Ausstellung Sigmund Strecker in Kalkriese eröffnet

Die Ausstellung „Die Krim – der friedvolle Soldat“ ist im Besucherzentrum von Museum und Park Kalkriese eröffnet worden: (v.l.) Helmut Kemper, Kulturbüro Landkreis Osnabrück, Volker Theo Eggeling, Vorsitzender des Ausschuss Bildung, Kultur und Sport, Kreisrat Matthias Selle, Bernhard Strecker, Sigmund Strecker Museum, Christian Calderone, MDL, Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer des Museum und Park Kalkriese. (Foto: Landkreis Osnabrück)
Die Ausstellung „Die Krim – der friedvolle Soldat“ ist im Besucherzentrum von Museum und Park Kalkriese eröffnet worden: (v.l.) Helmut Kemper, Kulturbüro Landkreis Osnabrück, Volker Theo Eggeling, Vorsitzender des Ausschuss Bildung, Kultur und Sport, Kreisrat Matthias Selle, Bernhard Strecker, Sigmund Strecker Museum, Christian Calderone, MDL, Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer des Museum und Park Kalkriese. (Foto: Landkreis Osnabrück)

Bramsche. Im Besucherzentrum von Museum und Park Kalkriese ist die Ausstellung „Die Krim – der friedvolle Soldat“ eröffnet worden. Gezeigt werden Zeichnungen und Aquarelle von Sigmund Strecker. Die Schau ist verbunden mit einer Sonderaktion: Bis zum 25. Januar können Interessierte kostenlos die Varusschlacht im Osnabrücker Land besuchen.

Sigmund Streckers Sohn Bernhard hat anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers ein Ausstellungskonzept verwirklicht, das den feinfühlig portraitierten Landschaften Raum gibt. Dafür ließ er die kleinformatigen Werke seines 1969 verstorbenen Vaters um ein Vielfaches vergrößern und lässt Original und Reproduktion nun neben- und miteinander wirken.

Kreisrat Matthias Selle sagte in seiner Begrüßung, dass vermutlich niemand auf Anhieb Grauen und Krieg hinter den Bildern vermuten würde. Malerische Landschaften erstrecken sich unter imposantem Spiel der Wolken. Doch die Idylle trügt. Als Sigmund Strecker diese Szenen mit Pinsel und Farbe festhält, tobt neben ihm der Zweite Weltkrieg auf der Krim. Dennoch hat Strecker die Kunst der leisen Töne gewählt.

Strecker, der seit 1940 als Wehrmachtssoldat in Griechenland, Südrussland und der Krim war, zeigt in seinen Bildern keine Kriegshandlungen. Ihm ging es um die Menschen, über die der Krieg hergefallen ist und um die Weite der Landschaften von Ukraine und Krim. So ist die Ausstellung von hoher Aktualität in einer Zeit in der rings um uns Kriege und Konflikte das Leben der Menschen bedrohen.

Nach dem Krieg zog Strecker mit seiner Familie nach Melle, wo sich heute das Sigmund-Strecker-Museum, vertreten durch Sohn Bernhard, um den Nachlass des Malers kümmert. Das Kulturbüro des Landkreises Osnabrück, das bei zeitgenössischen Ausstellungen aus dem Bereich der Bildenden Kunst im Kreishaus für die Auswahl der Künstler verantwortlich zeichnet, hat auch bei der Realisierung der Wanderausstellung „Der friedvolle Soldat“ mitgewirkt. Diese ist in Kalkriese noch bis zum 15. Februar zu sehen. Am 18. und 25. Januar finden jeweils um 15 Uhr kostenlose Führungen statt.

Die Ausstellung ist verbunden mit einer Sonderaktion der Varusschlacht im Osnabrücker Land: „Ein Besuch in Kalkriese lohnt sich zurzeit besonders. Bis zum 25. Januar 2015 ist erstmalig der Eintritt ins Museum und in die Ausstellung zur Varusschlacht frei“, freut sich Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer Varusschlacht im Osnabrücker Land. „Mit dem Meller Künstler Sigmund Strecker zeigen wir eine einmalige Sonderausstellung, die nicht nur bei Besuchern aus Melle ihren Zuspruch finden wird“, ist Rottmann überzeugt. Geöffnet haben Museum und Park Kalkriese Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Auch die öffentlichen Führungen, die samstags um 14.30 Uhr und sonntags um 11 und 14.30 Uhr angeboten werden, sind in dieser Zeit umsonst.

Weitere Informationen zu den eintrittsfreien Tagen im Varusschlacht-Museum sind unter www.kalkriese- varusschlacht.de bereitgestellt oder beim Buchungsservice abrufbar. Eine Anmeldung zu den öffentlichen Führungen zur Varusschlacht und zur Strecker-Ausstellung wird beim Buchungsservice unter Telefon 05468 9204-200 empfohlen.

www.landkreis-osnabrueck.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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