„Zukunft entsteht, wenn Beziehungen gelingen“

Begeisterte mehr als 220 Gäste im Rietberger Lind Hotel: Trendforscher Matthias Horx forderte mehr Zuversicht beim Blick auf die Zukunft ein. (Foto: Wortmann & Partner & Co. KG)

Rheda-Wiedenbrück. „Wir müssen Zukunft machen. Und wir können das!“ Matthias Horx, wohl bekanntester Trendforscher im deutschsprachigen Raum, empfiehlt, Bedenken durch Wissen zu ersetzen und neue Projekte mit Gleichgesinnten kraftvoll anzugehen. Mit seinem Impulsvortrag bewegte der Wahl-Wiener jüngst mehr als 220 Gäste der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Wortmann & Partner.

Die Zukunft aktiv und mutig anzugehen setze voraus, dass man sich zuvor von alten Weltbildern trenne. Und die bestünden überwiegend aus Ängsten, für die es keinen Grund mehr gebe. Als Beispiele nannte er die Furcht vor Überfremdung unbegründet, denn es kämen nur halb so viele, wie die Menschen einschätzten. Und weit weniger, als Deutschland nach dem letzten Krieg, nach dem Putsch im Iran oder an Spätaussiedlern aus Russland in nur wenigen Jahren integriert habe. Weitere auflagenstärkende Formeln der Medien entlarvte der gelernte Journalist Horx so: „Alle reden davon, dass der Mittelstand in Deutschland schwindet. Das Gegenteil ist der Fall.“ Oder: „Alle beschwören, Roboter und Digitalisierung würden Arbeitsplätze vernichten. Dabei notieren wir aktuell die höchste Beschäftigung. Und es sind in nur wenigen Jahren 880 neue Berufe entstanden.“

Es gelte zu verstehen, dass jeder ein „Nachfahre der Ängstlichen“ sei – jener Steinzeitmenschen, die überlebten, weil sie sich vor wilden Tieren rechtzeitig in ihre Höhlen zurückgezogen haben. Wohl auch deshalb sähen viele mehr Probleme als Lösungen. Das werde zu einem regelrechten „Problemismus“ verstärkt durch negative Übertreibungen. In Medien wie an Stammtischen werde selbst Positives ins Negative verdreht – „Veraberung“ nannte Horx diesen Effekt.

„Zukunft entsteht da, wo Beziehungen gelingen“, empfahl Horx den Unternehmern, sich Menschen zu suchen, die positive Resonanz bieten. Und die helfen, robuste Zuversichten zu erarbeiten und Neues zu wagen. Selbst Fehler sollte man dabei nicht scheuen: „Die Zukunft ist keine gerade Linie nach oben, sondern ihre Entwicklung besteht aus Schleifen, aus Gelingen und Misserfolg, aus Trends und Gegentrends, die sich gegenseitig irritieren und dennoch die Welt besser machen.“

Stellvertretend für die Gäste des Abends und namens seiner Partner dankte Dr. Heiner Wortmann dem Zukunftsforscher für die Fokussierung auf die Beziehungen als Kern und die Zuversicht als wichtigen Baustein erfolgreicher Zukunftsgestaltung: „Wir wissen, wie wichtig die Beziehungen der beteiligten Menschen untereinander für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft von Unternehmen und den dahinter stehenden Familien ist.“ Ein weiteres Dankeschön Wortmanns galt den mittlerweile 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Werte der Kanzlei wie zum Beispiel „Zuverlässigkeit“ und „Mut“ täglich mit Leben füllen.

www.wortmannpartner.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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