„mindshift ms“: Im WFM-Podcast spricht WFM-Beraterin Dr. Christina Willerding mit Michael Kortenbrede, Doktorand und Gründungsberater an der FH Münster sowie Social Entrepreneur. (Foto: WFM Münster)
„mindshift ms“: Im WFM-Podcast spricht WFM-Beraterin Dr. Christina Willerding mit Michael Kortenbrede, Doktorand und Gründungsberater an der FH Münster sowie Social Entrepreneur. (Foto: WFM Münster)

Doktorand, Gründungsberater und Social Entrepreneur: „Konsumsteigerung durch Allgemeinwohlorientierung ablösen“

Folge 5 des mindshift-Podcasts der WFM Münster

Er brennt für das soziale Unternehmertun, seine im jüngsten Nachhaltigkeits-Podcast „mindshift ms“ der Wirtschaftsförderung Münster beschriebene Haltung hat visionäre Züge: Social Entrepreneurship habe das Potential, sagt Michael Kortenbrede, das klassische Unternehmertum zu ersetzen. Und, so der Gründungsberater und Unternehmer im Gespräch mit Dr. Christina Willerding weiter: „Profit- und Konsumsteigerung muss durch Allgemeinwohlorientierung als Maxime des wirtschaftlichen Handelns abgelöst werden.“

Im Jahr 2015, noch im Studium, war Kortenbrede bereits klar, dass er mit den Instrumenten der Wirtschaft einen Beitrag für die Gesellschaft leisten wolle. Die Umsetzung hatte er jedoch noch nicht klar vor Augen, denn die Facetten von Nachhaltigkeit waren im Studium noch kein Thema. Und auch die Gründungsszene beschäftigte sich kaum mit Social Start-ups. So krempelte Kortenbrede eigeninitiativ die Ärmel hoch, fand in einem Studienfreund einen hochmotivierten Unterstützer und gründete 2017 das integrative Modelabel „bayti hier“. Ergänzend eröffnete er einige Zeit später die Trafostation Münster an der Schlaunstraße, ein Raum für die multikulturelle Szene.

Neben den Chancen spricht der Sozialunternehmer im Podcast aber auch über die gravierenden Herausforderungen und Probleme des Social Entrepreneurships. „Schwierigkeiten kann die Finanzierung machen – Banken sind oft zurückhaltend.“ Alternativ wird in der Regel Crowdfunding als Finanzierungsinstrument genutzt, wenn sich ausreichend Menschen als Geldgeber von der Geschäftsidee infizieren lassen. Das Instrument habe den Vorteil, so Kortenbrede, dass die Geschäftsidee vor Markteinführung getestet wird – Geldgeber sind potentielle Kundinnen und Kunden.

Auch Kooperationen und Weiterentwicklungen sind von zentraler Bedeutung. Schon früh übernehmen Kortenbredes Beschäftigte Verantwortung und setzen eigene Projekte um. Vor allem junge Leute sind von diesem Konzept angetan und lassen sich für Social Start-ups begeistern.

Gründer von sozialen Unternehmen finden in Kortenbrede einen großen Unterstützer. Die mitinitiierte Initiative Social Impact Münster e.V. verspricht den Austausch und das Voneinander lernen: Über großen Themen wie Klimakrise und Green Economy oder ganz pragmatisch über Gewerbeanmeldung und Steuererklärung. Auch das gehört zum Social Entrepreneurship.

Die fünfte „mindshift“-Ausgabe mit Michael Kortenbrede hören Sie wie die Interviews mit Barbara Jentschura (Jentschura International GmbH), Johannes Benz (Raidboxes), Rike Kappler (BioVollkornBäckerei Cibaria) und Patrick Hasenkamp (Abfallwirtschaftsbetriebe Münster) auf www.wfm-mindshift.ms

Zum WFM-Nachhaltigkeitspodcast „mindshift ms“

Nachhaltigkeit beginnt im Kopf, hört da aber nicht auf: Mit dem Nachhaltigkeits-Podcast „mindshift ms“ schlägt die Wirtschaftsförderung Münster GmbH in der Kommunikation mit Kundeninnen und Kunden ein neues Kapitel auf. In Interviews berichten engagierte Persönlichkeiten aus Unternehmen, Start-ups und Institutionen über ihren Bezug zum nachhaltigen Wirtschaften, mit dem sie auch einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Münster leisten. Die Hörerinnen und Hörer erhalten tiefe Einblicke in die Unternehmens- und Führungsstrategien sowie in Themen wie CO2-Footprint, Lieferketten, Gemeinwohlorientierung und vieles mehr.

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WIR Redaktion

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