FDP-Politikerinnen beklagen Frauenproblem in ihrer Partei

FDP-Politikerinnen beklagen Frauenproblem in ihrer Partei Berlin (dapd). Führende Vertreterinnen der FDP beklagen ein Frauenproblem in ihrer Partei. Die Bundestagsabgeordnete und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, forderte in der Zeitung „Die Welt“(Donnerstagausgabe), die FDP solle wieder signalisieren: „Frauen und ihre Interessen sind uns wichtig.“ Die Vorsitzende der Liberalen Frauen, Doris Buchholz, kritisierte, Frauen seien in der Partei noch immer unterrepräsentiert. Sie verwies auf die Landeslisten für die Bundestagswahl. Nur wenige Frauen hätten hier einen aussichtsreichen Listenplatz, „noch weniger als vor vier Jahren“, sagte Buchholz. „Frauen bläst in der FDP ein kalter Wind entgegen“, sagte sie weiter. Die Hamburger FDP-Fraktionschefin Katja Suding sagte dem Blatt mit Blick auf den Bundesparteitag und die Wahlen der Parteispitze: „Ins Präsidium sollten möglichst viele Frauen einziehen. Aber wir haben keine Quote. Wir wollen, dass die richtigen Personen oben stehen.“ Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) verteidigte die Ablehnung einer Frauenquote in der Partei. „Wir machen gute Politik für Frauen. Aber wir müssen daran arbeiten, unsere Inhalte besser in die Lebenswirklichkeit von Frauen zu transportieren“, sagte er. „Wenn eine Frau bei uns mitarbeiten will und gute Ideen hat, dann bekommt sie alle Möglichkeiten in der FDP.“ Dafür brauche man aber keine Frauenquote. dapd (Politik/Politik)

Bundesministerin Schröder startet Notruf-Telefon für Frauen

Bundesministerin Schröder startet Notruf-Telefon für Frauen Berlin (dapd). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat ein neues Hilfsangebot für Frauen gestartet. In einer Bedrohungssituation bekommen sie künftig unter der Telefonnummer 08000 – 116 016 schnell kompetenten Rat. Schröder sagte, mit dem Hilfetelefon werde ein klares Zeichen gesetzt: „Wir stehen den Frauen bei, die belästigt, bedroht, angegriffen oder verletzt wurden – und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.“ 40 Prozent aller Frauen seien mindestens einmal im Leben Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden, erklärte die Ministerin. Diese Bedrohung finde sehr häufig im häuslichen Umfeld statt. Aber nur jede fünfte betroffene Frau finde den Weg zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten vor Ort. Unter der Notrufnummer stehen Expertinnen den Anruferinnen mit Rat und Hilfe zur Seite. Sie erklären zum Beispiel, wann es richtig ist, die Wohnung zu verlassen, um nicht ein weiteres Mal Opfer von Gewalt zu werden. Oder sie sagen, wo sich die nächste Beratungsstelle und das nächste Frauenhaus befinden. Kompetente Ansprechpartnerinnen stünden betroffenen Frauen bei allen Fragen zur Seite, erklärte die Ministerin. Auf Wunsch würden Hilfesuchende an Unterstützungseinrichtungen vor Ort weitervermittelt. Als ortsunabhängige und bei Bedarf mehrsprachige 24-Stunden-Beratung schließe das neue Angebot die Lücke im Netzwerk der Unterstützungseinrichtungen. Auf www.hilfetelefon.de können Frauen auch über eine gesicherte, anonyme und barrierefreie Online-Verbindung Kontakt zu den Beraterinnen aufnehmen. Über die Website gibt es auch einen Zugang zu einer Gebärdendolmetschung. dapd (Politik/Politik)

Frauen Union fordert Rentengerechtigkeit für ältere Mütter

Frauen Union fordert Rentengerechtigkeit für ältere Mütter Wiesbaden (dapd-hes). Die Frauen Union der CDU Hessen hat eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten älterer Frauen in der Rente gefordert. Auch die Lebensleistung der Frauen, die vor 1992 Kinder geboren hätten, müsse angemessen honoriert werden, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper am Sonntag in Wiesbaden. Die Weichenstellung dafür dürfe nicht wieder vertagt werden, sondern müsse noch in diesem Jahr erfolgen. Derzeit werden jungen Müttern drei Entgeltpunkte pro Kind in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet. Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern bekämen hingegen nur einen Entgeltpunkt, kritisierte die Staatssekretärin im hessischen Sozialministerium. Dadurch bekämen jüngere Mütter ein Rentenplus von 84 Euro in den westdeutschen und 75 Euro in den ostdeutschen Bundesländern, ältere Mütter dagegen nur 28 beziehungsweise 25 Euro. Für diese unterschiedliche Behandlung gebe es keine stichhaltige Begründung. Die erbrachte Leistung sei in beiden Fällen gleich. Älteren Müttern hätten die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefehlt. Es habe weder einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz noch Elterngeld oder eine dreijährige Erziehungszeit mit Rückkehrgarantie auf den angestammten Arbeitsplatz gegeben. In dieser Situation hätten sich viele Mütter für eine längere berufliche Auszeit entschieden. Als Rentnerinnen bekämen sie daher deutlich weniger Geld als durchgehend berufstätige Frauen. Lebensleistung bedeute jedoch nicht nur Erwerbsarbeit, sondern auch Erziehung der Kinder. Diese Leistung müsse endlich stärker anerkannt werden, auch um Altersarmut zu verhindern, forderte Müller-Klepper. dapd (Politik/Politik)

Schmid: Vermittlung von Schlecker-Frauen hat Licht und Schatten

Schmid: Vermittlung von Schlecker-Frauen hat Licht und Schatten Ehingen (dapd-bwb). Für zahlreiche ehemalige Schlecker-Beschäftigte läuft die Zeit ab: Es sei noch viel zu tun, gerade im Hinblick auf das für manche Ex-Mitarbeiter bald auslaufende Arbeitslosengeld I, sagte Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) der Nachrichtenagentur dapd. Schlecker hatte am 23. Januar 2012 Insolvenz angemeldet und ist inzwischen größtenteils abgewickelt. Die ersten mehr als 11.000 vornehmlich weiblichen Mitarbeiter wurden zum 1. April entlassen. Arbeitslosengeld I wird in vielen Fällen nur für ein Jahr gezahlt. „Die Vermittlungsbilanz hat Licht und Schatten“, sagte Schmid. In Baden-Württemberg haben nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) 1.484 von 3.551 arbeitslos gemeldeten Beschäftigten einen neuen Job. Im ganzen Bundesgebiet haben 9.800 von 23.400 arbeitslos gemeldeten Mitarbeitern wieder eine Arbeit. 2.600 fielen aus anderen Gründen aus der BA-Statistik heraus, etwa weil sie Mutter wurden oder Rente beziehen. „Dass so viele Frauen wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben, ist eine gute Nachricht“, sagte Schmid. Viele der vermittelten Frauen hätten aber schlechter bezahlte Arbeitsstellen oder Teilzeit-Arbeitsverhältnisse akzeptieren müssen. Vereinzelt wagten ehemalige Beschäftigte zudem den Schritt in die Selbstständigkeit. In Baden-Württemberg gibt es in Kooperation mit der Gewerkschaft ver.di ein Genossenschaftsmodell, das diese Frauen unterstützt. „Ich habe sehr viel Respekt vor dem Mut der Frauen, die diesen Schritt gewagt haben, und wünsche Ihnen dabei viel Erfolg“, sagte Schmid. Der SPD-Politiker hatte sich lange Zeit für eine Bürgschaft der Länder eingesetzt, um Schlecker und damit die Jobs zu retten. Die gemeinsame Bürgschaft scheiterte letztlich am Widerstand der FDP. Auf die Partei ist Schmid in der Angelegenheit immer noch nicht gut zu sprechen. Er warf der FDP vor, reine Parteipolitik betrieben zu haben und keine Wirtschaftspolitik. „Sie betrieb Profilschärfung zulasten von Frauen, denen die Schlecker-Insolvenz die Existenzgrundlage genommen hat“, sagte der SPD-Politiker. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Malu Dreyer betrachtet sich als Feministin

Malu Dreyer betrachtet sich als Feministin Berlin (dapd). Die neue rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, Malu Dreyer (SPD), bezeichnet sich als glühende Verfechterin von Frauenrechten. „Ich bin immer noch eine Feministin“, sagte die 51-Jährige der Zeitung „Bild am Sonntag“ laut Vorabmeldung. „Ich war, bin und bleibe sehr parteiisch für Mädchen und Frauen. Auch wenn ich gerne mit Männern zusammenarbeite, achte ich darauf, dass Frauen in meinem Umfeld nach vorne kommen und Karriere machen.“ Dreyer kritisierte, dass Frauen in Deutschland heute noch immer diskriminiert würden. „Es steht in Artikel 3 des Grundgesetzes: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Und solange in Deutschland Frauen benachteiligt sind, werde ich für Frauen kämpfen.“ dapd (Politik/Politik)

Teilzeit ist laut IW ein Hindernis für Karriere von Frauen

Teilzeit ist laut IW ein Hindernis für Karriere von Frauen Berlin (dapd). Den falschen Beruf gewählt, eine Babypause eingelegt und dann nur noch in Teilzeit gearbeitet: Das sind nach einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) Gründe, warum Frauen seltener in Chefetagen zu finden sind und oft weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Eine „starre“, gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote lehnte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin daher ab. Politischer Druck in Form von Zwangsmaßnahmen auf Unternehmen verkenne gar die zentralen Ursachen. Dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Jahr 2011 durchschnittlich 30 Prozent betragen habe, sei „nicht befriedigend“, sagte Hüther. Um eine adäquate politische Lösung für dieses Problem zu finden, müssten aber die Ursachen analysiert werden. „Und da ist mir das ehrlich gesagt zu billig mit Quoten, weil es nicht ernst nimmt, was an Entscheidungssituationen dahinter steht“, sagte Hüther. Eine Ursache sei etwa die Berufswahl. Frauen entschieden sich seltener für naturwissenschaftliche oder technische Bereiche. Technische Qualifikationen seien aber insbesondere in der Industrie wichtig, um in eine Führungsposition zu gelangen. Berufliche Auszeiten beeinflussen auch die Löhne Ein weiterer Grund sei, dass Frauen häufiger aus familiären Gründen eine Auszeit vom Job nehmen und in Teilzeit arbeiten würden. Dass Männer eine berufliche Pause in Anspruch nehmen, komme dagegen nur selten vor. So habe im Jahr 2009 nur jeder 20. erwerbstätige Vater pausiert. Zudem würden Führungspositionen in der Regel mit Vollzeitkräften besetzt. Hüther forderte die Politik daher auf, die Kinderbetreuungsmöglichkeiten weiter auszubauen. Auch Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen seien oftmals auf die Berufswahl, die Beschäftigung in Teilzeit und die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit zurückzuführen. Hüther räumte zwar ein, dass der Bruttostundenverdienst von Frauen im Jahr 2011 im Schnitt 25 Prozent unter dem von Männern gelegen habe. Werde jedoch die Lohndifferenz bereinigt um Faktoren wie Bildungsstand, Wohnregion, Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Unternehmensgröße, Art der beruflichen Tätigkeit, Berufs-, Teilzeit- und Arbeitslosigkeitserfahrung sowie Branche betrachtet, betrage sie nur elf Prozent, sagte der IW-Direktor. Bei Müttern, die höchstens 18 Monate pausiert hätten, liege der bereinigte Lohnunterschied sogar nur bei zwei Prozent. Die Erwerbstätigkeit von Frauen sei zwischen 2000 und 2011 von 63 auf 72 Prozent gestiegen, sagte Hüther. Damit liege die Erwerbsquote von Frauen in Deutschland über der der Europäischen Union (EU). EU-weit betrage sie 65 Prozent. Der Anstieg hänge insbesondere mit einer zunehmenden Teilzeitbeschäftigung zusammen. DGB fordert Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock warf dem IW vor, es rechne die „strukturelle Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben“ klein. So stelle sich die Frage, warum technische Berufe besser bezahlt würden als Betreuungsaufgaben und sich Beruf und Familie in Deutschland schlecht vereinbaren ließen. Um dies zu ändern, werde ein „Mix aus gesetzlichen Vorgaben, betrieblichem Handeln und gesellschaftlichem Umdenken“ gebraucht, sagte Sehrbrock. Sie forderte daher neben einem Ausbau der Kinderbetreuungsplätze eine gerechte Bezahlung und einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus der Teilzeit. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

IW fordert mehr Kinderbetreuungsplätze statt Frauenquote

IW fordert mehr Kinderbetreuungsplätze statt Frauenquote Berlin (dapd). Mehr Kinderbetreuungsangebote statt einer „starren“, gesetzlich vorgeschriebenen Frauenquote: Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) lehnt in der Diskussion über die berufliche Gleichstellung von Frauen politischen Druck in Form von Zwangsmaßnahmen auf Unternehmen ab. Solche Maßnahmen verkannten die zentralen Ursachen dafür, dass Frauen oft weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen und seltener in den Chefetagen zu finden seien, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Jahr 2011 durchschnittlich 30 Prozent betragen habe, sei „nicht befriedigend“, sagte Hüther. Um eine adäquate politische Lösung für dieses Problem zu finden, müssten aber die Ursachen analysiert werden. „Und da ist mir das ehrlich gesagt zu billig mit Quoten, weil es nicht ernst nimmt, was an Entscheidungssituationen dahinter steht“, sagte Hüther. Eine Ursache sei etwa die Berufswahl. Frauen entschieden sich seltener für naturwissenschaftliche oder technische Bereiche. Technische Qualifikationen seien aber insbesondere in der Industrie wichtig, um in eine Führungsposition zu gelangen. Berufliche Auszeiten beeinflussen auch die Löhne Ein weiterer Grund sei, dass Frauen häufiger aus familiären Gründen eine Auszeit vom Job nehmen und in Teilzeit arbeiten würden. Dass Männer eine berufliche Pause einlegten, komme dagegen nur selten vor. So habe im Jahr 2009 nur jeder 20. erwerbstätige Vater pausiert. Zudem würden Führungspositionen in der Regel mit Vollzeitkräften besetzt. Hüther forderte die Politik daher auf, die Kinderbetreuungsmöglichkeiten weiter auszubauen. Auch Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen seien oftmals auf die Berufswahl, die Beschäftigung in Teilzeit und die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit zurückzuführen. Hüther räumte zwar ein, dass der Bruttostundenverdienst von Frauen im Jahr 2011 im Schnitt 25 Prozent unter dem von Männern gelegen habe. Werde jedoch die Lohndifferenz bereinigt um Faktoren wie Bildungsstand, Wohnregion, Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Unternehmensgröße, Art der beruflichen Tätigkeit, Berufs-, Teilzeit- und Arbeitslosigkeitserfahrung sowie Branche betrachtet, betrage sie nur elf Prozent, sagte der IW-Direktor. Bei Müttern, die höchstens 18 Monate pausiert hätten, liege der bereinigte Lohnunterschied sogar nur bei zwei Prozent. Die Erwerbstätigkeit von Frauen sei zwischen 2000 und 2011 von 63 auf 72 Prozent gestiegen, sagte Hüther. Damit liege die Erwerbsquote von Frauen in Deutschland über der der Europäischen Union (EU). EU-weit betrage sie 65 Prozent. Der Anstieg hänge insbesondere mit einer zunehmenden Teilzeitbeschäftigung zusammen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Experten: Geschlechterverhältnis in Top-Jobs bleibt ungleich

Experten: Geschlechterverhältnis in Top-Jobs bleibt ungleich Berlin (dapd). Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in den deutschen Chefetagen bleibt nach Experteneinschätzung eine utopische Vorstellung. Der Personalberater Christian Böhnke, der sich darauf spezialisiert hat, ausschließlich Frauen in Top-Jobs zu vermitteln, sagte der Nachrichtenagentur dapd: „Nicht dass Frauen nicht auch das Potenzial hierzu hätten, doch sind über die Jahrzehnte der Alleinherrschaft durch männliche Denkmuster geprägte Strukturen entstanden, die sich natürlich auch in der Praxis noch auswirken.“ Diese entsprächen nicht immer den Frauen zugeschriebenen Denkmustern, was dazu führen könne, dass ihnen der Weg an die Spitze versagt bleibt. Sein Berufskollege Michael Faller, der als Personalberater bislang überwiegend Männer vermittelt hat, geht zwar davon aus, dass die Zahl von Frauen in Spitzenpositionen „zeitnah signifikant“ steigen wird. „Zum einen haben die Unternehmen heute mehr denn je ein echtes Interesse an der Förderung weiblicher Führungskräfte. Zum anderen werden die ordnungspolitischen Aktivitäten des Gesetzgebers in Form von Frauenquoten die Anzahl von Frauen im Top-Management erhöhen“, sagte Faller. Dennoch: Eine paritätische Besetzung halte auch er „mittel- und langfristig für unrealistisch“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Seehofer rügt EU-Kommission wegen Frauenquote

Seehofer rügt EU-Kommission wegen Frauenquote Düsseldorf (dapd). Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) lehnt die 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten ab, die die Europäische Kommission vor kurzem beschlossen hat. „Die Kommission soll sich nicht in Dinge einmischen, die sie nichts angehen“, sagte der CSU-Vorsitzende der Zeitung „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe). Europa habe im Moment andere Aufgaben als sich mit einer Frauenquote für Aufsichtsräte zu beschäftigen, sagte Seehofer. „Für dieses Thema sind die Kommission und Europa nicht zuständig. Die Bundesregierung muss dies ablehnen.“ Im Übrigen sei die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern wichtiger. dapd (Politik/Politik)

Frauen sehen zunehmend im Handwerk eine Perspektive

Frauen sehen zunehmend im Handwerk eine Perspektive Berlin (dapd-bln). Immer mehr Frauen sehen im Berliner Handwerk eine berufliche Perspektive. Ihr Anteil an den Auszubildenden stieg nach Angaben der Handwerkskammer von 27,1 Prozent 2001 auf 29,4 im vergangenen Jahr. Zugleich nimmt der Anteil der Frauen zu, die ihre Meisterprüfung ablegen. Er wuchs in diesem Zeitraum um mehr als 5 Prozentpunkte auf 22,4 Prozent. Auch bei den Unternehmerinnen ist die Entwicklung positiv, wie die Handwerkskammer am Montag mitteilte. 2006 seien 17,7 Prozent der Firmen in weiblicher Hand gewesen, im vergangenen Jahr 20,5 Prozent. „Ich bin sehr erfreut über die positive Entwicklung, dass immer mehr Frauen in Handwerksberufe gehen“, sagte Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) bei einer Informationsveranstaltung der Berliner Handwerkskammer. Sie möchte noch mehr Frauen ermuntern, einen Beruf im Handwerk zu ergreifen. Die Berliner Wirtschaft brauche die Frauen, sei es als Unternehmerinnen, Führungskräfte, qualifizierte Mitarbeiterinnen oder Lehrlinge, sagte Kolat. Dass sich immer mehr Frauen für das Handwerk entscheiden, habe gute Gründe. Es biete Frauen „beste Karrierechancen“. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jürgen Wittke, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass das Handwerk für Frauen so attraktiv ist.“ Der Trend gehe dahin, dass sie immer mehr die typischen Männerberufe erobern wie Anlagenmechaniker Sanitär Heizung Klima oder Kfz-Mechatroniker. Moderne Frauen zeigten so, „dass sie aufgeschlossen und selbstbewusst sind“. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)