GERRY WEBER bleibt bei Vertikalisierungsstrategie

Halle/Westfalen. Unterstützt durch die Wachstumsdynamik des eigenen Retail Segmentes stieg der Konzernumsatz nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2013/14 um 1,2 % auf EUR 600,0 Mio. (9M Vorjahr: EUR 592,8 Mio.). Mit EUR 293,6 Mio. trug das eigene Retail Geschäft 48,9 % zum Umsatz der GERRY WEBER Gruppe bei.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der eigene Einzelhandel seinen Umsatz um 13,0 % steigern und damit den Rückgang des Wholesale Umsatzes vollständig kompensieren.

Die Übernahme früherer Franchise Stores in Belgien und Norwegen in das eigene Retail Geschäft sowie das herausfordernde Marktumfeld führten zu einem Rückgang des Wholesale Segmentes von 8,0 % in den ersten neun Monaten 2013/14. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Wholesale Umsätze des Vorjahres noch die Umsätze der durch die GERRY WEBER Gruppe mehrheitlich erworbenen belgischen und norwegischen Houses of GERRY WEBER umfasste. Hinzu kommt, dass wir aufgrund unserer selektiven Distribution bewusst auf Umsatz mit bonitätsschwachen Kunden, insbesondere aus Südeuropa, Russland und der Ukraine, verzichtet haben, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Dies unterstreicht erneut die Strategie des Konzerns, eine höhere Profitabilität vor Umsatzwachstum zu stellen.

Wie bereits in den ersten beiden Quartalen 2013/14 hat sich das eigene Retail Geschäft auch im 3. Quartal besser entwickelt als der gesamte Modemarkt in Deutschland. War in den Monaten November 2013 bis April 2014 der Umsatz in Deutschland nahezu ausgeglichen, verschlechterte sich das Marktumfeld in den Monaten Mai bis Juli deutlich. Nach 5,2 % im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres wies der GERRY WEBER Retail Bereich im 3. Quartal trotz negativer Umsatzentwicklung des Gesamtmarktes stabile Umsätze auf vergleichbarer Fläche aus. Insgesamt belief sich das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Retail Fläche in den ersten neun Monaten 2013/14 auf 3,4 %.

Neben dem Wachstum auf vergleichbarer Fläche ist die positive Umsatzentwicklung des Retail Bereiches auch auf die Umsatzsteigerungen der in den letzten zwei Jahren eröffneten Geschäfte sowie die Übernahme ehemaliger Franchise Partner zurückzuführen. „Das dynamische Umsatzwachstum des eigenen Retail Bereiches zeigt deutlich die konsequente Umsetzung unserer Vertikalisierungsstrategie“, erläutert Ralf Weber, zuständiger Retail Vorstand der GERRY WEBER International AG.

Entwicklung der Bruttomarge

Der höhere Umsatzanteil des konzerneigenen Retail Geschäftes und eine optimierte Warensteuerung führten nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 zu einem Anstieg der Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr von 260 Basispunkten auf 56,4 %. Besonders deutlich ist diese positive Entwicklung im isolierten 3. Quartal 2013/14 zu erkennen. Trotz im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufiger Konzernumsätze (-0,9 %), aber einem gestiegenen Retail Anteil von 49,3 % auf 56,0 % verbesserte sich die Rohertragsmarge von 56,8 % auf 59,4 %.

Verbesserung der Profitabilität

In den letzten zwölf Monaten (seit 1. August 2013) hat sich die Anzahl der in Eigenregie geführten Verkaufsflächen um 119 auf 751 erhöht. Verbunden mit der fortschreitenden Retail Expansion sind höhere Fixkosten für Personal und Mieten. Vor diesem Hintergrund blieb das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) des 3. Quartales 2013/14 mit EUR 22,7 Mio. im Vergleich zum Q3 des Vorjahres nahezu konstant. Auf Neunmonatssicht ist es uns gelungen, das EBITDA überproportional zum Konzernumsatz (+1,2 %) um 11,0 % auf EUR 84,5 Mio. zu erhöhen (9M Vorjahr: EUR 76,1 Mio.). Entsprechend verbesserte sich die EBITDA Marge von 12,8 % auf 14,1 %.

Vor dem Hintergrund leicht rückläufiger Q3 Umsätze sowie expansionsbedingter Kosten des Retail Bereiches verminderte sich das operative Ergebnis des isolierten 3. Quartals von EUR 17,4 Mio. auf EUR 16,0 Mio. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ergibt sich jedoch eine deutliche Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 7,9 % auf insgesamt EUR 65,5 Mio. Entsprechend verbesserte sich auch die EBIT-Marge von 10,2 % auf 10,9 % in den ersten neun Monaten 2013/14.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (EUR -3,8 Mio.) und der Ertragsteuern (EUR -18,6 Mio.) erwirtschaftete die GERRY WEBER International AG in den ersten neun Monaten 2013/14 ein Ergebnis nach Steuern von EUR 43,1 Mio. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von EUR 0,94 (9M 2012/13: EUR 0,89 pro Aktie).

Ziele des Geschäftsjahres 2013/14

„Mit der Bereitstellung einer zusätzlichen Kollektion mit 29 Teilen (NY-Collection), der erstmaligen Schaltung eines TV Werbespots sowie an den Bedürfnissen unserer Kundinnen ausgerichteten Herbst/Winter-Kollektionen haben wir die Voraussetzungen geschaffen, unsere Ziele für das 4. Quartal 2013/14 zu erreichen,“ führt Gerhard Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG, aus.

www.gerryweber.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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