Initiative Neue Qualität der Arbeit für zukunftsfähige Arbeitskultur

Berlin. Die aktuelle Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales „Wertewelten Arbeiten 4.0“ gibt Einblicke in die Anforderungen und Wünsche Erwerbstätiger an die Arbeitswelt der Zukunft. Welcher „Wertewelt“ man selbst angehört, können Interessierte mithilfe eines Online-Tools nun selbst herausfinden.

„Der Mensch bleibt Mittelpunkt – bei allem technischen Fortschritt“, bilanzierte Bundesministerin Andrea Nahles gestern bei ihrer Eröffnungsrede der „Halbzeitkonferenz Arbeiten 4.0“. Damit zog sie ein erstes Zwischenfazit des Dialogprozesses, der im Frühjahr des letzten Jahres angestoßen wurde. Im Rahmen der Konferenz mit rund 650 Gästen, darunter Vertreterinnen und Vertreter der Sozialpartner, Verbände, Unternehmen, Wissenschaft und Politik, wurden die Ergebnisse der im Rahmen des Projektes „Gute Führung“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit geförderten, großangelegten Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bremer nextpractice GmbH vorgestellt. Die genutzte Befragungsmethode basiert auf der Studie „Führungskultur im Wandel“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

Wie schätzen die Menschen ihre Arbeitswelt ein? Wie kann der digitale Wandel der Arbeitswelt im Sinne der Menschen gestaltet werden? In einer qualitativ-quantitativen Befragung von 1.200 Erwerbstätigen wurden diese Fragen beantwortet. Das Ergebnis: Nicht nur die Tätigkeiten, sondern auch die Ansprüche von Arbeitgebern und Beschäftigten sind in der digitalisierten Arbeitswelt fundamentalen Änderungen unterworfen.

Innerhalb der Befragung zeichnen sich unterschiedliche Wertewelten ab, die die Pluralität der Erwerbstätigen illustrieren. Ob ein großes Sicherheitsbedürfnis, der Wunsch nach Freiheit und Flexibilität, die Suche nach Sinn oder die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf – die Vielfalt der Wertewelten verdeutlicht anschaulich die Notwendigkeit nach individuellen Lösungen. „In der modernen Arbeitswelt funktioniert das alte Prinzip „one-size-fits-all“ nicht mehr. Was die Bürger von ihrer Arbeit erwarten, ist höchst individuell. Wir brauchen einen Flexibilitätskompromiss in der Tradition der Sozialen Marktwirtschaft, der neue Sicherheiten mit mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte zusammenbringt“, so Andrea Nahles.

Hilfsangebote und Unterstützung bei der Etablierung und Erhaltung einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur bietet die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Initiative Neue Qualität der Arbeit.

www.inqa.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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