Lösungen für die Fabrik der Zukunft

v.l.: Hans-Dieter Tenhaef (Geschäftsführender Gesellschafter MIT Moderne Industrietechnik GmbH (Vlotho) und Vorstandssprecher OWL MASCHINENBAU e.V.), Herbert Weber (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH), Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer (Rektor Universität Bielefeld), Simon Jegelka (Geschäftsführer topocare GmbH), Wolfgang Marquardt (Fachbereichsleiter OstWestfalenLippe GmbH), Dr.-Ing. Ralf Adenstedt (Geschäftsführer Böllhoff Automation GmbH) und Rainer Dorau (Bevollmächtigter Deutsche Messe AG). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH)
v.l.: Hans-Dieter Tenhaef (Geschäftsführender Gesellschafter MIT Moderne Industrietechnik GmbH (Vlotho) und Vorstandssprecher OWL MASCHINENBAU e.V.), Herbert Weber (Geschäftsführer OstWestfalenLippe GmbH), Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer (Rektor Universität Bielefeld), Simon Jegelka (Geschäftsführer topocare GmbH), Wolfgang Marquardt (Fachbereichsleiter OstWestfalenLippe GmbH), Dr.-Ing. Ralf Adenstedt (Geschäftsführer Böllhoff Automation GmbH) und Rainer Dorau (Bevollmächtigter Deutsche Messe AG). (Foto: OstWestfalenLippe GmbH)

Bielefeld. Vom 13. bis zum 17. April öffnet die Hannover Messe Industrie wieder ihre Tore. Unter dem Motto „Industrie 4.0: Aus dem Netzwerk – für den Mittelstand!“ zeigt OstWestfalenLippe mit einem Gemeinschaftsstand Flagge auf der weltgrößten Industrieschau.

In Halle 16 A04 demonstrieren 39 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen gemeinsam vielfältige Leistungen der Region auf dem Gebiet Intelligente Technische Systeme. „Der Spitzencluster it´s OWL trägt dazu bei, dass OWL immer stärker als führender Hightech-Standort in Wirtschaft und Wissen wahrgenommen wird. Wir rechnen mit einer hohen Aufmerksamkeit bei Experten, Entscheidungsträgern und Multiplikatoren – zunehmend auch international“, betont Herbert Weber, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. Die Gesellschaft organisiert den Messeauftritt gemeinsam mit dem OWL MASCHINENBAU e. V. Insgesamt präsentieren sich 86 Unternehmen und Organisationen aus der Region in Hannover.

Der OWL Gemeinschaftsstand verdeutlicht auf 600 qm die führende Position der Region in der Elektroindustrie und im Maschinenbau, aber auch in der Spitzenforschung. Beteiligt sind unter anderem die Weltmarktführer Beckhoff, BOGE, Böllhoff, Claas, DMG Mori Seiki, KEB, Lenze, Miele, Phoenix Contact, WAGO und Weidmüller sowie weitere mittelständische Technologieführer wie Strothmann oder target industria.

Die Partner zeigen anhand von Exponaten ihre neuesten Ansätze und Lösungen. Im Kern geht es um die Frage, wie sich Maschinen und Produktionsanlagen eigenständig an die Betriebsbedingungen und den Benutzer anpassen, beispielsweise durch intelligente Automatisierungs- und Antriebslösungen. Dabei handelt es sich um konkrete Bausteine für die nächsten Entwicklungssprünge in der Produktion, die unter dem Schlagwort Industrie 4.0 im Fokus der Fachwelt liegen.

„Unsere Unternehmen entwickeln gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen für zuverlässige, benutzerfreundliche und ressourceneffiziente Maschinen und Anlagen. Damit stehen wir in besonderer Weise für das Thema der diesjährigen Messe „Industrie 4.0 – Join the Network“. Und wir leisten einen wichtigen Beitrag, dass Produktion am Standort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt“, unterstreicht Hans-Dieter Tenhaef, Geschäftsführender Gesellschafter der MIT Moderne Industrietechnik GmbH (Vlotho) und Vorstandssprecher des OWL MASCHINENBAU e. V.

Das enge Zusammenspiel zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen ist ein Erfolgsfaktor für die Region. Im Spitzencluster haben die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Hochschule OWL, die Fachhochschule Bielefeld und die beiden Fraunhofer Einrichtungen in Paderborn und Lemgo gemeinsam eine Plattform mit Basistechnologien für intelligente Produkte und Produktionsverfahren aufgebaut, die Unternehmen jetzt nutzen können.

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor Universität Bielefeld, erläutert: „Die sehr erfreuliche Resonanz aus dem Mittelstand in OWL zeigt, dass unsere Forschung ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist. In 40 Transferprojekten wurden neue Technologien erfolgreich in Unternehmen eingeführt, z. B. in den Bereichen Mensch-Maschine-Interaktion, maschinelles Lernen oder intelligente Vernetzung. Die Universität Bielefeld präsentiert mit BOGE und BE Bauelemente auf der Messe zwei Beispiele für diesen gelungenen Technologietransfer.“ Das CoR-Lab der Universität und das Bielefelder Unternehmen BOGE Kompressoren haben ein System entwickelt, in dem Sensoren erfassen, ob die Druckluftmaschine ordnungsgemäß funktioniert. So können Fehler erkannt und Wartungszeiten reduziert werden.

Neue Technologien für die Automobilindustrie

Die Automobilbranche gilt in der industriellen Produktion als Innovationstreiber für neue Materialien und Fertigungskonzepte. Um Ressourcen wie Material und Energie einzusparen sowie das Gewicht und den CO2 Austoß von Fahrzeugen zu optimieren, wird zunehmend auf Leichtbau-Konzepte zurückgegriffen. Die Bielefelder Böllhoff Gruppe – Spezialist in der Verbindungs- und Montagetechnik – präsentiert auf der Hannover Messe ein neues Verfahren für die Verbindung von Leichtbauwerkstoffen: Geschäftsführer Dr.-Ing. Ralf Adenstedt erläutert: „Mit unserer Onsert-Klebetechnik haben wir einen Paradigmenwechsel eingeleitet. Unser Verfahren ist optimal auf die neuen Werkstoffe ausgerichtet. So können wir unterschiedliche Werkstoffe schnell, automatisiert, sicher und mit einer hohen Festigkeit zusammenfügen, ohne das Material zu beschädigen. Onsert wird bereits bei BMW für die Befestigung von Kabeln, Verkleidungen und anderen Bauteilen genutzt. Die Lösung bietet auch für andere Bereiche wie den Maschinenbau hohe Innovationspotenziale. Davon wollen wir auf der Hannover Messe neue Anwender überzeugen.“

Geschäftspotenziale für intelligente Maschinen

Das hohe Wertschöpfungspotenzial von intelligenten Maschinen und Produktionsanlagen verdeutlichen innnovative Unternehmensgründungen. Das Gütersloher Unternehmen topocare präsentiert in Hannover eine intelligente Deichbaumaschine. Mit einer weltweit einzigartigen Wickeltechnik lassen sich Endlosschläuche für den Deichbau herstellen – direkt vor Ort an Flussufern und Küstenabschnitten, die von Überflutung bedroht sind. Durch eine Prozessmodellierung konnten die einzelnen Arbeitsschritte und Akteure optimal aufeinander abgestimmt werden, um im Katastrophenfall schnell und effizient reagieren zu können. Geschäftsführer Simon Jegelka verdeutlicht: „Durch unsere Mitarbeit bei it´s OWL konnten wir Kontakte zu innovativen Partnern knüpfen und erhalten Zugang zu praxiserprobten neuen Technologien, die wir schnell und einfach einsetzen können. Für KMU wie uns bietet das Netzwerk einen großen Mehrwert und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Eine weiteres Beispiel ist Krause DiMaTec, gegründet im Januar 2015. Das Bielefelder Unternehmen bietet seinen Kunden im Bereich der additiven Fertigungstechnologien eine Komplettlösung für die gesamte Prozesskette im Maschinenbau und verwandten Branchen: von der Konzipierung über die Softwareumgebung und Arbeitsvorbereitung bis zur einbaufertigen Komponente.

Lösungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren

Auf dem Gemeinschaftsstand können Besucher viele weitere Anwendungen erleben. Der Landmaschinenhersteller Claas demonstriert beispielsweise, wie durch eine softwaregestützte Optimierung des Ernteprozesses 50% ungenutzte Maschinenleistung erschlossen werden kann. Der Hausgerätehersteller Miele präsentiert, wie neue Methoden der „virtuellen Produktentwicklung“ angewendet werden – von der Produktidee über die Visualisierung bis zur Umsetzung in der Produktion. Anhand der SmartFactoryOWL – einer gemeinsamen Initiative des Fraunhofer Anwendungszentrums Industrial Automation und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe – können Besucher einen Blick in die Fabrik der Zukunft werfen. Wichtige Handlungsfelder wie Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Mensch-Maschine-Interaktion werden erfahrbar gemacht.

Wenn sich Maschinen vernetzen und voneinander lernen, was bleibt da für den Menschen? Was bedeutet Industrie 4.0 für den Entwickler und den Anwender? Wissenschaftler der Universitäten Bielefeld und Paderborn arbeiten im NRW Fortschrittskolleg „Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten“ an der veränderten Rolle des Menschen. Auf der Hannover Messe zeigen sie Ansätze für den Arbeitsplatz der Zukunft.

Aussteller OWL-Gemeinschaftsstand

Beckhoff, BOGE Kompressoren, Böllhoff, Centrum Industrial IT, Claas E-Systems, DMG Mori Seiki, Effizienz Agentur NRW, Energie Impuls OWL, Fachhochschule Bielefeld, Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), FMB Zuliefermesse Maschinenbau, Fortschrittskolleg „Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten“, Fraunhofer IPT Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik, Fraunhofer IOSB INA, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Kreis Höxter, Heinz Nixdorf Institut Universität Paderborn, IHK Ostwestfalen, IHK Lippe, Institut für industrielle Informationstechnik Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Intorq, it´s OWL Clustermanagement, Jobware, KEB, Krause DiMaTec, Kreis Lippe Wirtschaftsförderung, Lenze, Miele, OstWestfalenLippe GmbH, OWL MASCHINENBAU, OWL ViProSim, Phoenix Contact, Steute, Strothmann Machines & Handling, Target Industria, topocare, Universität Bielefeld, Wago Kontakttechnik, WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld, Weidmüller.

www.ostwestfalen-lippe.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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