v.l.: Florian Schimandl (Geschäftsführer Smartlane GmbH) und Uwe Lachmann (Geschäftsführer Hartmann International GmbH & Co. KG). (Foto: Jan Scheutzow)
v.l.: Florian Schimandl (Geschäftsführer Smartlane GmbH) und Uwe Lachmann (Geschäftsführer Hartmann International GmbH & Co. KG). (Foto: Jan Scheutzow)

Hartmann International erhält Preis für Digitalisierung

Das Fachmagazin VerkehrsRundschau hat am Donnerstagabend Transport- und Logistikunternehmen, Hersteller, Kooperationen sowie Dienstleister ausgezeichnet, die im Jahr 2022 in den Kategorien „Aus- und Weiterbildung“, „Digitalisierung“ oder „Umwelt“ besondere Leistungen gezeigt oder eine besonders innovative Idee umgesetzt haben. Auf der Award-Gala im Bayrischen Hof wurde auch der Paderborner Transport- und Logistikdienstleister Hartmann International in der Kategorie „Digitalisierung/Kooperation“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Die Hartmann Gruppe mit 570 Mitarbeitern und Standorten in Paderborn und Ibbenbüren ist Partner und digitaler Vorreiter der Stückgutkooperation CargoLine und hat den Schritt zur automatisierten und optimierten Disposition mit dem Münchner Softwareunternehmen Smartlane umgesetzt. Diese Kooperation, die das Ziel verfolgt, Touren im Nahverkehr optimiert nach Auftragspriorität, Kosten, Wegstrecke und Anzahl der Stopps vollkommen effizient und nachhaltig zu planen, wurde nun vom Komitee des VR Awards prämiert.

Zum einen werden die Fuhrparkkapazitäten durch den Einsatz der Smartlane Transport Intelligence so stark optimiert, dass die Straßen im Nahverkehrsverkehrsbereich entlastet und Emissionen reduziert werden. Zum anderen werden die Hartmann-Disponenten, die bisher täglich im Schnitt über 1.200 Zustellaufträge und etliche Abholungen anhand der Sendungsdaten des Transportmanagementsystems (TMS) manuell disponiert haben, von der Software unterstützt. Die automatisierte Optimierung mit Smartlane benötigt für die 1.200 Zustellaufträge vergleichsweise nur rund 30 Minuten und entlastet die Vordisposition so stark, dass diese ihren Arbeitstag erst vier Stunden später beginnen und den Fokus auf kurzfristige Änderungen oder Problemfälle lenken können. Der Jury der VR-Awards gefällt an der Lösung vor allem die kurze Umsetzungszeit. Nach ersten Gesprächen im August 2020 wurde die Software per Stufenplan eingeführt und startete bereits drei Monate später in den Live-Betrieb.

Das Paderborner Logistikunternehmen beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit der Digitalisierung der Transportbranche und arbeitet hierzu eng mit dem Inkubator garage33 und der heimischen Universität zusammen. Den Ausschlag zur Automatisierung der Disposition gab laut Hartmann-Geschäftsführer Uwe Lachmann das Motiv, die Disponenten in bestimmten Teilaufgaben softwaregestützt zu entlasten, damit sie auch künftige Mehrmengen durch das wachsende E-Commerce Geschäft bewältigen können. Hartmann rechnet hier in den nächsten Jahren jährlich mit deutlichem Umsatzplus und investiert aktuell in die Erweiterung der Speditions- und Logistikflächen in Paderborn-Mönkeloh.

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WIR Redaktion

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