Büren auf dem Vormarsch

Das Familienunternehmen m&s existiert bereits seit über 30 Jahren am Standort Büren und konnte in den letzten Jahren den konjunkturellen Aufschwung nutzen
Michael Kubat, Stadt Büren und Rüdiger Sander von FTF Sander GmbH (Foto: Stadt Büren)

Büren. Die vermeintliche Schwäche des Standort Büren, von einer ländlichen Region umgeben zu sein, wirkt sich vor allem auf junge Familien positiv aus. Die Vielzahl an Schulen bieten optimale Bildungsmöglichkeiten im eigenen Stadtgebiet. „Zusätzlich laden die verhältnismäßig günstigen Baulandpreise und familienfreundliche Veranstaltungen junge Menschen dazu ein, sich hier niederzulassen“, betont Bürgermeister Burkhard Schwuchow. „So wird für eine Veranstaltung wie das Bürener Freiluftkino (BOA) kein Eintritt erhoben. Dadurch kann jeder ungeachtet des Geldes am sozialen Leben in Büren teilnehmen.“

Dass dieses Vorgehen Wirkung zeigt, ist an der steigenden Bevölkerungszahl eindeutig zu erkennen. In dem wissenschaftlichen Beobachtungszeitraum von 2011 – 2015 wurde in Büren vom Wohnungsmar ktreport „Wohnen in Ostwesfalen-Lippe“ eine Steigung der Bevölkerungszahl von bis zu 1,5 % ermittelt. Somit dürfte die Grenze zu 23.000 Einwohnern schon bald überschritten werden. In Punkto Bevölkerungswachstum steht Büren nicht nur regional, sondern auch überregional sehr gut dar. Aus derselben Quelle wird bis zum Jahr 2030 eine weitere Steigung der Bevölkerung von bis zu 5 % prognostiziert. Während in OWL eine sinkende Bevölkerungsanzahl von 4 %, sowie in NRW von 0,5 %, im gleichen Zeitraum vorhergesagt wird.

Aber auch die stabilen Mietpreise locken viele junge Menschen in das Stadtgebiet. Dies belegt die aktuelle Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. So ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Alter zwischen 20 und 25 Jahren in 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 % gestiegen. Dieser Wert liegt damit deutlich über dem Kreisdurchschnitt. Zum Vergleich: Im gesamten Kreis Paderborn ist dieser Wert um 0,04 % angestiegen.

Die Prognose des Wohnungsmarktreportes „Wohnen in Ostwestfalen-Lippe“ sieht diesen Trend auch im gesamten Kreisgebiet im Aufschwung. Denn der Kreis Paderborn kann zwischen den Jahren 2014 und 2030 mit etwa 6.000 Bürgern mehr rechnen, die zwischen 30 und 45 Jahre alt sind. Diese Menschen gehören, Stand heute, noch zu der Gruppe der Alterskategorisierung der 20 bis 25-Jährigen. Mit Blick auf die Zukunft (bis zum Jahre 2030) ist diese Zielgruppe, zukünftigen Fach- und Führungskräften unter anderem am Wirtschaftsstandort Büren in einem Alter ab 30 Jahren zuzuordnen. Diese Entwicklung lässt darauf schließen, dass die Zielgruppe der heutigen 20 bis 25-Jährigen nicht nur im Stadtgebiet Büren langfristig ihren Wohnort finden, sondern auch gleichaltrige Zielgruppen von außen in das Kreisgebiet Paderborn gelockt werden.

„Büren ist ein starker Wirtschafts- und exzellenter Lebensstandort und bietet für die Zukunft attraktive Perspektiven für junge Fach- und Führungskräfte“, weiß Michael Kubat, von der Wirtschaftsförderung der Stadt Büren. Der Standort Büren profitiert von einer über 2 % gesteigerten Anzahl an registrierten Unternehmen (im Kreis Paderborn liegt diese Steigerung bei 1,4 %). Neue Unternehmen siedeln sich am Standort Büren an und sorgen beispielsweise für die positive Entwicklung zweier wesentlicher Indikatoren von Wohlstand am Standort Büren:

So ist in Büren in dem Zeitraum vom 30.06.2015 bis zum 30.06.2016 erneut ein Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen, die hier ihren Wohnort haben, von über 2 % zu beobachten. Somit leben zurzeit 8.600 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Menschen in Büren. Zusammen mit geringfügig Beschäftigten und Zeitarbeitern gehen in Büren insgesamt über 10.000 Menschen einer Tätigkeit nach. Diese positive Entwicklung, welche über dem Durchschnitt des Kreises Paderborn liegt, wird durch die jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bestätigt. Die Anzahl der Personen, die in Büren leben und in der näheren Region arbeiten, ist ebenfalls gestiegen. Aus Sicht der Stadt Büren ist dies auch eine Bestätigung dafür, dass der Standort überregional als Wohnort beliebt ist.

„Die gute Arbeitsmarktsituation in Büren kann durch eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen verdeutlicht werden“, schildert Michael Kubat. Ein gutes Beispiel hierfür sei das Unternehmen m&s Sprossenelemente GmbH unter Leitung von Rüdiger und Edeltraut Sander. Das Familienunternehmen existiert bereits seit über 30 Jahren am Standort Büren und konnte in den letzten Jahren den konjunkturellen Aufschwung nutzen. Allein im vergangenen Jahr ist m&s um einen zweistelligen Prozentsatz gewachsen und hat die dadurch neu geschaffenen Stellen mit regionalen Fachkräften aus Büren und dem näheren Umland besetzt.

Durch die steigende Anzahl an Beschäftigten am Wohnort steigt auch der Kaufkraftindex. Dieser ist eine Kennziffer für das Einkommen der standortansässigen Haushalte. Mit einem Wert, der zwischen 105 und 110 Punkten liegt, ist Büren überdurchschnittlich gut aufgestellt und überschreitet die Durchschnittswerte des Kreises Paderborn (104 Punkte), von OWL (101 Punkte) und des Landes NRW (100 Punkte). Dies bedeutet, dass den Haushalten in Büren überdurchschnittlich mehr Einkommen zur Verfügung stehen und im volkswirtschaftlichen Sinne ein höherer Wohlstand generiert wird.

Äußerst positiv entwickelt sich auch die Integration in Büren. Der Standort hat es begriffen, ausländische Fach- und Führungskräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren. So ist die Anzahl der Ausländer, die in Büren einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, im Vergleich zum Vorjahr um über 24 % gestiegen. Die ortsansässigen Unternehmerinnen und Unternehmer haben es verstanden, einem drohenden Fachkräftemangel in der Region durch den Einsatz von ausländischen Fachkräften in sehr positiver Form entgegen zu wirken.

„Die Stadt Büren befindet sich seit vielen Jahren auf einem fortschrittlichen Weg. Das Fundament für eine positive und facettenreiche Zukunft ist geschaffen“, weiß Bürgermeister Burkhard Schwuchow abschließend zu berichten. „Sowohl mittelständische Unternehmen, Unternehmensgründer und auch junge Familien erhalten hier beste Voraussetzungen für ein Leben in Wohlstand.“

www.bueren.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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