Freuten sich über ein gelungenes Business Breakfast (v.l.): WFM-Geschäftsführer Enno Fuchs und Thorsten Selle, Niederlassungsleiter der Siemens AG in Münster. (Foto: Wirtschaftsförderung Münster GmbH/Martin Rühle)
Freuten sich über ein gelungenes Business Breakfast (v.l.): WFM-Geschäftsführer Enno Fuchs und Thorsten Selle, Niederlassungsleiter der Siemens AG in Münster. (Foto: Wirtschaftsförderung Münster GmbH/Martin Rühle)

Intelligente Netze und Energieeffizienz – die Digitalisierung macht es möglich

WFM-Business Breakfast bei der Siemens AG in Münster

Mit den ersten „Anlagen für Licht und Kraft“ fing vor 125 Jahren in Münster alles an. Heute zählt die hiesige Niederlassung der Siemens AG, wie jetzt beim Business Breakfast der Wirtschaftsförderung Münster GmbH vorgestellt, zu den großen regionalen Wegbereitern der Digitalisierung in der Industrie und Infrastruktur. Zum Ausklang des Jubiläumsjahrs berichtete Thorsten Selle, Sprecher der Siemens-Niederlassung Münster mit rund 100 Beschäftigten, über den Wandel der Technologien: von den Anfängen der Elektrifizierung hin zu den heutigen smarten Stromnetzen oder von früher Antriebstechnik zu der rasant voranschreitenden digitalen Transformation.

WFM-Geschäftsführer Enno Fuchs würdigte zu Beginn der Veranstaltung die Errungenschaften des Konzerns über Jahrzehnte hinweg und betonte, dass das Unternehmen in der Wirtschaftsregion Münster nach wie vor an der richtigen Adresse ist. „Wir befinden uns heute in der vierten industriellen Revolution – und diese ist digital.“ Intelligente digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz, IoT-Netzwerke (Internet of Things), Robotik oder maschinelles Lernen forcieren einen tiefgreifenden Wandel unserer Arbeitswelten, Strukturen und Geschäftsprozesse. Die digitale Transformation definiert das Leistungsvermögen und die Wertschöpfung der münsterländischen Unternehmen um. „In unserer Region haben wir die Zeichen der Zeit erkannt. Die digitale Transformation treiben wir strategisch und gezielt voran“, so Fuchs.

Bei der Siemens AG in Münster handelt es sich um eine Service- und Vertriebsniederlassung mit Fokus auf intelligente Infrastrukturen für Gebäude und dezentrale Energiesysteme sowie die Automatisierung und Digitalisierung in der Industrie. Der Ursprung des Siemens-Standorts reicht bis zum 1. November 1896 zurück. Der erste überlieferte Geschäftsbericht des Technischen Büros von Siemens & Halske in Münster datiert auf das Jahr 1897/98 und weist unter anderem einen Auftrag der Stadt über 13.710 Mark aus: Bestellt wurden „Anlagen für Licht und Kraft“ für den im Bau befindlichen Kanalhafen. In die darauffolgenden Jahrzehnte fallen weitere Projekte wie der Bau von Turbinen, frühe Flutlichtanlagen am Rathaus und der Lambertikirche oder die elektrische Ausrüstung für Oberleitungsbusse Ende der 1940er-Jahre.  

„Heute geben innovative Entwicklungen für Industrie, Gebäude und Energienetze in Kombination mit digitalen Steuerungslösungen und Big Data den Takt vor“, sagte Selle. Die Beschleunigung von Innovationszyklen, in der Entwicklung von Apps und neuen Anwendungen ist wettbewerbsentscheidend. „Wir verbinden die reale Welt mit der digitalen und ermöglichen unseren Kunden  immer schneller, effizienter und flexibler zu werden. Auch Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, denn die Ressourcen sind endlich.“ Die Digitalisierung sei ein entscheidender Faktor, um diese Herausforderungen zu meistern. Sie setze zugleich ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft voraus – „bei den Unternehmen selbst und nicht zuletzt auch bei den Mitarbeitenden, die in einem sich stetig verändernden Umfeld mitgenommen und dauerhaft weitergebildet werden müssen.“

Zugleich ist das Thema IT-Security im Zusammenhang mit „neuen Systemen, Komponenten und der Bereitstellung von Daten eines der Schlüsselthemen unserer Zeit“, gab Selle einen Ausblick. Endkunden und Partnern stelle das Unternehmen mit dem „Xcelerator“ eine neue Geschäftsplattform zum Austausch von Ideen und Innovationen zur Verfügung. Es gehe um die Frage der intelligenten Datennutzung, um „möglichst viel Power auf die Straße bringen zu können“.

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WIR Redaktion

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