finanz-center AG Norman Argubi (Foto: Finanz Center AG)
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Häufige Fehler bei der Immobilienfinanzierung

Was gilt es zu beachten?

Bei dem Vorhaben, ein eigenes Haus oder eine Wohnung zu erwerben, verkalkulieren sich viele Menschen oftmals. Die meisten Kaufinteressenten wissen nicht, was sie sich wirklich leisten können und worauf es bei der finanziellen Planung ankommt. „Unterschätzte Nebenkosten, eine zu niedrige Tilgung oder keine Absicherung vor Risiken sind nur einige der häufigen Fehler, die Immobilienkäufer machen. Um später keine Geldsorgen zu haben, gilt es so manches zu beachten“,
weiß Norman Argubi, Vorstand finanz-center AG.

Fehleinschätzung der Kosten
Bei der finanziellen Planung spielt nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Kaufnebenkosten, wie beispielsweise Grunderwerbssteuer und Gebühren für Makler, Notare sowie für das Grundbuchamt, eine wichtige Rolle. Viele Menschen unterschätzen außerdem die Kosten, die bei einer Renovierung anfallen: Sie beziehen bei ihrer Kalkulation nur die günstigen Preise für Fliesen, Tapeten oder Küchenausstattung ein, entscheiden sich dann aber trotzdem für teure Varianten, weil sie besser gefallen. Auch spätere Lebenshaltungskosten wie Heizung, Strom und Versicherungen sollten Käufer bedenken, wenn sie die monatlichen Rückzahlungen des Darlehens, die sogenannte Tilgung, festlegen. „Doch zu geringe Raten sind auch nicht optimal, da es durch sie länger dauert, die vollständige Summe abzubezahlen. Auf diese Weise häufen sich über die Jahre Zinsen an. Mit einer Tilgung von mindestens zwei bis drei Prozent und einer folglich geringen Gesamtzinslast lassen sich hohe Kosten vermeiden“, weiß Argubi. Für eine reibungslose Finanzierung stimmen Kaufinteressenten am besten alle Ausgaben gründlich auf die Einnahmen ab. Insgesamt sollten die monatlichen Ausgaben nicht mehr als 40 Prozent des Haushalts Netto betragen.
Schlechte Kreditbedingungen
Viele Immobilienkäufer schließen Kredite mit starren Vertragsbedingungen ab. Diese sollten sich jedoch den finanziellen Veränderungen im Verlauf des Lebens anpassen. Dafür sorgen unter anderem Tilgungssatzwechsel und Sondertilgungsoptionen.
„Kommt es beispielsweise in Zukunft zu Gehaltserhöhungen oder Erbschaften, lassen sich diese Summen für eine schnellere Rückzahlung des Darlehens verwenden. Selbst wenn mehr Flexibilität einen Zinsaufschlag bedeutet, empfiehlt es sich, bei Möglichkeit von einer solchen Option Gebrauch zu machen“, weiß Argubi. Wer zudem staatliche Fördermittel mit dem Darlehen kombiniert und beispielsweise Kredite für energieeffiziente Häuser von der KfW-Bank oder Förderprogramme der einzelnen Länder nutzt, erzielt oftmals eine günstigere Gesamtfinanzierung.
Finanzielle Veränderungen
Manche Käufer begehen den Fehler, die Kosten nur bis zum Ende der Kreditlaufzeit zu planen, und bedenken eventuelle Anschlussfinanzierungen oder veränderte Lebensumstände nicht. Um gegen unvorhergesehene Ausgaben abgesichert zu sein, heben sich Immobilienbesitzer am besten immer einen Teil ihres Vermögens auf. Sie legen beispielsweise für Reparaturen und Renovierungen drei bis fünf Nettomonatseinkommen zurück. Für die Instandhaltung empfiehlt es sich, monatlich ungefähr einen Euro pro Quadratmeter zu sparen. „Zudem gilt es sich auch für den Ernstfall abzusichern. Damit die Familie das Haus nicht verkaufen muss, wenn der Kreditnehmer beispielsweise krankheitsbedingt keine Einnahmen erwirtschaftet oder verstirbt, sollte eine Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung abgeschlossen werden“, erklärt Argubi.
Ohne Unterstützung planen
Der größte Fehler bei der Immobilienfinanzierung ist und bleibt allerdings ohne ausreichend Kompetenzen im Alleingang zu agieren. „Glauben ist nicht wissen. Es lohnt sich daher in jedem Fall unabhängige Finanzberater mit ins Boot zu holen. Sie sind mit der Thematik bestens vertraut, besitzen viele Erfahrungswerte und geben hilfreiche Tipps. Vor allem jetzt, da ein Umbruch bei den Zinsen stattfindet, erweisen sie sich als besonders nützlich. Denn nachdem der Niedrigzins lange Zeit den Immobilienkauf für viele Menschen attraktiv machte, schrecken aktuell einige Kaufinteressenten aufgrund der verdoppelten Zinsen vor einer Finanzierung zurück. Berater können zeigen, wann sich eine Investition weiterhin lohnt und wie Käufer am besten vorgehen sollten. Gemeinsam mit Experten gelingt es auch jungen Menschen sich Wohnraum anzueignen und rechtzeitig für den Ruhestand vorzusorgen.
Finanzierungsvermittler beraten nicht nur, sondern helfen auch aktiv bei der Verwaltung“, betont Argubi abschließend. Weitere Informationen unter www.finanz-center.com

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WIR Redaktion

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