Dem IT-Notfall vorbeugen – effektives Disaster Recovery

„Damit die Effizienzgewinne, die sich durch die Digitalisierung in der Industrie ergeben, nicht zu Lasten eines stetig wachsenden IT-Budgets gehen, müssen „smarte Fabriken“ die Kostenspirale in der IT durchbrechen., so LANOS Geschäftsführer Hans-Jürgen Fockel. (Foto: LANOS)

Störungen der Betriebsabläufe durch den Ausfall der IT können gerade im Zeitalter der Digitalisierung und der stetig wachsenden Vernetzung in Handel und Industrie unkalkulierbare betriebswirtschaftliche Risiken mit sich bringen. Immer mehr Unternehmen suchen daher die IT- und Datensicherheit in externen Rechenzentren, um den wachsenden Anforderungen und Kosten Herr zu werden und sich gleichzeitig gegen Ausfallrisiken abzusichern.

In Anlehnung an den IT-Grundschutz des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat das IT-Systemhaus LANOS aus Schloß Holte- Stukenbrock ein individuell konfigurierbares Notfallmanagement- und Disaster Recovery- Dienstleistungspaket für Unternehmen entwickelt, die ihre IT auch weiterhin „Inhouse“ betreiben wollen. WIR hat bei Hans-Jürgen Fockel, Mitgründer und Geschäftsführer des Systemhauses LANOS, nachgefragt.

WIR: Herr Fockel, der Transformationsprozess in der Industrie zu mehr Vernetzung und Digitalisierung ist in vollem Gange. Worin sehen Sie die größte Gefahr bei einem Ausfall der betrieblichen IT?

Hans-Jürgen Fockel: Die Industrie befindet sich mitten in einem fundamentalen Strukturwandel, der maßgeblich die Art und Weise beeinflusst, wie Informationen ausgetauscht und Prozesse gesteuert werden. IT-Systeme sind in der heutigen Industrie keine gekapselten Einheiten mehr, sondern fungieren als Zahnrad innerhalb eines Produktions- und Liefernetzwerkes. Die Problematik, die sich aus den in dinglicher Abhängigkeit stehenden Informations- und Infrastrukturgeflechten ergibt, liegt auf der Hand: Fällt heute ein Zahnrad aus, ist die Echtzeit-Kommunikation und Informationsverarbeitung aller nachfolgenden IT-Systeme und Prozesse gestört. Diese Störung entfaltet ihre Auswirkungen über sämtliche Prozessebenen – nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern in der gesamten Lieferkette und in deren assoziierten Netzwerken. Gerade bei Unternehmen, die ihre IT noch Inhouse und nicht in hochverfügbaren, externen Rechenzentren betreiben, steigt der Ressourceneinsatz enorm an, um sich gegen Risiken abzusichern und die wachsenden Anforderungen der Vernetzung und Digitalisierung zu stemmen.

WIR: Wie können Unternehmen dem entgegenwirken und welchen Ansatz verfolgt LANOS?

Hans-Jürgen Fockel: Das Zusammenwachsen von Prozessen, Maschinen und IT über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus erfordert zunächst ein grundlegendes Umdenken und ein neues Verständnis der eigenen IT-Organisation, um die Infrastruktur auch langfristig sicher, risikoarm und vor allem wirtschaftlich betreiben zu können. Damit die Effizienzgewinne, die sich durch die Digitalisierung in der Industrie ergeben, nicht zu Lasten eines stetig wachsenden IT-Budgets gehen, müssen „smarte Fabriken“ die Kostenspirale in der IT durchbrechen. Um den digitalen Wandel zu mehr Kundenorientierung, Automatisierung und dezentraler Steuerung nicht auf Kosten der Sicherheit, Kontrolle oder Compliance voranzutreiben, verlagern immer mehr Industriebetriebe ihre IT an spezialisierte Systemhäuser und Rechenzentrumsbetreiber. Die Betriebsrisiken und Notfallprozeduren vollständig auf den IT-Dienstleister zu übertragen und dort Leistungen auszulagern, die ein Spezialist besser und günstiger umsetzen kann, gewinnt deshalb für viele mittelständische Unternehmen mit zunehmendem Komplexitätsgrad der IT an Bedeutung. Denn nur mit zuverlässigen Backup-Systemen und einer sicheren Datenkommunikation entsteht Vertrauen in die neuen und vernetzten Technologien und Prozesse, die im Zuge der Digitalisierung in der Industrie immer wichtiger werden.

WIR: Ist das Outsourcing des Notfallmanagements als Faustformel zu verstehen?

Hans-Jürgen Fockel: Nein, denn nicht für jedes Unternehmen ist das IT-Sourcing möglich oder gewünscht. Für diese Unternehmen, die auch mittelfristig die IT in weiten Teilen in Eigenregie betreiben wollen, haben wir daher ein passgenaues und zuverlässiges IT-Notfallmanagement- Konzept entwickelt. Damit stellen wir sicher, dass bei einem IT-Ausfall im Unternehmen Downzeiten minimiert, ein strukturierter Wiederanlauf der lokalen Systeme gewährleistet und die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen auf das Geschäft so gering wie möglich gehalten werden.

WIR: Wie sieht dies in der Praxis konkret aus?

Hans-Jürgen Fockel: Das Paket umfasst u.a. die Nutzung eines Webportals mit integriertem Ticket- System und automatischem Benachrichtigungsservice via SMS, eine geschützte Online- Datensicherung in einem der sichersten Rechenzentren Deutschlands und ein Prozess-Tool, mit dem die kritischen Systeme und Prozesse auf einfache Weise dokumentiert werden können. Als separate Bausteine lassen sich zudem bei Bedarf ein 24/7 Echtzeit-Monitoring der lokalen IT-Systeme und Pflege-/ Wartungsdienstleistungen, Absicherungen nach außen, Mail-Verschlüsselungen oder die Verwaltung der Zutrittskontrolle hinzubuchen. Bei einem IT-Ausfall werden die Systeme nach vertraglich festgelegten Reaktionszeiten anhand der Datensicherung über das Rechenzentrum auf einem separaten Satellitensystem oder auf Anlagen im Rechenzentrum wiederhergestellt. Der jeweilige Leistungsumfang lässt sich dabei über die Service Level Agreements wie ein Baukastensystem flexibel auf die individuellen Anforderungen und Gegebenheiten des Unternehmens anpassen, gänzlich ohne Investitionskosten und zu monatlich fest kalkulierbaren Kosten.

www.lanos.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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