Geschäftsführers Dr. Ron Brinitzer (Foto: kunststoffland NRW)
Geschäftsführers Dr. Ron Brinitzer (Foto: kunststoffland NRW)

kunststoffland NRW zur ARD-Doku „Die Recyclinglüge“:
Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten!

kunststoffland NRW spricht sich klar gegen kriminelles Verhalten im Zusammenhang mit der Entsorgung von Kunststoffen aus
• Allerdings ist deshalb nicht der Werkstoff, der viele unerlässliche Funktionen erfüllt, abzulehnen
• Aus Missständen muss klar der Anspruch abgeleitet werden, die Mängel abzustellen und den Kunststoffkreislauf zu schließe

Am Montag, 20.06.2022 hat die ARD eine Dokumentation über den
Umgang mit Kunststoffabfällen ausgestrahlt. Für kunststoffland NRW ist unmissverständlich klar, dass Kunststoff zeitnah zirkulär werden muss. Missstände im Handling mit Kunststoffen gerade am Ende der Nutzung sowie kriminelles Handeln dürfen nicht geduldet werden und müssen verfolgt werden. Um Kreislauffähigkeit zu erreichen, braucht es die nötigen Rahmenbedingungen, Investitionen und Investitionssicherheit.
„Aus dem Vorhandensein von Mängeln und der Existenz schwarzer Schafe aber den Schluss zu ziehen, man müsse generell auf Kunststoffe verzichten ist falsch,“ kommentierte kunststoffland NRW Geschäftsführer Ron Brinitzer, „hier wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet!“
Brinitzer wies darauf hin, dass Kunststoffe immer eine Funktion erfüllen und das meist besser, günstiger und oft ökologischer als andere Werkstoffe. „Kunststoffverpackungen im Lebensmittel- und Konsumgüterbereich verhindern zum Beispiel Lebensmittelverschwendung, verbrauchen bei der Herstellung weniger Energie als ihre Alternativen und senken aufgrund ihres geringen Gewichts den CO2 Ausstoss“, so der Geschäftsführer. Ohne Kunststoffe würde es nicht gelingen, die großen Gegenwartsprobleme in den Griff zu bekommen.
Das Vorhandensein von Missständen muss nach Auffassung von kunststoffland NRW insofern als Anreiz verstanden werden, sie abzustellen und es besser zu machen. „Die gesamte Wertschöpfungskette Kunststoff ist sich dessen bewusst und sie arbeitet daran“, betonte der kunststoffland NRW Geschäftsführer, „sie kann Recycling und sie macht Recycling!“ Derzeit findet durch die Verbesserung und Skalierung von Anlagen des mechanischen und des chemischen Recyclings ein großer Wandel statt.
Hier besteht auch angesichts der derzeitigen Rohstoff- und Energiekrise ein Riesenmarktpotenzial und dringender Handlungsbedarf. „Wir brauchen mehr Geschwindigkeit und mehr PS auf der Straße.
Der Ehrgeiz der Branche besteht darin, nicht nur hier zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft zu kommen,“ stellte Brinitzer fest, „Wenn wir hier die Technologien voranbringen und zur Reife entwickeln, eröffnen wir große Exportchancen auch in die Regionen, in denen dringend eine geordnete Abfallentsorgung gebraucht wird, um den Kunststoffkreislauf auch dort zu schließen.“
In Deutschland sorge die erweiterte Produktverantwortung für eine geregelte und hochentwickelte Kreislaufwirtschaft mit Finanzierungssicherheit auch bei schwierigen Rohstoffmärkten. „Das ist das Role Model, nach dem die Wirtschaft die Verantwortung für ihre Produkte übernehmen muss“, so Brinitzer.

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WIR Redaktion

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