Ausgezeichneter Einsatz für Kultur in OWL

Bielefeld. Besondere Anerkennung für großartiges Engagement: Das Unternehmen alberts.architekten aus Bielefeld, die Brauns-Heitmann GmbH & Co. KG aus Warburg und Phoenix Contact Deutschland aus Blomberg werden mit dem OWL Kulturförderpreis 2016 ausgezeichnet. „Mit ihrem außergewöhnlichen Engagement für die Kultur in der Region sind diese drei Unternehmen ein Vorbild für unternehmerische Kulturförderung in OstWestfalenLippe“, lobt die Schirmherrin des Preises und Mitglied der Jury, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl.

Die Jury vergab auch einen Sonderpreis an die Stadtwerke Bielefeld für die Konzertreihe „Klangschicht – Kultur zwischen Kraftwerk und Kühlturm“. Der OWL Kulturförderpreis wird veranstaltet von der OstWestfalenLippe GmbH in Kooperation mit den IHKen Ostwestfalen zu Bielefeld und Lippe zu Detmold. Der Wettbewerb wird von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG AG unterstützt und vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert.

„Der OWL Kulturförderpreis soll vorbildliche Unternehmen würdigen und weitere Firmen anspornen, sich ebenfalls für Kultur zu engagieren. Viele Kulturangebote wären ohne Förderer wie die ausgezeichneten Firmen nicht möglich. Daher ist das Engagement von Unternehmen eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt einer anregenden und abwechslungsreichen Kulturlandschaft“, erläutert Herbert Weber, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH, die Motivation des Wettbewerbs.

Insgesamt 28 Bewerber haben sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb beteiligt. Die drei Preisträger – ein kleines, ein mittleres und ein großes Unternehmen – zeichnen sich besonders durch die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Förderung und die Einbindung des kulturellen Engagements in die Unternehmenskommunikation aus. Sie stehen beispielhaft für die vielfältige Kulturförderung von ostwestfälisch-lippischen Unternehmen.

Als kleines Unternehmen setzt sich alberts.architekten bereits seit vielen Jahren für kulturelle Bildung ein. Ausgezeichnet wird das Unternehmen für seinen Einsatz für das ungewöhnliche Projekt „Jugend unter Dampf“. Ein ehemaliger Gepäckwaggon aus den 1920er Jahren wurde mit Unterstützung des Unternehmens zu einem fahrbaren Jugendzentrum umgebaut. Seit 2009 finden hier nun Programme für Jugendliche aus dem Kreis Lippe statt: von Poetry Slam über Foto- oder Malerei-Workshops bis hin zu Schauspiel und Musik. Das Unternehmen alberts.architekten begleitet das Projekt bis heute fachlich und personell. „Kulturelle Bildung ist für die Region OstWestfalenLippe elementar. Die Jury hat lobend hervorgehoben, dass sich ein Unternehmen aus der Region dafür sensibilisiert und sich für die kulturelle Bildung aktiv einsetzt,“ erläutert Regierungspräsidentin und Schirmherrin Marianne Thomann-Stahl.

Die Brauns-Heitmann GmbH und Co. KG erhält für ihr langjähriges Engagement für die Warburger Meisterkonzerte den Kulturförderpreis in der Kategorie „mittleres Unternehmen“. Das Unternehmen leistet seit Gründung der Warburger Meisterkonzerte einen wichtigen Beitrag, der über rein finanzielle Förderung hinausgeht. Das Unternehmen wirkt u.a. im ehrenamtlichen Beirat mit, der die künstlerische Auswahl und strategische Aufstellung der Meisterkonzerte verantwortet. Die hochkarätige Konzertreihe besteht seit nunmehr über 25 Jahren. „Unterstrichen hat die Jury außerdem, dass das unternehmerische Kulturengagement jüngst an die nächste Unternehmergeneration weitergegeben wurde“, führt Herbert Weber aus.

Das Unternehmen Phoenix Contact engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die Kultur am Standort und positioniert sich öffentlich für eine nachhaltige Förderung der kulturellen Vielfalt im Kreis Lippe und darüber hinaus. Neben Geldleistungen für kulturelle Highlights wie „Harmonic Fields“ und dem Europäischen Straßentheater Festival Detmold, dem Musik- und Literaturfestival „Wege durch das Land“ oder der großen Ausstellung „Weltvermesser“ im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake setzt sich das Unternehmen auch unter Einsatz eigener Mitarbeiter inhaltlich für die Kultur in der Region ein, so zum Beispiel im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung des Landesverbands Lippe. „Das breite Spektrum und die Nachhaltigkeit des Förderengagements von Phoenix Contact haben die Jury überzeugt,“ so Hendrik Koch, Vertreter des Hauptsponsors KMPG.

Die Jury verleiht in diesem Jahr einen Sonderpreis. Er geht an die Stadtwerke Bielefeld für ihr Projekt „Klangschicht – Kultur zwischen Kraftwerk und Kühlturm“, das im vergangenen Jahr schon zum vierten Mal durchgeführt wurde und damit eine musikalische Reihe der Extraklasse in Bielefeld etabliert hat.

Die Preisverleihung findet am 24. November 2016 ab 18.30 Uhr im Historischen Rathaus Paderborn statt.

www.owl-kulturbuero.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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