Wechsel in Geschäftsstellenleitung bei Arbeitsagentur Höxter

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Paderborn, Rüdiger Matisz, verabschiedete heute (am Freitag, 12. Sept. 2014) den langjährigen Leiter der Verbundgeschäftsstelle Höxter-Warburg, Johannes Wöstefeld, der heute (am 12.09.2014) in den Ruhestand geht.

Im Beisein mehrere Repräsentanten der Region und einiger Weggefährten, die den beruflichen Werdegang des scheidenden Dienststellenleiters begleitet haben, dankte Matisz seinem Repräsentanten vor Ort für sein starkes berufliches Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Menschen in der Region. „Dabei“, so Matisz, „haben geraden die letzten Monaten noch einmal seinen ganz besonderen Einsatz gefordert. Ich erinnere nur an die Insolvenzen von Walther-Glas in Bad Driburg-Siebenstern im Herbst 2013 und der Großbäckerei Siebrecht in Brakel im Frühjahr 2014.

Hier musste der Geschäftsstellenleiter als Krisenmanager fungieren und war dabei vielfach Überbringer trauriger Nachrichten. Er hatte dabei aber auch immer wieder positive Nachrichten im Gepäck, sei es die Aussicht auf eine kurzfristige Anschlussbeschäftigung, die Übernahme der betroffenen Azubis in andere Betriebe oder auch den Start in eine Erfolg versprechende Qualifizierung. Erheblich angenehmer war da sein Engagement ich Sachen ‚Spanier erobern den Ausbildungsmarkt im Kreis Höxter‘. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg hat sich Herr Wöstefeld um dieses Projekt gekümmert, und eine erste Bilanz: Von 18 Neuankömmlingen haben bislang 16 einen Ausbildungsvertrag unterschrieben – spricht für ein erfreuliches Zwischenergebnis.“

Von seinen 37 Berufsjahren beim Arbeitsamt bzw. der Agentur für Arbeit war Wöstefeld fast 34 Jahre in der Geschäftsstelle Höxter, zunächst viele Jahre als Arbeitsberater, dann ab 2006 als Geschäftsstellenleiter, teilweise auch gleichzeitig in beiden Funktionen. Seit Mai 2013 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand leitete er die Verbundgeschäftsstelle Höxter- Warburg. „Er ist eine bodenständige Führungskraft, der seine Agentur und seine Region aus dem Eff-Eff kennt, der in der Region bestens vernetzt ist und der sich neben seiner Arbeit in der Agentur auch politisch engagiert, davon viele Jahr als Mitglied des Kreistages im Kreis Höxter“, so Agenturchef Matisz in seiner Laudatio.

Höxters Bürgermeister Alexander Fischer würdigte den scheidenden Geschäftsstellenleiter als verlässlichen und kompetenten Ansprechpartner auf Seiten der Arbeitsverwaltung und dankte für die enge Verbundenheit und das Engagement mit der Region und für die Region. Auch Rainer Schwiete als Leiter der Volkshochschule stellte die unkomplizierte und zielführende Zusammenarbeit mit Wöstefeld heraus, die von einer fundierten Kenntnis des regionalen Arbeitsmarktes getragen war. Anfang der 1980er Jahre, als die berufliche Qualifizierung zu einem wichtigen Instrument der Arbeitsmarktpolitik aufstieg, habe sich der junge Arbeitsberater des Arbeitsamtes Paderborn stark für die berufliche Qualifizierung im Kreis Höxter engagiert. Die gute Zusammenarbeit mit der VHS hält bis heute an.

In den vielen Jahren seines beruflichen Wirkens hat Wöstefeld manche Höhen und Tiefen auf dem Arbeitsmarkt miterlebt. Da stieg in harten Wintermonaten die Arbeitslosigkeit binnen zwei Monaten um mehr als 1.500 Personen oder fast 40 Prozent. Die höchste Arbeitslosenzahl gab es im Februar 2006 mit 7.647 Personen, das entsprach einer Quote von 10,6 Prozent. Inzwischen hat sich viel Positives am Arbeitsmarkt getan. Die aktuelle Arbeitslosenzahl liegt bei rund 3.700, die Quote ist inzwischen auf 5 Prozent abgeschmolzen. In ganz Nordrhein-Westfalen wird die Quote aktuelle lediglich in drei Kreisen des Münsterlandes (Coesfeld, Borken, Steinfurt) und zwei Kreisen des Sauerlandes (HSK u. Olpe) unterschritten.

Ein gutes Umfeld in dem Agenturchef Matisz die Geschäftsstellenleitung von Johannes Wöstefeld an Verena Homburg übergeben kann.

Verena Homburg (38). Wie ihr Vorgänger, so ist auch die neue Geschäftsstellenleiterin Höxteranerin. Nach schulischer Ausbildung an der Realschule und Fachoberschule für Sozialwesen in Höxter startete Homburg vor genau 20 Jahren mit der Ausbildung beim Arbeitsamt Paderborn. Dort konnte sie 1997 die Laufbahnprüfung zur Verwaltungsinspektoren-Anwärterin erfolgreich abschließen und durchlief dann in der Agentur Paderborn verschiedene Bereiche. Sie war Statistikerin und Arbeitsvermittlerin, wechselte 2002 als Pressesprecherin zur Agentur nach Soest und 2005 zur Regionaldirektion nach Düsseldorf. Auf diesem Weg fand sie zurück zu den Zahlen und erwarb sich als Controllerin einen guten Ruf. Von 2007 bis 2010 war sie Leiterin des Bereichs Controlling und Finanzen in der Arbeitsagentur Dortmund und von 2010 bis 2012 Projektberaterin in der Zentrale in Nürnberg. Im Juli 2012 führte sie ihr beruflicher Weg – nach ihrer Hochzeit im November 2011 – wieder zurück nach Ostwestfalen, wo sie in der Arbeitsagentur Bielefeld bis zum Beginn der Mutterschutz- und Elternzeit im September 2013 ebenfalls als Leiterin Controlling/Finanzen tätig war. Im November 2013 erblickte ihre Tochter das Licht der Welt. Jetzt, nach dem Ende der Elternzeit, steigt sie als Berufsrückkehrerin regional gesehen wieder da ein, wo sie vor 20 Jahren beruflich gestartet ist, aber nicht als „Lehrling“, sondern als Leiterin der Verbundgeschäftsstelle Höxter-Warburg der Agentur für Arbeit Paderborn.

„Frau Homburg ist eine lebhafte und ehrgeizige junge Frau, die trotz ihrer Jugend bereits viele berufliche Erfahrungen gesammelt hat“, so Rüdiger Matisz, bei der Amtseinführung der neuen Geschäftsstellenleiterin. „Sie hat viele Stationen und Regionen auf ihrem bisherigen Werdegang erlebt. Sie hat das Zeug dazu und daher auch mein volles Vertrauen, diese neue Aufgabe zu meistern. Die Fußstapfen, die ihr Johannes Wöstefeld hinterlässt, sind allerdings sehr groß. Ich wünsche ihr für den neuen Berufsabschnitt erfolgreiches Wirken für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle und für die Frauen und Männer in der Region, die die Dienstleistungen der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen, ebenso für die Betriebe und Arbeitgeber, die auf unsere Unterstützung und Hilfe bei der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung setzen.“

www.arbeitsagentur.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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