Modernstes kommunales Rechenzentrum in NRW eingeweiht

Haben den Neubau gemeinsam eingeweiht (von links): Klaus Müller-Zahlmann (stellvertre- tender Verbandsvorsteher), Gert Klaus (Vorsitzender der krz-Gremien), Bernd Düsterdiek vom Deutschen Städte und Gemeindebund, Geschäftsführer Reinhold Harnisch, Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Landrat Friedel Heuwinkel. (Foto: Zentrale krz)
Haben den Neubau gemeinsam eingeweiht (von links): Klaus Müller-Zahlmann (stellvertre- tender Verbandsvorsteher), Gert Klaus (Vorsitzender der krz-Gremien), Bernd Düsterdiek vom Deutschen Städte und Gemeindebund, Geschäftsführer Reinhold Harnisch, Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Landrat Friedel Heuwinkel. (Foto: Zentrale krz)

Die Pforten sind geöffnet, die letzten Arbeiten beendet und die Büros bezugsfertig: An der Lemgoer Bismarckstraße ist das modernste Rechenzentrum in Nordrhein-Westfalen eingeweiht worden. Der schlüsselfertige Bau ist am Freitag von Architekt Reinhard Schwakenberg an den Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz), Geschäftsführer Reinhold Harnisch übergeben worden – mit dem ersten in Lemgo durch die Hochschule OWL per 3-D-Druck erstellten Sicherheitsschlüssel.

Als Kommunaler Zweckverband für die Kreise Lippe, Minden-Lübbecke und Herford sowie deren Städte und Gemeinden gegründet, hat sich das krz zu einem modernen IT-Dienstleister entwickelt, der seine Eigentümerverwaltungen bei allen datenverarbeitenden Maßnahmen  unterstützt. Dabei liegen auf den krz-Servern sämtliche sensible Bürgerdaten, auf die von den Verwaltungsmitarbeitern schnell und sicher vor Ort zugegriffen wird. Das krz hat sein Serviceangebot in den vergangenen Jahren stetig erhöht, entsprechend ist die Anzahl der Mitarbeiter immens gewachsen. Insgesamt vier Standorte am Campus Schloß Brake wurden seit längerem vom krz genutzt. Im Sommer 2012 konnte bereits ein weiteres Gebäude auf dem Grundstück in der Bismarckstraße 23 bezogen werden. Der jetzt eingeweihte Neubau ist mit diesem bestehenden Bürotrakt  zu einem harmonischen Ganzen verbunden worden.

Klaus Müller-Zahlmann, stellvertretender Verbandsvorsteher und Bürgermeister von Bad Oeynhausen hat die rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Kreis der Eigentümer sowie der Mitarbeiterschaft begrüßt und damit die Feierstunde in der Bismarckstraße 23 eröffnet. Dabei erinnerte er an den Namensgeber der Straße, Otto von Bismarck: „Hätte dieser IT gekannt, hätte er sich mit dem krz zusammengetan.“

Der Vorsitzende der Eigentümerversammlung, Bürgermeister Gert Klaus (Schieder-Schwalenberg) hat einen Blick zurück auf die vergangenen zweieinhalb Jahre geworfen: „Im Verwaltungsrat haben wir die Pläne erstmals im September 2012 diskutiert, worauf wir mit einem zügigen Beschluss unsere feste Überzeugung dokumentierten. Bereits im Februar 2013 folgte der einstimmige Beschluss zum Kauf des ehemaligen Geländes der Landeszentralbank. Im Januar vergangenen Jahres haben wir mit allerhand guten Wünschen den Grundstein gelegt, diese Wünsche sind bis heute in Erfüllung gegangen und wirken hoffentlich über die Einweihung hinaus.“

„Wie es Lippern gebührt: Auf Sicherheit und Sparsamkeit gebaut“, mit diesen Worten ging Landrat Friedel Heuwinkel auf die kommunale Familie ein. „Unser Rechenzentrum ist als Kommunaler Zweckverband vor über 40 Jahren gegründet worden und seither stetig gewachsen. Mit inzwischen über 230 Mitarbeitern ist es nicht nur ein Beispiel intensiv gelebter Zusammenarbeit, sondern auch wirtschaftlicher Entwicklung eines kommunalen Dienstleisters“, unterstrich Lippes Landrat Friedel Heuwinkel. „In der IT liegt die Zukunft und mit diesem hochmodernen Rechenzentrum gehen wir als kommunale Eigentümer den Weg in die Zukunft mit.“

Dem schloss sich Lemgos Bürgermeister Dr. Reiner Austermann in seinem Grußwort an und sprach über den gestärkten Wirtschaftsstandort der Alten Hansestadt. „Im Kommunalen Rechenzentrum wird Zukunft gestaltet. Dass sich dieser Fortschritt positiv auf die Wirtschaftskraft und die städtebauliche Aufwertung in Lemgo auswirkt, freut mich sehr“, so Austermann.

Stellvertretend für 11 000 große, mittlere und kleinere Städte und Gemeinden in Deutschland betonte Bernd Düsterdiek in seinem Vortrag die Innovationskraft des krz, die ständige Suche nach neuen und bürgerfreundlichen Lösungen und beglückwünschte OWL zur hohen Datensicherheit im modernsten Rechenzentrumsbetrieb, der jetzt für die Mitglieder des DStGB sowohl in NRW wie auch in anderen Regionen zur Verfügung steht. Aus Sicht des DStGB sind die Rechenzentren ein wichtiger und wesentlicher Teil der kommunalen Familien. „Daher empfehle ich unseren Mitgliedern, bei anstehenden Investitionen in die Infrastruktur auch immer an die IT zu denken“, so Düsterdiek.

Bei einem Baubudget von knapp 5,5 Millionen Euro ist ein hochmoderner Verwaltungskomplex entstanden. „Wir haben am 20. November 2013 mit den Arbeiten am Rohbau begonnen. Nur 18 Monate später darf ich nun ein schlüsselfertiges Gebäude mit knapp 1100 Quadratmetern Fläche auf drei Etagen übergeben“, sagte Architekt Reinhard Schwakenberg, der den symbolischen Schlüssel an krz-Geschäftsführer Reinhold Harnisch übergab. „Mit diesem Neubau ist es wie mit unserer krz-Familie aus Eigentümern und Mitarbeitern: Wir haben ein solides und vor allem sicheres Fundament, auf dem wir aufbauen. Gemeinsam gehen wir in die Zukunft, um weitere innovative Projekte umzusetzen, mit denen die Arbeit in den Verwaltungen und für die Bürger erleichtert wird“, unterstrich Harnisch in seiner Ansprache.

Im Neubau hat der ostwestfälische IT-Dienstleister Raum für 65 neue Büroarbeitsplätze geschaffen. Als Serviceprovider mit ausgewiesen hohen Sicherheitsstandards – erst im März erfolgte die vierte Zertifizierung in Folge durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – unterstreicht das krz sein bewährtes 2-Häuser-Konzept. Sicherheitssensible Datenbestände sind an zwei Standorten geschützt. Natürlich wurden die Server im neuen Gebäude klimagesichert und umweltfreundlich eingerichtet, ein faradayscher Käfig schützt die Technik zusätzlich.

www.krz.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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