Hellmann Worldwide Logistics mit alternativen Kraftstoffen

Osnabrück. Der Osnabrücker Logistikdienstleister Hellmann Worldwide Logistics intensiviert erneut seine Planungen zum Einsatz von alternativen Kraftstoffen im Lkw-Fuhrpark, der bislang aufgrund fehlender marktreifer Fahrzeugtechnik nicht möglich war. Durch die jüngst erfolgte EURO 6-Zulassung für die Fahrzeuge vom Typ IVECO Stralis LNG, mit dem Hellmann bereits im August 2012 einen vierwöchigen Praxistest absolviert hatte, sieht man beim Osnabrücker Logistikdienstleister die finale Integration von LNG (Flüssig-Erdgas) in greifbare Nähe gerückt.

Als erstem deutschen Logistikunternehmen war Hellmann 2012 gemeinsam mit den Partnern Scania, Iveco und dem Tankstellenbauer Bohlen & Doyen der Test mit LNG gelungen. Im Tagesgeschäft wurden zwei Fahrzeuge unter voller Nutzlast und realen Bedingungen eingesetzt. Der Lkw von Scania kam für Fahrten zwischen Münster und Osnabrück zum Einsatz, der Iveco-Lkw befuhr die gleiche Strecke am Tag sowie in der Nacht die Strecke Osnabrück-Magdeburg-Osnabrück. Alle Strecken wurden ohne zusätzliche Tankstopps bewältigt.

Neben den Vorteilen der großen Reichweite ist den Fahrern, die den Test seitens Hellmann begleitet haben, besonders positiv aufgefallen, dass sich der Geräuschpegel bei gleichem Fahrverhalten erheblich reduzierte. Erdgasmotoren laufen hörbar schallgemindert und ermöglichen nachts und innerstädtisch somit weitere Einsatzmöglichkeiten.

„Durch die Zulassung der Fahrzeuge können wir jetzt endlich starten“, freut sich Kai Hasenpusch, Deutschland-Geschäftsleiter bei Hellmann. „Wir befinden uns mitten in den Gesprächen mit Fahrzeug- und Tankstellenherstellern sowie mit Gas- und Energieversorgern.“ Auch die Genehmigung zu Errichtung einer betriebseigenen Gas-Tankstelle auf dem Osnabrücker Firmengelände liegt bereits vor.

Ebenfalls mit großem Interesse verfolgt das Osnabrücker Unternehmen die Entwicklungen auf dem Markt der Dieselkraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. „Hierbei bedarf es natürlich immer einer genauer Analyse, wie dieser Bio-Diesel produziert wird, die Teller-oder-Tank-Debatte ist ernst zu nehmen“, so Kai Hasenpusch. „Jedoch beobachten wir Anbieter, die von sich behaupten, den Konflikt zwischen Nahrungsmittelerzeugung und Kraftstoffgewinnung auflösen zu können und gleichzeitig einen Kraftstoff zu liefern, der ohne Modifizierung an unseren Lkw-Motoren und in Reinform genutzt werden kann.“ In näherer Zukunft sollen konkrete Gespräche mit den Anbietern geführt werden, um die Möglichkeiten zum Praxiseinsatz auszuloten.

www.hellmann.net

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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