Fliegender Wechsel

18 Tonnen am Haken: Der neue Flaschenfüller der Herforder Brauerei kam per Kran: Seit dem 11.11.2013 um 13 Uhr steht der neue Flaschenfüller der Herforder Brauerei an der ihm zugedachten Position. In weniger als 72 Stunden waren die beiden 25 Jahre alten Vorgängermodelle ausgebaut und durch die neue, 30 Tonnen schwere Anlage ersetzt worden. Am 25. November 2013 ist die Hochleistungsmaschine mit einer Abfüllleistung von 55.000 Flaschen pro Stunde offiziell in Betrieb gegangen. In das Projekt fließen 2,5 Millionen Euro.

Die Umrüstung hatte am Freitagabend begonnen. Während die alten Füller ihre letzten Runden drehten, nahmen ein Schwertransporter und sieben 40-Tonner die Auffahrt zur Herforder Brauerei. „Rund 3.000 Pferdestärken waren für den Transport unserer neuen Anlage nötig“, rechnet Peter Lohmeyer, Manager Sponsoring und Events, vor. „Um kein Risiko einzugehen, wurde mit der Deinstallation der alten Maschinen erst begonnen, als wir alle neuen Komponenten sicher auf dem Gelände wussten.“

Ein klaffendes Loch in der Fassade ebnete den kürzesten Weg aus dem zweiten Obergeschoss ins Freie. Im Verlauf des Samstags wurde Teil für Teil auf das vorgelagerte Schwerlastgerüst gezogen und per Kran abtransportiert. 8,5 Tonnen brachte jeder der alten Füller an den Haken. Ab Sonntag, den 10. November, nahmen die Arbeiten den umgekehrten Weg: Erste Komponenten der neuen Anlage, darunter die Steuereinheit und die Verrohrung, wurden schrittweise ins Gebäude eingebracht. Das Herzstück, das 18 Tonnen schwere Flaschenkarussell, folgte am Montagmorgen.

„Für die technische Abnahme war unsere neue Anlage im Werk schon einmal komplett aufgebaut worden“, berichtet Projektmitglied Thomas Heisig, Leiter Bautechnik und Instandhaltung. Eine komplette Deinstallation war für den Transport von Bad Kreuznach nach Herford nicht nötig. „Deshalb steht uns die eigentliche Herausforderung auch noch bevor, sprich, die Einbindung des Flaschenfüllers in unser vorhandenes System aus Versorgungsleitungen, Kanalanschlüssen und elektrischen Leitungen.“

Exakt 14 Tage stehen hierfür zur Verfügung. „Wir haben vorproduziert und die Lager sind voll. Länger aber können wir unsere Produktion vor allem im Hinblick auf unser Hauptgebinde, den 27er-Steinie-Kasten, nicht aussetzen“, erklärt Frank Rottmann, Technischer Leiter der Herforder Brauerei.

Das Füllermodell „Innofill Glass DRS-ZMS“ stammt aus dem Hause KHS und punktet unter anderem mit seinem hygieneoptimierten Design. Geneigte Oberflächen ohne Rillen und Spalten sorgen für das zügige Ablaufen von Flüssigkeiten und das freie Herabfallen von Scherben. Eine Komplettverkleidung aus Glas macht den Füllerbereich von allen Seiten einsehbar und die Hygienesituation allzeit kontrollierbar – das spart Wasser und Energie. „Darüber hinaus optimieren wir unseren Kohlensäurebedarf“, ergänzt Torsten Griese, Leiter der Abfüllung in Herford.

Die Inspektionstechnik hinter dem Füller überwacht die Verwendung der richtigen Kronkorken und ihren perfekten Sitz. Dank einer Füllhöhenmessung via Sonde sorgt der „Innofill Glass“ zuverlässig für die exakte Befüllung jeder einzelnen Flasche.

www.herforder.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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