Stadtwerke Bielefeld Gruppe investiert 280 Millionen Euro in die digitale Zukunft mit Ausbau des Glasfasernetzes. Auf dem Bild: (v.l.) Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke, BITel-Chef Josef Glöckl-Frohnholzer, Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann, Oberbürgermeister Pit Clausen und Projektleiter Ingo Kröpke. (Foto: Stadtwerke Bielefeld)
Stadtwerke Bielefeld Gruppe investiert 280 Millionen Euro in die digitale Zukunft mit Ausbau des Glasfasernetzes. Auf dem Bild: (v.l.) Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke, BITel-Chef Josef Glöckl-Frohnholzer, Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann, Oberbürgermeister Pit Clausen und Projektleiter Ingo Kröpke. (Foto: Stadtwerke Bielefeld)

Stadtwerke Bielefeld Gruppe investiert in Ausbau des Glasfasernetzes

Bielefeld. Der Countdown läuft. Am 2. Juli, in genau 75 Tagen, beginnt die Stadtwerke Bielefeld Gruppe mit ihrer Telekommunikationstochter BITel an der Spitze mit dem Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes in Bielefeld. Die Vorbereitungen in den technischen Abteilungen, aber auch im BITel-Vertrieb laufen auf Hochtouren. In der kommenden Woche finden die ersten Informationsveranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger statt. Am 2. Mai startet die Vermarktung.

Oberbürgermeister Pit Clausen ist sichtlich zufrieden: „Wenn Anfang Juli in Sudbrack der erste Spatenstich für das Glasfasernetz erfolgt, bedeutet dies einen sehr wichtigen Schritt hinein in Bielefelds digitale Zukunft. Ich freue mich, dass es jetzt bald losgeht. Denn der stadtweite Aufbau eines Hochleistungs- Glasfasernetzes ist integraler Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge im 21. Jahrhundert.“ Wenn Bielefeld in der wirtschaftlich starken Region Ostwestfalen-Lippe weiterhin vorne mitspielen und ein attraktiver Wohn- und Lebensort sein wolle, sei schnelles Internet unabdingbar. Nur mit ihm könnten Wirtschaft und Wissenschaft heute funktionieren. Und auch in ihrer Freizeitgestaltung wollten die Bielefelder es nutzen – zum Streamen eines Films oder für die Steuerung ihres smarten Zuhauses.

15 Kilometer Glasfaserkabel im ersten Bauabschnitt

Ab Juli verlegt die Stadtwerke Bielefeld Gruppe in dem Gebiet zwischen Jöllenbecker Straße, Schuckertstraße, dem Bültmann- Grünzug und Am Meierteich rund 15 Kilometer Glasfaserkabel und Hausanschlüsse für bis zu 900 Häuser. Zurzeit laufen die Detailplanungen. So steht noch nicht genau fest, in welcher Straße zuerst das Glasfaserkabel in die Erde kommt. Auch muss abgewartet werden, wie viele Hausbesitzer das Angebot des schnellen Internetzugangs annehmen werden.

Zunächst sechs, später neun bis zwölf Baukolonnen werden drei bis vier Monate lang Leerrohre verlegen. Danach werden die Kabel eingezogen. Als nächster Schritt folgt dann der Anschluss der Häuser, deren Besitzer sich für die neue Technik entschieden haben. Die Planer gehen davon aus, dass die Gesamterschließungszeit für das Gebiet in Sudbrack bei etwa acht bis neun Monaten liegen wird. Die Arbeiten werden überwiegend im Gehwegbereich stattfinden. Vollsperrungen von Straßen sind nicht vorgesehen. Allenfalls könne es zu Fahrspurverengungen oder halbseitigen Sperrungen kommen, so BITel- Geschäftsführer Josef Glöckl-Frohnholzer. Die Anlieger beruhigt er: „Wenn gebaut wird, ist es für die Anwohner nie schön. Aber vor jedem Haus werden wir nur ein bis zwei Tage arbeiten – plus ein Tag für den Hausanschluss.“

Ausbau des Glasfasernetzes größtes Stadtwerke-Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte

Die Verlegung in Sudbrack ist Auftakt zu und Pilotprojekt für ein mehrjähriges Glasfaser-Ausbauprogramm, das die Stadtwerke Bielefeld Gruppe für ganz Bielefeld plant. Rund 280 Millionen Euro sollen bis 2027 investiert werden. Ziel ist ein flächendeckendes Angebot in der gesamten Stadt. „Angesichts des großen Bielefelder Stadtgebiets ist dies ein anspruchsvolles Vorhaben, zumal wir, anders als so manches Telekommunikationsunternehmen, nicht nur die für uns wirtschaftlich attraktiven Gebiete erschließen wollen“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Uekmann. Bereits für 2018 und 2019 plane man, knapp 30 Millionen Euro in die Verlegung von rund 280 Kilometern Glasfaser fließen zu lassen. Über die BITel werde den Bielefelderinnen und Bielefeldern Highspeed-Internet, Telefonie und Fernsehprodukte angeboten.

Für Mitgeschäftsführer Friedhelm Rieke, seit über 35 Jahren im Unternehmen, ist die Schaffung eines stadtweiten Glasfasernetzes das größte Infrastrukturprojekt, das die Stadtwerke Bielefeld in den letzten Jahrzehnten zu bewältigen hatten. Es sei vergleichbar vielleicht mit dem Bau des Stadtbahntunnels, bei dem die Stadt aber die Federführung hatte. Die technischen, planerischen und finanziellen Herausforderungen seien enorm. Aber er ist auch überzeugt: „Ohne ein leistungsstarkes Glasfasernetz ist die Digitalisierung der Gesellschaft nicht mehr zu stemmen. Und nur mit Hilfe der Digitalisierung können Energie- und Verkehrs- wende – unser ureigenes Geschäft -, die Industrie 4.0 oder anspruchsvolle Forschungsprojekte an den Bielefelder Hochschulen gestaltet werden. Ohne geht es eigentlich nicht mehr“

Infoveranstaltungen Ende April – Start der Vermarktung am 2. Mai

Wer sich im ersten Ausbaugebiet dafür interessiert, mit Glasfasertechnik besonders schnell im Internet zu surfen, kann sich am Dienstag, 24. April, und Donnerstag, 26. April, jeweils von 19 bis 21 Uhr in der Aula der Brodhagenschule, Am Brodhagen 50, über die Anschlussmöglichkeiten für sein Haus informieren. Die Experten der BITel werden zu allen aufkommenden Fragen zu Technik und später nutzbaren Produkten Rede und Antwort stehen. Ab 2. Mai werden außerdem Mitarbeiter eines von der BI- Tel beauftragten Dienstleisters im Sudbracker Ausbaugebiet unterwegs sein, um die Anwohner über das neue Angebot zu informieren. Auskünfte bekommen die Bewohner Sudbracks auch im Internet unter www.gigabitel.de oder unter der Telefonnummer 0521/51 11 55.

Gut zu wissen: Wer sich schnell für die neue Technik entscheidet, wird belohnt. Hausbesitzer, die zwischen dem 2. Mai und dem 31. Juli einen Glasfaser-Hausanschluss bestellen, bekommen diesen kostenlos. Es fällt lediglich ein einmaliger Anschlusspreis von 49,90 Euro pro abgeschlossenem Tarif an. Ab 1. August müssen rund 1.300 Euro bezahlt werden.

Oberbürgermeister Clausen ist vom Erfolg des Glasfaserausbaus überzeugt: „Viele Bielefelderinnen und Bielefelder, auch die Unternehmen, wünschen sich schnelleres Internet. Sie bekommen jetzt nach und nach von den Stadtwerken und der BI- Tel modernste Technik ins Haus gebracht, und das während der Ausbauphase zu exzellenten Konditionen. Der Baubeginn in Sudbrack ist ein wichtiger Meilenstein für die Stadt.“ Er freue sich, dass die Stadtwerke-Gruppe jetzt loslege, und sei überzeugt, dass die erfahrenen Infrastrukturexperten von der Schildescher Straße nicht nur die nötige Expertise, sondern auch den langen Atem hätten, den man für das Mammutprojekt eines flächendeckenden Glasfasernetzes brauche.

www.stadtwerke-bielefeld.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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