Arbeitsmarktentwicklung in Paderborn und Höxter

Paderborn/Höxter. Im Kreis Paderborn kam es vor dem Hintergrund geringer saisonaler Beeinträchtigungen und leichter Belebungstendenzen im Februar zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Anders als in den beiden Vorjahren konnte bereits jetzt die Arbeitslosenzahl um 42 oder 0,4 Prozent auf 10.699 reduziert werden. Im Februar 2013 gab es noch eine Zunahme um 25 und im Februar 2012 um 112.

Rückgänge in den typischen Saisonberufen (minus 25) sowie ein Abbau der Arbeitslosenzahlen in verschiedenen Dienstleistungsberufen (z.B. in den Gesundheits- und Erziehungsberufen – minus 33, den Büro- und Verwaltungsberufen – minus 17) bewirkten zuletzt die Entlastung auf dem Arbeitsmarkt.      

Belastend wirkten sich in den vergangenen Wochen noch die zahlreichen Arbeitslosmeldungen nach Abschluss von zwei- bzw. dreieinhalb jährigen Berufsausbildungen und  anderen beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen aus. Dadurch kam es auch zu einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um fünf Prozent.    

Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird jetzt im Kreis Paderborn um 186 oder 1,8 Prozent überschritten.     

Die Arbeitslosenquote ging im Februar von 6,7 auf 6,6 Prozent zurück. Im Februar 2013 waren es ebenfalls 6,6 Prozent.

„Wie bei der milden Witterung zu erwarten, konnte bereits im Februar der Höchststand der Winterarbeitslosigkeit im Kreis Paderborn wieder unterschritten werden. Offensichtlich ist die Auftragslage in weiten Teilen des Bau- und Ausbaugewerbes so gut, dass zahlreiche Betriebe ihre Arbeit früher als sonst üblich wieder aufnahmen und einen Teil der zuvor entlassenen Arbeitnehmer wieder einstellten“, so der Chef der Paderborner Arbeitsagentur Rüdiger Matisz zu den neuen Daten vom Arbeitsmarkt. „In wieweit die zuletzt vielfach beschriebene Konjunkturbelebung die Wirtschaft der Region und den Arbeitsmarkt erreicht, lässt sich hoffentlich in den kommenden Wochen an einer kräftigen Frühjahrsbelebung mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit ablesen. Erste positive Daten auf der Nachfrageseite weisen in eine entsprechende Richtung, denn allein in den vergangenen vier Wochen wurden 50 Prozent mehr freie Stellen gemeldet als im Januar“, zeigt sich Matisz optimistisch. 

„Wenig befriedigend ist aktuell die Entwicklung bei den jüngeren Arbeitslosen“, ergänzt der  Agenturchef. Im Anschluss an betriebliche Ausbildungen und andere Qualifizierungsmaßnahmen meldeten sich im Februar 456 Männer und Frauen, vorwiegend jüngere unter 25 Jahren, arbeitslos. Vor diesem Hintergrund stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 60 oder 5,2 Prozent auf 1.213. „In den kommenden Monaten wollen wir hier bei Aktivitäten einen Schwerpunkt setzen und uns gemeinsam mit dem Jobcenter Kreis  Paderborn noch intensiver um eine schnelle und passgenaue berufliche Integration dieser jungen Menschen kümmern. Wir wollen einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenwirken und auf der anderen Seite den Fachkräftebedarf der Wirtschaft abdecken“, erläuterte Matisz.

Im Februar meldeten sich 2.144 Personen neu oder wieder arbeitslos; 347 weniger als im Januar (minus 14 %) und ähnlich viele wie im Februar des Vorjahres. 2.184 Männer und Frauen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden; 519 mehr als im Januar und 79 mehr als im Februar 2013. 

Die Zahl der SGB III – Arbeitslosen (Versicherungsbereich) konnte im Februar um 12 oder 0,3 Prozent auf 3.862 reduziert werden. Die Vorjahreszahl wird hier um 288 oder 8,1 Prozent überschritten.  

Bei den SBG II – Arbeitslosen (potenzielle Arbeitslosengeld II – Empfänger) war im Februar ein Rückgang um 30 oder 0,4 Prozent auf 6.837 zu verzeichnen. Die Vorjahreszahl wird ebenfalls unterschritten, und zwar um 102 (minus 1,5 %). Aktuell entfallen 63,9 Prozent der Arbeitslosen auf den Bereich der Grundsicherung (Vorjahr 66,0 %).  

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) stieg als Folge zahlreicher Arbeitslosmeldungen nach betrieblichen und schulischen Ausbildungen an, und zwar um 60 oder 5,2 Prozent auf 1.213. Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,1 Porzent (Vorjahr: 5,9 %).   

Bei den Älteren (über 50 Jahre) kam es dagegen zu einem leichten Rückgang der  Arbeitslosenzahl. Die Zahl reduzierte sich um 35 auf 3.300 Arbeitslose. Hier liegt die Arbeitslosenquote bei 7,1 Prozent nach 7,4 Prozent im Vorjahr.  

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Februar um 49 auf 3.574. Der Vorjahreswert wird noch um 186 unterschritten (minus 4,9 Prozent).

Die Kräftenachfrage (668 Stellen wurden neu gemeldet) stieg wieder deutlich an; es wurden 225 mehr freie Stellen gemeldet als im Januar. Die Zahl blieb allerdings noch um 48 oder 6,7 Prozent hinter dem Februarwert des Vorjahres zurück. Der Bestand an unbesetzten offenen Stellen lag am Monatsende mit 1.675 auf dem Niveau des Vorjahres (plus 4).

Ein großer Anteil der Kräftenachfrage entfällt auf die Zeitarbeitsunternehmen (445 Stellen), aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen (113 Stellen), das Verarbeitende Gewerbe (192 Stellen), der Handel (207 Stellen), die Gastronomie (88 Stellen) und das Baugewerbe (166 Stellen) haben derzeit erheblichen Kräftebedarf.

Im Kreis Höxter kam es im Februar vor dem Hintergrund einer rückläufigen saisonalen Belastung und ersten Frühjahrs-Belebungstendenzen zu einem Abbau der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen ging in Laufe des Monats um 89 oder 2,0 Prozent auf 4.455 zurück. Belastend wirkten sich noch Arbeitslosmeldungen von jungen Menschen nach Abschluss einer zwei- bzw. dreieinhalbjährigen Berufsausbildung und anderen beruflichen Qualifizierungen aus. Dadurch kam es auch zu einem weiteren Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit, der sich allerdings in engen Grenzen hielt (plus 4).  

Ein Rückgang der Erwerbslosigkeit war im Februar bei den typischen Saisonberufen (grüne Berufe, Bau- und baunahe Berufe, Verkehrsberufe ….) zu verzeichnen (minus 25), ebenso bei den Gesundheits- und Erziehungsberufen (minus 21) und den Verwaltungs- und Büroberufen (minus 17).       

Die Arbeitslosenzahl des Vorjahres wird im Kreis Höxter aktuell um 273 oder 6,5 Prozent  überschritten.         

„Wie bei der milden Witterung zu erwarten, konnte bereits im Februar der Höchststand der Winterarbeitslosigkeit unterschritten werden. Offensichtlich ist die Auftragslage in weiten Teilen des Bau- und Ausbaugewerbes im Kreis Höxter so gut, dass zahlreiche Betriebe ihre Arbeit früher als sonst üblich wieder aufnahmen und einen Teil der zuvor entlassenen Arbeitnehmer wieder einstellten“, so der Chef der Arbeitsagentur Paderborn-Höxter, Rüdiger Matisz, zu den neuen Arbeitsmarktdaten. „In wieweit die zuletzt vielfach beschriebene Konjunkturbelebung die Wirtschaft der Region und den Arbeitsmarkt erreicht, lässt sich hoffentlich in den kommenden Wochen an einer kräftigen Frühjahrsbelebung mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit ablesen. Erste positive Daten auf der Nachfrage-seite weisen in eine entsprechende Richtung, denn allein in den vergangenen vier Wochen wurden nahezu 50 Prozent mehr freie Stellen gemeldet als im Januar“, zeigt sich Matisz optimistisch. 

„Wenig befriedigend ist aktuell die Entwicklung bei den jüngeren Arbeitslosen“, ergänzt der  Agenturchef. Im Anschluss an betriebliche Ausbildungen und andere Qualifizierungsmaß-nahmen meldeten sich im Februar 217 Männer und Frauen, vorwiegend jüngere unter 25 Jahren, arbeitslos. Vor diesem Hintergrund stieg die Jugendarbeitslosigkeit nochmals leicht um vier oder 0,8 Prozent auf 530. Auch der Vorjahreswert wurde um 22 oder 4,3 Prozent überschritten. „In den kommenden Monaten wollen wir hier bei Aktivitäten einen Schwerpunkt setzen und uns gemeinsam mit dem Jobcenter Kreis Höxter noch intensiver um eine schnelle und passgenaue berufliche Integration dieser jungen Menschen kümmern. Wir wollen einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenwirken und auf der anderen Seite den Fachkräftebedarf der Wirtschaft abdecken“, erläutert Matisz.

Höxter
Die Arbeitslosenquote ging im Kreis Höxter gegenüber dem Vormonat von 6,2 auf 6,0 Prozent zurück, im Februar 2013 lag sie bei 5,7 Prozent. Am günstigsten ist die Quote aktuell im Geschäftsstellenbezirk Höxter mit 5,9 Prozent (Vorjahr 5,6 %). Hier konnte die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 45 oder 1,4 Prozent auf 3.146 Personen abgebaut werden. Der Vorjahreswert wird um 194 oder 6,6  Prozent überschritten. Im Geschäftsstellenbezirk Warburg beträgt die Quote 6,3 Prozent (Vorjahr 6,0 %). Die Arbeitslosigkeit ging hier im Februar um 44 oder 3,3 Prozent auf aktuell 1.309 Personen zurück. Der Vorjahreswert wird um 79 oder 6,4 Prozent überschritten.   

Im Berichtsmonat meldeten sich im Kreis Höxter 865 Personen arbeitslos, 387 oder 31 Prozent weniger als im Januar und 72 weniger als im Februar 2013. Gleichzeitig kam es zu 944  Abgängen aus der Arbeitslosigkeit; das waren 224 mehr als im Januar und 46 mehr als im Februar des Vorjahres.

Die Zahl der Arbeitslosen konnte im Versicherungsbereich (SGB III – Arbeitslose) im Feb-ruar um 46 oder 2,1 Prozent auf 2.119 abgebaut werden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 206 Arbeitslose (plus 10,8 %).  

Im Bereich der Grundsicherung (SBG II – Arbeitslose) konnte die Arbeitslosigkeit im Februar in nahezu gleicher Größenordnung abgebaut werden, und zwar um 43 oder 1,8 Prozent auf 2.336. Die Vorjahreszahl wird hier um 67 oder 3,0 Prozent überschritten. Zurzeit entfallen im Kreis Höxter 52,4 Prozent aller Arbeitslosen auf den Bereich der Grundsicherung (Vorjahr  54,3 %). 

Die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahren) stieg im Februar um 4 oder 0,8 Prozent  auf 530. Die Vorjahreszahl wird um 22 oder 4,3 Prozent überschritten. Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen beträgt aktuell 6,2 Prozent, im Vorjahr waren es 6,0 Prozent. 

Bei den Älteren (über 50 Jahre) war im Kreis Höxter eine vergleichsweise deutliche Abnah-me der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen (minus 62 oder 3,9 % auf 1.524). Der Februarwert des Jahres 2013 wird  um 68 (plus 4,7 %) überschritten. Die altersspezifische Arbeitslosen-quote liegt derzeit bei 6,5 Prozent (Vorjahr: 6,6 %)

Rückläufig war im vergangenen Monat die Zahl der Langzeitarbeitslosen, und zwar um 32 auf 1.309. Hier wird der Vorjahreswert relativ deutlich überschritten, und zwar um 147 oder 12,7 Prozent.

Bei der Kräftenachfrage war in den vergangenen Wochen eine spürbare Belebung auszu-machen. Mit 217 neuen Stellenangeboten wurden 71 oder 49 % Prozent mehr Stellen gemeldet als im Januar und gleich viele wie im Februar des Vorjahres. Der Bestand an unbesetzten offenen Stellen lag am Monatsende mit 882 um 33 über dem Vergleichswert des Vorjahres (plus 3,9 %).

Ein großer Anteil der Kräftenachfrage entfällt auf die Zeitarbeitsunternehmen (122 Stellen), aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen (85 Stellen), das Verarbeitende Gewerbe (208 Stellen), der Handel (97 Stellen), die Gastronomie (48 Stellen) und das Baugewerbe (189 Stellen) haben derzeit erheblichen Kräftebedarf.

 www.arbeitsagentur.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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