v.l. Dr. Thomas Reiher, Frank Wolters, Dr. Gereon Deppe. (Foto Tobias Vorwerk/WFG)
v.l. Dr. Thomas Reiher, Frank Wolters, Dr. Gereon Deppe. (Foto Tobias Vorwerk/WFG)

Kreative Software: Unternehmensbesuch bei AMendate 

Ob in der Automobilindustrie, der Automatisierungstechnik, der Luft- und Raumfahrt oder im Maschinenbau: Leichtbau ist heute in allen Branchen bedeutend. Ziel dabei ist es, Gewicht, Roh- und Werkstoffe und damit Energie und Kosten einzusparen. Das ehemalige Paderborner Startup AMendate hat eine Software für den 3D-Druck entwickelt, mit der sich vollautomatisch komplexe und bionisch ideale Leichtbaudesigns generieren lassen. Verglichen mit marktüblichen Softwarelösungen sei damit „eine Zeitersparnis von bis zu 80 Prozent“ verbunden, erklärt Gründer Dr. Thomas Reiher. 

Das Unternehmen ist mittlerweile als Teil der Simufact GmbH in der Hexagon-Gruppe aufgegangen. Diese zählt mit rund 22.000 Mitarbeitenden zu einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Design-, Mess- und Visualisierungstechnologien, sowohl für Soft- als auch Hardware. Das Team um AMendate hat seinen Unternehmenssitz weiterhin in Paderborn. 

„Gegründet an der Universität Paderborn, gewachsen in der garage33 und dem Technologiepark ist die Geschichte von AMendate eine weitere Erfolgsgeschichte Paderborner Innovationen“, sagt Wirtschaftsförderer Frank Wolters beim Unternehmensbesuch. Gemeinsam mit den Unternehmern Dr. Thomas Reiher und Dr. Gereon Deppe sprach Wolters über die kreative Software von AMendate, Standortfaktoren für Startups sowie die Entwicklungen im Technologiepark am Südring. Dieser entwickle sich seit mittlerweile 30 Jahren sehr positiv, so Wolters. Aktuell zählt der Technologiepark mehr als 100 Unternehmen und über 1.300 Beschäftigte. 

Mitverantwortlich für den Erfolg sei auch ein gut funktionierendes Netzwerk zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, bestätigt Dr. Thomas Reiher. Der ehemalige Gründer weiß das „Training“ in der garage33 zu schätzen: „Das intensive Pitch-Training hat uns in der Ansprache von Unternehmen enorm viel gebracht.“ Wichtig für Startups sei darüber hinaus die Vernetzung mit der bestehenden Wirtschaft und mit Expertinnen und Experten für rechtliche und steuerliche Fragen, so Reiher. 

An dieser Stelle nimmt die Wirtschaftsförderung Paderborn immer wieder eine Vermittlerrolle ein, indem sie Mittelstand mit Startups vernetzt und das gegenseitige Lernen voneinander fördert. Mit einem speziellen Programm namens „KMU meets Startup“ sollen darüber hinaus in Zukunft weitere Maßnahmen folgen. 

Für Dr. Thomas Reiher steht fest: „Wir wollen im Technologiepark bleiben.“ 

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WIR Redaktion

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