Weidmüller Ingenieurin nominiert für Innovationspreis

Detmold. Noch keine Auszeichnung, aber immerhin schon eine große Anerkennung: Melanie Gallinat, ehemalige Dualstudentin bei Weidmüller und dort heute als Pateningenieurin tätig, wurde mit ihrer Master-Abschlussarbeit für den „Innovationspreis der Automatisierungsindustrie 2014“ nominiert.

Der Preis wird bereits zum zweiten Mal von der Messegesellschaft der weltweit wichtigsten Automatisierungsmesse, der sps in Nürnberg, ausgeschrieben. Melanie Gallinat ist eine von insgesamt 16 jungen Nachwuchstalenten und eine von nur zwei Frauen, die für den Preis nominiert sind. Thema ihres Beitrags: IT-Sicherheit im Umfeld der Industrie 4.0: „Ziel der Industrie 4.0 ist unter anderem, mit Hilfe der Sammlung und Verarbeitung riesiger Datenmengen Produktionsprozesse effizienter zu gestalten“, erklärt die 25-Jährige. Der Computer spielt hierbei ein große Rolle: Die Vernetzung von Automatisierungskomponenten erfordert Informationssicherheit, um Datenklaus oder Datenmanipulation zu verhindern. „Das Thema IT-Sicherheit treibt nicht nur die Automatisierungsindustrie um sonder die gesamte Gesellschaft, somit hat meine Arbeit auch einen starken Praxisbezug“, so Gallinat.

2008 nahm sie ihr duales Studium bei Weidmüller auf. Die Hälfte der Zeit absolvierte sie bei Weidmüller eine Ausbildung zur Mechatronikerin, die andere Zeit lernte sie in an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo für ihren Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik. Dabei störte sie auch nicht, dass sie Elektrotechnik als Frau nahezu allein unter Männern studierte: „Mathematik hat mich schon immer fasziniert und interessiert“, erläutert Gallinat. „Das kam mir im Studium zugute, da Elektrotechnik in vielen Bereichen angewandte Mathematik ist.“ Dem dualen Studium als Ausbildungsform kann sie nur Gutes abgewinnen: „Die praktische Ausbildung und die theoretischen Inhalte des Studiums ließen sich ausgezeichnet verbinden und haben mir bei der Einschätzung der Umsetzbarkeit bestimmter Projekte ungemein geholfen.“

Für ihren anschließenden Master änderte sie das Studienfach: ab 2012 studierte sie in Lemgo Informationstechnologie, ging außerdem für ein Semester ins schwedische Halmstad. Der Wechsel des Studienfachs war nur scheinbar eine Veränderung: „Mit einer Ausbildung in der Industrie, und dem Studium in der Elektrotechnik und der Informationstechnologie sind die tragenden Säulen der Industrie 4.0 inhaltlich abgedeckt“, erklärt Dr. Markus Köster, Technologieentwickler bei Weidmüller, der im Rahmen des hauseigenen Mentorenprogramms Melanie Gallinat in ihrem Masterstudium begleitete. Unterstützung erfuhr sie nicht allein durch ihren Mentor: „Ich hatte die Möglichkeit, an Demonstrationsapplikationen, also quasi am ‚lebenden‘ Objekt zu forschen und zu lernen“, erinnert sich Gallinat. „Das machte das Verstehen einfacher und gab mir das Gefühl nicht im luftleeren Raum zu arbeiten, sondern mit engem Praxisbezug.“

Ende November wird sich im Rahmen eines Kongresses auf der Messe sps entscheiden, ob Melanie Gallinat die Auszeichnung „Innovationspreis der Automatisierungsindustrie 2014“ mit nach Detmold bringt. Und auch wenn das nicht klappt, so ist sie schon heute stolz darauf, eine der 16 Nominierten zu sein: „Das zeigt mit auch, dass ich mit der Investition von Zeit und Herzblut in mein Studium vieles richtig gemacht habe.“

www.weidmueller.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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