Weidmüller als Fabrik der Energiewende

Detmold. Der CDU Bundestagsabgeordnete Christian Haase besuchte gestern gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), Christian Noll, die Weidmüller Gruppe am Hauptsitz in Detmold.

Vor Ort informierten sich beide unter anderem über die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung im Hause: „Für eine erfolgreiche Energiewende gilt es, Energie intelligent zu nutzen und auf einen geringeren Verbrauch zu setzen“, so Haase. „Weidmüller kommt in diesem Zusammenhang eine Vorbildfunktion zu.“

„Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist für Weidmüller kein Modewort“, so Weidmüller Finanzvorstand Harald Vogelsang im Rahmen des Treffens. „Bereits in den 1970er Jahren haben wir entsprechende Maßnahmen in unserer Produktion umgesetzt. Heute ist ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept fester Bestandteil unserer weltweiten Unternehmensstrategie.“ Bei der Besichtigung der Weidmüller Produktionsstätten zeigten sich die Gäste beeindruckt von der hohen Effizienz der Halle. „Eine intelligente und energieeffiziente Fabrik ist keine Zukunftsvision“, erläutert Helene Derksen-Riesen, Leiterin internationales Gebäude- und Energiemanagement bei Weidmüller. Die 2011 fertiggestellten Produktionsgebäude an der Niemeierstraße sparen bis zu 1.700 t CO2 pro Jahr ein. „Der hohe Effizienzgrad wird vor allem durch die ganzheitliche Umsetzung von energie- und ressourcenschonenden Maßnahmen erreicht: von der energieeffizienten Gebäudehülle über intelligente Gebäudeversorgungstechnik bis hin zu zukunftsweisenden Produktionsprozessen“, weiß Derksen-Riesen zu berichten. Hierfür wurde das Unternehmen in der Vergangenheit unter anderem von der Bundesregierung als Klimaschutzunternehmen und Anfang 2014 mit dem renommierten GreenTec Award ausgezeichnet.

Seine Erfahrungen gibt der Elektrotechnikspezialist auch in Netzwerken mit anderen Unternehmen und durch die Bereitstellung eines ganzheitlichen Energiemanagementsystems weiter: „Wir fahren in diesem Zusammenhang zweigleisig“, erklärt Vogelsang. „Zum einen nutzen wir die selbstentwickelten Produkte und Lösungen im eigenen Haus, zum anderen bieten wir die Systeme auch unseren Kunden an.“ Den doppelten Nutzen dieses Systems erkannte auch Christian Haase und lobte das Engagement ausdrücklich: „Lösungen zur Forcierung der Energieeffizienz können der Wirtschaft im globalen Wettbewerb einen wichtigen Vorteil verschaffen. Deswegen sind die ‚Fabriken der Energiewende‘ wie die von Weidmüller für den Industriestandort Deutschland bedeutsam.“ Eine kluge Politik gegen Energieverschwendung helfe, Arbeitsplätze zu schaffen, indem sie die Nachfrage nach Effizienzlösungen vom Handwerk bis zum lokalen Technologieanbieter unterstützt.

„Die technischen Lösungen dafür liegen längst auf dem Tisch“, erklärt der Finanzvorstand der Weidmüller Gruppe und warb für weitere Unterstützung von Seiten der Politik. „Energieeffizienz ist leider kein Selbstläufer – wir erhoffen uns von der Politik eine klare Strategie, bessere Anreize und Verbraucherinformationen sowie eine Qualifizierungsoffensive, um den Markt für Energieeffizienz zu beleben.“

Gemeinsam mit Christian Noll übergab Vogelsang dem CDU-Abgeordneten Politikempfehlungen für den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE), der Ende des Jahres verabschiedet werden soll. Symbolisch halbierten Helene Derksen-Riesen, Christian Haase, Harald Vogelsang und Christian Noll zum Abschluss des Besuchs die Energieverschwendung mit einer überdimensionalen Schere. „Für diese Halle bräuchten wir allerdings noch eine viel größere Schere“, gab Vogelsang zu bedenken. „Schließlich liegt der Energieverbrauch hier fast 90 Prozent unter dem der gesetzlichen Vorgaben.“

www.weidmueller.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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