisiert Pläne der Euro-Länder, im Kampf gegen die Schuldenkrise die Kapazität des dauerhaften Rettungsschirms ESM auszuweiten. Auch wenn der Bürgschaftsrahmen zwar konstant bleibe, die Ausleihsumme aber über „Hebel“ steige, müsse der Bundestag neu entscheiden, sagte der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider der „Passauer Neuen Presse“.
