Industrielle Kommunikation der Zukunft: Jahrestagung der 5G-Forschungsinitiative vom BMBF

Prof. Dr. Gregor Engels von der Universität Paderborn. (Foto: Universität Paderborn)

Paderborn. Am 20. Juni findet im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn die Jahrestagung der Forschungsinitiative „5G — Industrielle Kommunikation der Zukunft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt. Erstmals werden die drei vom BMBF geförderten und aktiven 5G-Forschungsschwerpunkte, die sich mit der neuen Generation der Netz- und Kommunikationstechnologie beschäftigen, mit allen 20 Projekten vorgestellt. Dr. Christine Thomas vom BMBF wird die Tagung eröffnen.

Gastgeber und Konsortialführer der Begleitforschung „Innovationsplattform für 5G: Industrielles Internet – IP45G“ ist der Software Innovation Campus Paderborn (SICP) der Universität Paderborn. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme für alle drei Forschungsschwerpunkte auf rund 80 Millionen Euro. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ip45g.de

„Die Wirtschaft befindet sich mitten in der vierten industriellen Revolution, der Industrie 4.0“, sagt SICP-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Gregor Engels, Leiter des SCIP. Der dafür notwendige hohe Grad an Industrieautomatisierung mit der Kopplung der Produktion an digitale Dienstleistungen sei mit etlichen neuen Anforderungen an die Flexibilität der Anlagen und die Kommunikationstechnologien verbunden, die im industriellen Umfeld eingesetzt werden. „Das zentrale Nervensystem der Industrie 4.0 stellen dabei die lokalen Netzwerktechnologien für Industrieanlagen – das „Industrielle Internet“ – dar. Das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Zugangstechnologien mit dem Kern-Netz wird allgemein unter dem Akronym „5G“ diskutiert“, erklärt Engels und ergänzt: „Künftige 5G-Technologien bilden den Rahmen für das industrielle Internet der Zukunft mit innovativen Anwendungsmöglichkeiten und Wertschöpfungsbereichen.“

Tagungsprogramm

Der Vormittag widmet sich der „neuen Qualität der industriellen Kommunikation“. Unternehmensvertreter und Wissenschaftler schildern in Impulsvorträgen u. a. Möglichkeiten neuer Kommunikationstechnologien aus der Sicht eines Weltkonzerns sowie der Wissenschaft. Auch wird die Bedeutung der Funkkommunikation beim Übergang von industrieller Automatisierung zu Industrie 4.0 aufgezeigt.

Der Nachmittag steht im Zeichen des „Dialogs“. Es geht um bereits erreichte Erkenntnisse und Ergebnisse im Forschungsschwerpunkt „Zuverlässige drahtlose Kommunikation in der Industrie“ (gestartet 2015). Zwei neu initiierte Förderschwerpunkte werden vorgestellt. „5G: Industrielles Internet“ beschäftigt sich mit Technologien und Funktionen von „5G-Anwendungen“ im Kontext von Industrie 4.0. Es werden innovative Technologien und intelligente selbstorganisierende Netzmanagementlösungen für anwendungsfreundliche handhabbare und flexible Kommunikationsnetze erforscht. Forschungsprojekte mit Anwendungen in 5G Gesamtkonzepten – wie der Industrie 4.0, vernetzten Baumaschinen, vernetztem, autonomen Fahren und Smart Farming – werden unter dem Förderschwerpunkt „5G: Taktiles Internet“ vorgestellt.

www.upb.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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