Bekräftigten in einer Video-Konferenz mit den Klimaland-Kommunen im Münsterland ihr Engagement: Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Klaus Ehling vom Münsterland e.V. - Foto: © Bezirksregierung Münster
Bekräftigten in einer Video-Konferenz mit den Klimaland-Kommunen im Münsterland ihr Engagement: Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Klaus Ehling vom Münsterland e.V. - Foto: © Bezirksregierung Münster

Münsterland ist Klimaland! Region startet gemeinsame Klimakampagne

Gemeinsam für mehr Klimaschutz: Die regionale Klimakampagne „Münsterland ist Klimaland“ ist am 22. April 2020 mit zwei digitalen Auftaktveranstaltungen an den Start gegangen. Mit dabei ist fast das ganze Münsterland: 58 Kommunen, darunter die Stadt Münster, und die vier Münsterland-Kreise haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam mit der Kampagne die Bürgerinnen und Bürger zum Einsatz für das Klima zu animieren. Genutzt wird ein entsprechendes Konzept der EnergieAgentur.NRW, die dieses im Auftrag des Landes NRW entwickelt hat und die Kampagne gemeinsam mit dem Münsterland e.V. koordiniert.

Zunächst bekannten sich in einer gemeinsamen Videokonferenz die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der teilnehmenden Kommunen, die Landräte der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie der Oberbürgermeister der Stadt Münster zur Kampagne. Regierungspräsidentin Dorothee Feller betonte als Schirmherrin die Bedeutung des kommunalen Klimaschutzes: „Dieses münsterlandweite Bekenntnis zum Klimaschutz ist ein wichtiges Zeichen. Das im Pariser Abkommen beschlossene Ziel, die globale Erwärmung auf unter zwei Grad zu halten, muss sowohl auf der internationalen, als auch auf der lokalen Ebene umgesetzt werden; wir alle können einen Beitrag leisten. Dieses Engagement möchten wir mit der regionalen Klimakampagne in den Mittelpunkt stellen und auch anderen Lust auf Klimaschutz machen.“ Auch NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart würdigte in einer Videobotschaft das regionale Engagement im Münsterland.

Sophie und Sebastian aus Dülmen engagieren sich privat und beruflich für den Klimaschutz im Münsterland. - Foto: © Münsterland e.V./Philipp Fölting
Sophie und Sebastian aus Dülmen engagieren sich privat und beruflich für den Klimaschutz im Münsterland. – Foto: © Münsterland e.V./Philipp Fölting

Die Kampagne kommuniziert Informationen rund um die Themen Erneuerbare Energien, Gebäudesanierung, Nutzerverhalten, Mobilität und Klimafolgenanpassung und präsentiert nützliche Tipps und Informationen auf www.muensterland.com/klimaland. Für eine Umsetzung vor Ort stehen allen Akteuren Medienpakete, Vorlagen, Werbe- und Informationsmittel zur Verfügung, die individuell angepasst werden können. So haben Kommunen die Möglichkeit, ihre Bürgerinnen und Bürger über die Sozialen Medien, Pressemitteilungen, Plakate und Flyer verstärkt zur Teilnahme an Veranstaltungen, lokalen Aktionen und zum Engagement im Heimatort aufzurufen. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen und Wissen zum Thema Klimaschutz vermittelt.

Klaus Ehling, Vorstand der regionalen Management-Organisation Münsterland e.V., sieht in der Kampagne einen großen Mehrwert für die Region: „Naturverbundenheit gehört zur DNA der Menschen im Münsterland. Die hohe Lebensqualität in unserer Region ist eine unserer großen Stärken, die wir erhalten müssen. Mit der Kampagne möchten wir noch mehr Einheimische dazu animieren, nachhaltig zu leben und sich für den Klimaschutz zuhause oder mit der Gemeinschaft vor Ort zu engagieren.“

Norbert Gesing aus Rhede fährt Fahrrad und E-Auto. Letzteres tankt er mit Solarstrom. - Foto: © Münsterland e.V./Philipp Fölting
Norbert Gesing aus Rhede fährt Fahrrad und E-Auto. Letzteres tankt er mit Solarstrom. – Foto: © Münsterland e.V./Philipp Fölting

Das Konzept der Klimakampagne entwickelte die EnergieAgentur.NRW, die im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitet. Geschäftsführer Lothar Schneider betont: „Das Münsterland beweist hier einmal mehr, wie aktiv die Region für den Klimaschutz eintritt. Wir freuen uns sehr, dass wir hier unterstützen durften.“ Umgesetzt wird die Kampagne in der Region durch die Klima.Netzwerker der EnergieAgentur.NRW sowie den Münsterland e.V., in enger Zusammenarbeit mit den Münsterland-Kreisen und der Stadt Münster.

Einen ersten Blick auf das Design und die Gesichter der Kampagne warfen Bürgerinnen und Bürger dann am heutigen Abend bei der digitalen Veranstaltung „Global denken, lokal handeln – denn: Münsterland ist Klimaland“. Engagierte Münsterländerinnen und Münsterländer stellten in einer Talkrunde vor, wie sie etwa dank Lastenrad, Hühnern im Garten und Wasser- und Stromsparmodellen klimaschonend leben und gaben Tipps, um Energie zu sparen oder Emissionen zu senken.

"Klimaländer" Dirk Kahlmeier aus Oelde fährt gerne seine Töchter Tilda (r.) und Enie mit dem Lastenrad. - Foto: © Münsterland e.V./Philipp Fölting
„Klimaländer“ Dirk Kahlmeier aus Oelde fährt gerne seine Töchter Tilda (r.) und Enie mit dem Lastenrad. – Foto: © Münsterland e.V./Philipp Fölting

Anschließend beeindruckte der Klimaforscher Professor Mojib Latif mit einem Vortrag zu den Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels. „Deutschland hat einen Anteil von zwei Prozent an den globalen Treibhausemissionen, aber nur ein Prozent der Weltbevölkerung. Jede Bürgerin und jeder Bürger ist deswegen aufgerufen, beim Klimaschutz mitzumachen“, so Latif. Der Klimaforscher ist Präsident der Deutschen Gesellschaft des bekannten Club of Rome, einem internationalen Zusammenschluss von Experten, der sich bereits seit 1972 für eine nachhaltige Zukunft einsetzt. Sein letztes Buch war Spiegel-Bestseller und trägt den Titel „Heißzeit. Mit Vollgas in die Klimakatastrophe – und wie wir auf die Bremse treten“.

Weitere Veranstaltungen für Münsterländerinnen und Münsterländer sind im Laufe des Jahres geplant.

Weitere Informationen zu den Themen der Kampagne „Münsterland ist Klimaland“ sowie eine Übersicht, welche Kommunen dabei sind, gibt es auf www.muensterland.com/klimaland.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.