Für Circular Economy: (v.l.) Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp (Fachhochschule Bielefeld), Klaus Meyer (Energie Impuls OWL), Uwe Borchers (ZIG - Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL), Almut Rademacher (OWL Maschinenbau), Norbert Reichl (Food Processing Initiative FPI),Ulrike Künnemann (InnoZent OWL), Friederike David (VDI OWL) (Foto: Energie Impuls OWL)
Für Circular Economy: (v.l.) Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp (Fachhochschule Bielefeld), Klaus Meyer (Energie Impuls OWL), Uwe Borchers (ZIG - Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL), Almut Rademacher (OWL Maschinenbau), Norbert Reichl (Food Processing Initiative FPI),Ulrike Künnemann (InnoZent OWL), Friederike David (VDI OWL) (Foto: Energie Impuls OWL)

Circular Economy stärkt den Produktionsstandort Ostwestfalen-Lippe

Bielefeld. Plastik im Meer, knappe Bauschuttdeponieräume, teure seltene Erden, die zu 99 % im Abfall verloren sind – damit wollen sich regionale Unternehmen, vom Maschinenbau über Energietechnik, Bauwirtschaft, Lebensmittel bis zur Gesundheitswirtschaft, in Zukunft nicht mehr abfinden. Vielmehr ist ein zukunftsfester Produktions- und Wirtschaftsstandort ohne Schrott und Abfall im Sinne einer Circular Economy die Vision für Ostwestfalen-Lippe.

So ist es auch im aktuellen regionalen Entwicklungskonzept OWL als strategisches Ziel benannt. Die fünf Innovationsnetzwerke OWL starten mit ihren zusammen 600 Unternehmensmitgliedern nun gemeinsam den Aufbau regionaler Handlungskompetenz, um Produkte so zu gestalten, dass alle Komponenten nach ihrem Gebrauch wieder in einen neuen Wertschöpfungsprozess eingehen können und somit nichts produziert werden muss, was als Müll endet. Neben den Netzwerken gehört der VDI OWL (3.600 Mitglieder) und die Fachhochschule Bielefeld mit ihrem speziellen Studien-Modul Circular Economy zu den Initiatoren.

60 Unternehmen für Circular Economy

Weitere 60 Unternehmen, Hochschulen, Initiativen und Institutionen haben sich bereits im Vorfeld des Wettbewerbs zur konkreten Mitarbeit verpflichtet. Mit dem aktuellen Zuschlag der Jury im Regio.NRW-Wettbewerb für den OWL-Wettbewerbsbeitrag „CirConomyOWL“ positioniert sich die Region als Hotspot für kluge und zukunftsfeste Wertschöpfung bei Produkten und Prozessen.

Dipl.-Ing. Karsten Ollesch, Prokurist und Vertriebsleiter des international ausgerichteten Maschinenbauunternehmens Glass in Paderborn, erklärt stellvertretend für die Vielzahl der Netzwerkmitglieder: „Als Produktionsunternehmen werden wir in Zukunft immer mehr Stoffe, Komponenten und ganze Baugruppen für den endlosen Einsatz in immer neuen Maschinengenerationen konzipieren müssen. Dafür müssen weitreichende Vernetzungen zwischen Kunden, Entwicklung, Produktion, Handel und Service ausgebaut werden. Diese Aufgabe ist nicht von einem Unternehmen allein zu lösen. Die OWL-Netzwerke ermöglichen uns die branchenübergreifende Zusammenarbeit. Mit der erfreulichen Unterstützung dieser Pionierarbeit über die nächsten drei Jahre durch das Land NRW können wir unseren Produktionsstandort OWL zur Speerspitze für diese neuen internationalen Marktanforderungen entwickeln.“

Für das regionale Projekt stellen die Netzwerke erhebliche Sach- und Personalmittel aus eigener Kraft bereit, bis zu 90 % der Projektkosten könnten nach dem positiven Jury-Votum nun aus EU- und Landesmitteln ergänzt werden, hoffen die Initiatoren.

www.energie-impuls-owl.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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