Bye bye Burn-out

Über eine markengestützte Unternehmenskultur zu mehr Mitarbeiterzufriedenheit: Burn-out ist längst keine Randerscheinung unserer Gesellschaft mehr. Unternehmen sind in der Pflicht, ihre Mitarbeiter als wertvollste Ressourcen zu schützen und zu fördern. Die Realität ist vielerorts aber eine andere: Maschinen und Fuhrparks stehen weiterhin fast ausschließlich im Fokus eines Unternehmens.

Für Maschinen werden Investitionspläne entwickelt, Zielplanungen aufgestellt, Einsatzbereiche definiert, Standorte bestimmt und die Inbetriebnahme geplant. Sie werden gewartet und gepflegt, ihre Bedienung und Pflege intensiv geschult.

Wer weiß, wofür sein Unternehmen steht?
Investiert wird also vielfach nur in Dinge, die man mit Blaskapelle und Bratwurst einweihen kann. Und wie sieht es mit den Mitarbeitern aus? In welchem Unternehmen gibt es beispielsweise Verantwortliche oder gar ein Budget für die Interne-Kommunikation? Und weiß eigentlich jeder Mitarbeiter, wofür sein Unternehmen steht und welche Ziele es verfolgt? Laut der Workforce Study von Towers Perrin wissen im Schnitt lediglich 37 % der Mitarbeiter, was ihr Unternehmen erreichen will. Nur 20 % sind von den Zielen ihres Unternehmens begeistert und nur 15 % fühlen sich bei der Zielerreichung unterstützt. Übertragen auf eine Fußballmannschaft würde das bedeuten, dass nur vier Spieler wissen, wo das Tor steht, nur zwei Spieler sich für das Spiel begeistern und lediglich 1,5 Spieler fühlen, dass ihr Trainer hinter ihnen steht.

Entwicklungschancen und Work-Life-Balance bieten
Bei solchen Zahlen wundert es nicht, dass die Burn-Out-Fälle in Unternehmen so rapide ansteigen. Wie lässt sich dieser Entwicklung nachhaltig begegnen? Was macht Mitarbeiter zufriedener, glücklicher und motivierter? Grundsätzlich muss bei der Mitarbeiterführung darauf geachtet werden, dass heutige Arbeitnehmer die Befriedigung von physiologischen Grundbedürfnissen oder Fragen der Grundsicherung als selbstverständlich ansehen. Entscheidend ist vielmehr, wie ihre sozialen, individuellen und Selbstverwirklichungs-Bedürfnisse erfüllt werden. Dazu zählen neben persönlichen Entwicklungschancen insbesondere auch Angebote zur Work-Life-Balance, wie etwa Heimarbeitsplätze, Teilzeit-Modelle oder Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Je besser ein Arbeitgeber diese Angebote kommunizieren und tatsächlich auch individuell befriedigen kann, desto besser fühlen sich seine Mitarbeiter aufgehoben und gefördert. Sie sind motivierter, zufriedener und finden Sinn in ihrer Tätigkeit. Und Sinnstiftung am Arbeitsplatz ist die ideale Voraussetzung, um Burn-Out-Tendenzen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Unternehmenskultur schaffen, Marke verankern
Die Kommunikation sinnstiftender Angebote vollzieht sich am erfolgreichsten im Rahmen einer markengestützten Unternehmenskultur. Eine Kultur, in der alle Mitarbeiter gemeinsam ihre Marke leben. Dazu ist es zwingend notwendig, dass jeder Einzelne mitgenommen wird. Von den Produktionsmitarbeitern über die Einkäufer bis zu den Marketiers, von der Vertriebsmannschaft über die Qualitätssicherer bis zum Vorstand müssen alle auf dieselben Werte eingeschworen sein. Experten halten heute die Verankerung der Marke bei den Mitarbeitern und die persönliche Kommunikation für entscheidend, um Identifikation und Zufriedenheit des Mitarbeiters mit seinem Arbeitgeber zu erhöhen und damit letztendlich auch den Erfolg des Unternehmens zu steigern.

Erfolgshebel Interne-Kommunikation
Um diese Kultur zu entwickeln, bedarf es einer ernsthaft verfolgten und auch budgetär entsprechend ausgestatteten Internen-Kommunikation im Unternehmen – mit festen Verantwortlichkeiten. Interne-Kommunikation umfasst alle strategischen Instrumente, um die Mitarbeiter im Sinne der Unternehmensziele und Markenwerte zu erreichen. Alle Maßnahmen der Internen-Kommunikation zielen darauf ab, die Zusammenarbeit auf dieser gemeinsamen Basis zu verbessern und die Mitarbeiter zu befähigen und zu motivieren, diese Kultur auch überzeugt nach außen zu tragen. Eine erfolgreich implementierte Interne-Kommunikation ist das Fundament für ein glaubwürdiges Employer Branding, also der Darstellung als überzeugende Arbeitgebermarke. Employer Branding umfasst alle strategischen Instrumente, um als Arbeitgeber intern & extern attraktiv zu sein.

Machen Sie Ihr Unternehmen attraktiv für Ihre Mitarbeiter und zukünftige Bewerber. Definieren Sie Ziele und Markenwerte – und verankern Sie diese bei jedem Einzelnen durch konsequente Interne-Kommunikation. Zeigen Sie individuelle Chancen und Möglichkeiten auf. Stiften Sie Sinn und Zufriedenheit im Rahmen einer gelebten Unternehmenskultur!

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Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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