Bayerns SPD-Spitzentrio versprüht Zuversicht

Bayerns SPD-Spitzentrio versprüht Zuversicht München (dapd-bay). Bayerns SPD hatte es in den vergangenen Wochen nicht immer leicht. So schwang sich die CSU in Umfragen auf 48 Prozent empor und ließ den von den Sozialdemokraten erhofften Machtwechsel im Freistaat in weite Ferne rücken. Aber auch innerparteilich gab es Ärger – der einstige SPD-Hoffnungsträger Michael Adam attackierte vor drei Wochen seinen bayerischen Parteichef Florian Pronold. Doch SPD-Spitzenkandidat Christian Ude versprühte am Freitag ebenso wie Pronold und Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher Zuversicht. Ude räumte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz des Trios in München zum Thema Mietpreisexplosion ein: „Ich hätte mir manche Woche unbeschwerter vorstellen können, als sie gewesen ist. Soviel Fantasie habe ich immer noch.“ Er fügte hinzu: „Aber wenn ich an die großen Entwicklungslinien denke, bin ich mit der Geschlossenheit der Partei – von wirklich Einzelpersonen abgesehen – sehr zufrieden.“ Der Münchner Oberbürgermeister lobte sowohl die „Motivationslage“ als auch die „Zusammenarbeit der politischen Ebenen“ der Partei. Er berichtete zudem: „Ich bin in allen sieben Regierungsbezirken präsent und mache große Veranstaltungen – und die Stimmung ist wirklich bestens.“ Er sei „sicher, dass sich das, natürlich nicht von jetzt auf gleich oder von heute auf morgen, sondern in den kommenden Monaten auch bei der Gesamtbevölkerung bemerkbar machen wird“. SPD-Fraktionschef hofft auf „Kopf-an-Kopf-Rennen“ Rinderspacher fand anschließend sehr freundliche Worte für Ude: „Wir haben einen hervorragenden Spitzenkandidaten, der in allen Umfragen der beliebteste und glaubwürdigste Politiker im Freistaat Bayern ist.“ Dies werde „so richtig zum Tragen kommen, wenn wir in die heiße Phase des Wahlkampfes kommen“. Der SPD-Fraktionschef verwies anschließend darauf, dass seine Partei „große Geschlossenheit“ zeige – „abgesehen von Einzelnen“. Auch programmatisch seien die Sozialdemokraten gut aufgestellt. Rinderspacher prognostizierte mit Blick auf das von den Sozialdemokraten erhoffte Bündnis mit Grünen und Freien Wählern: „Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen am Ende.“ Am Wahltag erwarte er dann ein „Fotofinish“. Pronold lässt sich keinen Ärger anmerken Und Pronold? Falls der bayerische SPD-Chef sich noch über die wüsten Internet-Angriffe des Regener Landrats Adam ärgern sollte, so ließ er sich nichts anmerken. Statt dessen versicherte er: „Ich bin wirklich viel unterwegs – und die Stimmung an der Parteibasis ist wirklich sehr gut.“ Die bayerische SPD habe den „Willen, diesmal zu gewinnen“. Dies sei vielleicht der Unterschied zu vergangenen Wahlkämpfen. Pronold freute sich darüber, dass die CSU bereits „Nervosität“ zeige. Außerdem habe Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) „keinen Kompass“ und pendele „im Tageswechsel zwischen bayerischem Löwen und schnurrendem Kätzchen“. Pronold frohlockte: „Ich glaube, die Menschen werden am Schluss nicht den Wendehofer wollen. Sondern sie wollen einen Ministerpräsidenten, der das, was er sagt, auch später umsetzt – und das Christian Ude.“ dapd (Politik/Politik)

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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